Folge #29: Mut und mentale Stärke im Unternehmen: Krisen meistern, Veränderungen wagen
Shownotes
Was bedeutet es, im Handwerk mutig zu sein? Moderator Kay Holm spricht mit Heinz-Wilhelm Esser, bekannt als Doc Esser, sowie den Unternehmern Katja Meyer zu Hücker und Thorsten Schröder über mentale Stärke, Resilienz und mutige Entscheidungen. Dabei geht es um persönliche Krisen, die Übernahme großer Verantwortung und den Mut, einen Betrieb grundlegend zu verändern. Außerdem zeigt Doc Esser, welchen Einfluss unter anderem Bewegung, Lachen, Selbstvertrauen und soziale Bindungen auf die psychische und körperliche Gesundheit haben können.
Mehr zum Podcast gibt es hier: www.ikk-classic.de/allesgeregelt
Das passiert in der Folge:
02:12 Emotionale Belastungen und ihre körperlichen Auswirkungen 06:17 Kann man emotionale Stabilität und Resilienz trainieren? 08:08 Drei Faktoren für besseren Umgang mit persönlichen und beruflichen Krisen 12:16 Was versteht man unter Neuroplastizität und wie wirkt sie sich aus? 23:12 Wie emotionale Stabilität im Arbeitsalltag und im Handwerk gelebt wird 29:17 Mutige Entscheidung: Katja übernimmt nach dem Tod ihres Mannes seinen Dachdeckerbetrieb 42:25 Was hat ehrenamtliches Engagement mit der eigenen Gesundheit zu tun? 46:55 Mut und Vertrauen: Thorsten setzte mit erneuerbaren Energien alles auf eine Karte 01:04:04 Warum BGM und das Sprechen über Belastungen wichtig sind
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00:00:00: Also das war natürlich erst mal wie ein Film.
00:00:03: Ich hab erstmal auch nur funktioniert, ich würde sogar behaupten die ersten zwei Jahre.
00:00:08: Ich hatte zwei Kinder, die hier ihren Vater gerade verloren hatten.
00:00:11: Es waren übrigens auch zwei Monate bevor Corona das erste Mal im Radio kam.
00:00:15: Also es waren so ganz viele Steine, die einem da in den Weg gelegt wurden und ... Ja, ich weiß gar nicht so genau.
00:00:22: Ich habe wirklich einfach nur gedacht, komm wieso soll ich das nicht schaffen?
00:00:27: Das haben doch andere irgendwie auch schon geschafft.
00:00:29: also Ich bin zwar keine Dachdeckerin und ich habe keinen Plan, aber ich hab wirklich super Jungs.
00:00:33: Die konnte man immer los schicken!
00:00:42: Ja, einen wunderschönen guten Abend in Bielefeld.
00:00:45: Ich bin Hamburger und dementsprechend ein wohlgeformtes Moin.
00:00:49: Moin aus Hamburg im Geiste nach Bielefield.
00:00:52: Schön dass Sie alle da sind.
00:00:54: Ich ben Kai Heum Trainer Coach Kommunikationstrainer bei der IKK-Klassik.
00:00:59: das heißt mein, mein Metier ist miteinander zu sprechen ganz viel Und das will ich heute Abend gerne mit Ihnen, mit euch tun.
00:01:11: Was steckt hinter alles geregelt?
00:01:13: Sie sind ja im Bereich der Sozialversicherung unterwegs bei der IKK-Klassik und das hat was für Gesundheit zu tun, das hat etwas mit Versicherungen zu tun Das hat mit Zukunftsplanung zu tun und sich in Sicherheit wegen.
00:01:27: Aber dafür muss man an der einen oder anderen Stelle etwas tun und darauf achten dass auch tatsächlich alles geregelst ist.
00:01:34: Wenn wir natürlich uns hier vier so sitzen sehen, haben wir Geschichten vorbereitet einerseits.
00:01:42: Aber eigentlich wollen wir sie nachbereiten und darüber berichten ... Wie kann man denn tatsächlich alles regeln oder auch überrascht werden von Dingen, die man nicht geplant hat?
00:01:55: Insofern ... Dr.
00:01:56: Esser, ich fang einfach mal mit dir an.
00:01:58: Schön, dass du da bist!
00:02:00: Vielen Dank.
00:02:02: Du hast ein Buch geschrieben, das Prinzip der Mutigen.
00:02:10: Was ist so der Kernpunkt dieses Titels?
00:02:16: Gesundheit fängt im Kopf an und das haben wir in der Schulmedizin einfach viel zu wenig verstanden.
00:02:20: Das heißt, wir können zwar mittlerweile viele Symptome mildern zum Teil auch komplett heilen aber wir gehen oft an die Ursache vorbei was überhaupt diese Symptomen verursacht.
00:02:31: Es gibt verschiedene Krankheitsbilder, die auf emotionaler Ebene ablaufen.
00:02:36: Die aber dann letztendlich zu einem Entorganschaden führen.
00:02:40: und das ist etwas was ich selber eben erleben durfte.
00:02:43: als leitender Oberarzt bin ja wunderbar vorgestellt worden Und es gab eine Zeit da habe ich selber noch Als kardiologe Herzkarteteruntersuchungen durchgeführt und in dem Rahmen durfte Ich vier Frauen begleiten im Rahmen meiner Karriere.
00:02:59: Da ruft der Disponent an von der Feuerwehr und sagt, pass mal auf.
00:03:02: Da kommt jetzt eine Frau!
00:03:03: Die hat die typischen Symptome eines Herzinfarktes.
00:03:05: So, bei den Frauen ist es etwas anders als bei den Männern.
00:03:08: Bei den Männeren ist das ja ganz klassisches Struck auf der Brust- und Ausstrahlung in den linken Armen.
00:03:12: Bei dem Frauen ist das anders.
00:03:13: Das ist eine diffuse Übelkeit.
00:03:16: ziehen hier im Mundkiefer.
00:03:19: Das ist ein Reißen zwischen den Schulterblättern.
00:03:21: und dann kamen diese Frauen, wir haben das Herzentzymtroponin bestimmt, dass es dann sehr hoch, wenn gerade Herzenmuskelgewebe untergeht.
00:03:32: Wir haben EKG-Ableitungen gemacht die haben für einen Herzinfarkt gesprochen.
00:03:36: ich selber habe eine Sonografie des Herzens gemacht und das Herz hat einfach nicht mehr gleichmäßig gepumpt sondern hat eingeschränkt.
00:03:42: Das heißt, man hat hier den Verdacht auf einen Herzinfarkt.
00:03:44: Sofort wird eine Herzkathete-Untersuchung gemacht und man wird ja dann vermuten dass die Herzkranzarterien, die selber den Herzen Muskel mit saustoffreichem Blut versorgen in Engstelle haben vielleicht sogar ein kompletten Verschluss.
00:03:57: so dann wird im besten Falle ein kleiner Dynadrat über diese Engställe geschoben.
00:04:01: also wir sind mitten im Handwerk.
00:04:02: übrigens Es ist nichts anderes als...
00:04:07: Also
00:04:08: Handwerk macht Freude.
00:04:09: Ich hab diebische Freude gehabt, wenn mir so eine Engstelle dann gelungen ist zu passieren.
00:04:13: Dann wird diese Engstellen, wenn der Draht da liegt aufgepumpt, aufgedehnt und dann kommt letztendlich nix anderes als in die Arterie ein kleines Röhrchen also Rohr im Rohrsystem.
00:04:23: Ein Stand kennt jeder und damit ist auch der Herzinfarkt passiert, er ist therapiert!
00:04:27: Jetzt war das bei den Frauen aber so, die hatten alle glattwannige Gefäße Da war nichts, da war keine Plachs.
00:04:32: Da war keine Verkalkung.
00:04:34: Dann hat man Zeit!
00:04:36: Dann weiß man nämlich okay vielleicht habe ich hier gar kein akutes Geschehen sondern ich hab hier etwas was chronisch ist.
00:04:42: und dann kann man endlich mal sich mit den Frauen unterhalten und sagen so was ist denn jetzt gerade in letzter Zeit passiert bei dir?
00:04:47: Bei Frau Nummer eins ist der geliebte Ehepartner Ehepartnerin verstorben.
00:04:51: Bei Frau Number zwei war es eine unerwartete schwere Krankheitsdiagnose.
00:04:54: bei Frau Number drei und vier war ein jahrzehntelanges Mobbing das irgendwann fast zum Überlaufen gebracht hat Und die emotionale Instabilität hat dazu geführt, dass das Herz gelitten hat.
00:05:09: Wir kennen dieses Syndrome!
00:05:11: Wie heißt das Syndrome?
00:05:13: Es ist das Broken Heart Syndrome, das gebrochene Herz.
00:05:17: Das ist tatsächlich übrigens nicht der Fahrausdruck, sondern so nennt wir es.
00:05:19: Der Fachausdruck ist Tako-Tsubu, der erst beschreibbar war ein Japaner, der das Ganze aufgrund der sonografischen Ausdehens des Herzens genannt hatte, Tintenfischfalle.
00:05:29: aber letztendlich zeigt es eben emotionale Instabilität führt dazu dass wir tatsächlich somatische Beschwerden bekommen können in diesem Fall eben einen Endorganenschaden am Herzen.
00:05:40: und weil ich das so eindrucksvoll finde Habe ich gedacht, verdammt normal.
00:05:44: Wir werden in unserem Leben so oft aufgefordert.
00:05:46: Guck auf deinen Körper!
00:05:48: Mach Sport die richtige Ernährung was weiß ich?
00:05:51: Weil wir damit einfach viele Wohlstandserkrankungen ausschließen können.
00:05:55: aber keiner bringt uns doch bei.
00:05:57: wie können wir eigentlich unsere emotionale Stabilität halten unsere psychische Gesundheit?
00:06:01: und das ist doch total fatal weil wenn die ins Wankengerät dann werde ich doch einen Dreck tun und mich um meinen Körper scheren.
00:06:09: Und dass war mir das Anliegen dieses Buch zu schreiben
00:06:11: Und ich kann das ja auch nicht trainieren.
00:06:13: Ich kann es dann nicht vorher üben, so einem Katastrophenfall?
00:06:15: Oh doch!
00:06:16: Ja und da werden wir vielleicht heute noch viel zu kommen.
00:06:19: Es gibt Menschen die kommen einfach mit... Wir sind ja bei dem Thema Resilienz.
00:06:24: Ich mag Resilience nicht.
00:06:25: Resilient ist ein Modewort.
00:06:26: eigentlich kommt das ja aus der Stoffkunde.
00:06:29: Das heißt Resilienz bezeichnet eigentlich ein Stoff.
00:06:33: Den kann ich so manipulieren, den kann ich drücken und ziehen.
00:06:35: Der kann sich drauf rumtreten aber wenn ich davon loslasse dann bringt er sich wieder in seine Ausgangsposition zurück.
00:06:43: Ein Schwamm!
00:06:45: Wer will hier ein Schwamm sein?
00:06:48: Ja genau das ist mein Problem mit Resilience und dazu kommt eben dass Resilient oft nur mit psychischer Widerstandskraft charakterisiert wird.
00:06:56: Das ist Quatsch.
00:06:57: Darum arbeite ich lieber mit emotionaler Stabilität.
00:07:00: Es gibt im Mainz ein Forschungszentrum, das ist das Resilienz-Forschungszentum.
00:07:04: Die haben tatsächlich untersucht über Jahre und Jahrzehnte.
00:07:07: kann ich den emotionalen Stabilität erlernen oder es ist eine Charaktereigenschaft?
00:07:11: Und die Wissenschaftler sind sich richtig an die Köppe gegangen.
00:07:13: Sie haben sich wirklich da jeden Tag aufs wildeste beschimpft.
00:07:17: um aber irgendwann tatsächlich – und das ist eine gute Nachricht zum Ergebnis zu kommen – ja!
00:07:23: Es gibt Menschen, die kommen mit einer emotionellen Stabilität schon zur Geburt wie ein Hundert Meter Läufer, der hundert Meter unter zehn Sekunden schafft.
00:07:31: Ein Olympionik!
00:07:33: Aber alle anderen können emotionale Stabilität sich antrainieren.
00:07:37: Die kommen vielleicht niemals unter zehn sekunden aber schaffen dann immer noch die hundert meter unter fünfzehn Sekunden oder was weiß ich?
00:07:42: Also haben sie gesteigert.
00:07:44: also emotionale stabilität ist erlernbar.
00:07:48: So wie du das beschreibst braucht es natürlich Zeit und ich brauche unter Umständen Anlässe oder Zielsetzung um vielleicht an dieser Stelle auch ... in der Anführung, Strich mal besser zu werden.
00:08:00: Ich betrachte das jetzt mal aus dem Sport!
00:08:02: Ich würde eher sagen es braucht ein Bewusstsein... Es braucht ein bewusst sein.
00:08:05: so wie wir ständig angehalten werden körperlich gesund zu leben bräuchte mir eigentlich die ganze Zeit auch eine Anleitung dafür Wie schaffe ich emotionale Stabilität?
00:08:14: Und da müssen uns natürlich als erstes mal fragen warum kann die denn überhaupt den zwanken geraten bzw.
00:08:20: was sind denn hier die großen Probleme?
00:08:22: und ich habe ja eure Geschichten auch schon ein bisschen lesen dürfen und weiß eben, dass da tatsächlich ja Szenarien plötzlich aufgetreten sind.
00:08:30: Die möchte keiner haben!
00:08:32: So unerwartet sehr dramatisch... Und so geht es ja jedem von uns.
00:08:36: Da kommt eine unerwartete Situation, da kommt eine Situation die ich dich gewünscht habe und dann stehe ich vor diesem Berg und weiß nicht worüber ich kommen soll.
00:08:43: Das ist ein ganz großes Problem.
00:08:44: Dann gibt's einige Menschen, die ziehen sich zurück und andere gehen dieses Problem an.
00:08:49: Man hat versucht rauszufinden was macht denn diese Menschen aus?
00:08:52: Die so gut damit klarkommen.
00:08:55: Und da ist man tatsächlich auf eine Gruppe von Migranten gestoßen.
00:08:58: Diese Migrantinnen haben sich dadurch ausgezeichnet, dass obwohl die die Kultur nicht kannten... ...die kannten das Land eigentlich nicht gut!
00:09:04: Die kannten die Sprache nicht!
00:09:05: Die waren aber sofort drin!
00:09:07: Also sie haben sich sofort sozial mit agiert.
00:09:10: Sie waren im Dorf oder im Stadtleben drin.
00:09:12: Die hatten einen Beruf und die Kinder sind zur Schule gegangen.
00:09:14: Die haben sich eingesetzt für die Nachbarschaft.
00:09:16: Dann wollte man wissen okay was ist denn jetzt das Besondere an denen?
00:09:19: Der erste Punkt war, die hatten alle eine unfassbare Lebensgelassenheit Nicht zu wissen, was hinter der nächsten Kurve kommt.
00:09:29: Das macht ja einige von uns fertig und die versuchen das zu kontrollieren.
00:09:32: Das geht aber nicht!
00:09:34: Ich weiß auch nicht, was mich morgen erwartet oder gleich auf der A-Zwei.
00:09:38: Gehen wir nicht drüber... Aber man kann sehr gut entschleunigen auf deutschen Autobahnen.
00:09:44: Wir machen sie jetzt nicht schlechter als Sie sind.
00:09:46: So, immer das positive
00:09:51: sehen.
00:09:52: Und das zweite war, die hatten eine ausgeprägte Selbstwirksamkeit.
00:09:56: und diese Selbstwirksamkeit bedeutet ich habe ein Problem was da gekommen ist.
00:09:59: Eine neue unerwartete, unermünschte Aufgabe und ich denke dann komme ich niemals über diesen Berg.
00:10:04: und dann besinn' ich mich aber auf all die anderen Berge über die schon mal gekommen bin wo ich genau dasselbe Gefühl hatte, das werde ich nicht schaffen.
00:10:13: und ich bin drüber gekommen mit meinen körperlichen, ungeistigen Ressourcen und das nennt sich Selbstwirksamkeit.
00:10:18: Die Kombination aus Lebensgelassenheit und Selbstwirksamkeit nennt man sich Ambiguität.
00:10:24: Und es gibt eben Menschen die sind Ambiguitet tolerant oder intolerant?
00:10:27: Dann ist mal weiter gegangen hat gesagt okay was macht ihr noch resiliente Menschen aus?
00:10:31: Da war man sofort beim Glauben!
00:10:33: Ja dann hat mein gläubige Menschen befragt wichtig Es ist total egal, woran ihr glaubt.
00:10:38: Das kann... Ihr könnt Buddhisten sein, ihr könnt Muslime sein!
00:10:41: Ihr könnt Katholiken sein, Evangelen!
00:10:43: Was weiß ich?
00:10:44: Ich glaube Bielefeld ist eher evangelisch geprägt ne?
00:10:47: Ja wichtig ist der Glaube muss positiv sein.
00:10:50: Ihr dürft keine Angst haben.
00:10:51: Früher gerade bei mir, ich komme aus einem kleinen Dorf ja, ich bin Kathole So, da war das ja immer so.
00:10:56: Wenn du das nicht machst und wenn du nicht beichtest ... Du gehst direkt ins Fegefeuer!
00:11:00: Ja?
00:11:01: So hab ich noch Katholizismus erlebt.
00:11:03: Das ist schlecht.
00:11:04: aber soweit ein Glaube positiv ist Und er muss doch nicht mal einer der großen Weltreligionen sein Es reicht auch, wenn du spirituell bist und einfach sagst Da wird nach was sein Dann hilft dir das wiederum ganz schlimme dramatische Dinge besser einordnen zu können.
00:11:17: Coherenz Das heißt Menschen die Amigurität sind und Coherent sind kommen schon mal besser durchs Leben.
00:11:24: Ist jetzt alles ganz, ganz abstrakt, erkläre ich aber gleich genauer ... Ich glaub, du willst mich die ganze Zeit was fragen und weißt nicht, wie viele Menschen da brechen.
00:11:30: Genau!
00:11:30: Ich sag dir direkt das wird die Aufgabe heute des Abends.
00:11:34: Ich muss mal Luft holen.
00:11:36: Du auch am besten?
00:11:37: Nein.
00:11:38: Ich atme seit langem durch den Baum.
00:11:40: Du
00:11:40: hast eben gesagt, du hast mehrere Leute gefragt oder ... Hast ja mit den Frauen begonnen, aber dann halt mit weiteren Geschichten an der Stelle gearbeitet.
00:11:50: Ja.
00:11:51: Ist das wissenschaftlich hinterlegt?
00:11:54: Ja, ganz genau.
00:11:55: Also nicht ich habe diese Studie gemacht, sondern Ambiguität-Kohrenz ist alles wissenschaftliche anhand von großen Studien belegte.
00:12:06: Das kann man nachvollziehen.
00:12:08: Wir müssen uns natürlich fragen... Das ist ja alles total abstract was du erzählst!
00:12:13: Warum tun wir uns denn tatsächlich so
00:12:15: schwer?!
00:12:16: Was ist das große Problem dann an neuen Aufgaben?
00:12:18: Die müssen ja nicht immer total dramatisch sein.
00:12:21: Alltag ist wichtig für uns, weil er ist strukturiert und deswegen effizient.
00:12:27: So wer von euch hat ihr Kinder?
00:12:31: Ja ich habe auch vier von denen ich eben weiß, es ist ja eben schon so ganz interessant erzählt worden.
00:12:35: Zwei davon wohne noch bei mir!
00:12:36: Wie sieht's denn bei euch aus?
00:12:38: Morgens um sechs stehe ich persönlich auf Dann trink ich mir die erste Tasse Kaffee, dann hab' ich den Mut ins Kinderzimmer zu gehen und die Kleinen zu wecken.
00:12:45: Zwei Studierend schon!
00:12:46: Deswegen habe ich nur noch zwei.
00:12:48: Ja du wirst das auch noch, wenn wir nur kleine Kinder hast?
00:12:50: Dann weckt man sie zwei-dreimal mit sehr liebevollen Worten... ...dann fängt man an zu schreien.
00:12:56: Und irgendwann zieht man die hinter sich aus dem Zimmer raus,... ...denn versuch' ich so ein einigermaßen gesundes Müsli in die reinzuzwirbeln.
00:13:03: Und äh.. dann geht's ja dann schon in die Institutionen, ne?
00:13:06: Das heißt, man bringt die Kleine zum äh zur Schule Und den ganz kleinen bringen wir dann zur Kita.
00:13:12: Vor der Kita fällt mir oft aus, dass der kleine wahrscheinlich gar nicht kitafähig ist.
00:13:17: D.h.,
00:13:17: da wo die Erzieherin uns nicht sieht wird der Kleine so präpariert mit Nase putzen und Gesicht abwischen ... Dann geht er so rein!
00:13:27: Man selber rennt weg!
00:13:29: Damit ihr Erziehern einen nicht kriegt macht das Handy für eine halbe Stunde raus.
00:13:33: Ja kennt jeder!
00:13:34: So...
00:13:36: Dann fährt man zum Job, man hundelt sich durch, dann holt man den Kleinen wieder ab kriegt einen mega Anschiss von der Erzieherin, weil man den Kleinen so reingegeben hat.
00:13:43: Man holt die Große ab und fährt zu Sportunterricht Musik-Unterricht, Abendessen ... Während der Woche gibt's noch was mit Vorlesen.
00:13:49: Am Wochenende gibt es den Film, den Familienformen, Ab ins Bett heier machen.
00:13:55: Geil!
00:13:55: Alltag effizient strukturiert passiert jeden Tag das Gleiche.
00:13:59: Im selben Moment, wenn ich morgens reinkomme um ein kleiner Fieber hat oder erbrochen, du kannst das alles nachvollziehen, ne?
00:14:05: Es ist furchtbar.
00:14:06: Was passiert in deinem Hirn?
00:14:07: Ich muss doch umdenken.
00:14:09: Ja, ich muss meine Manöver durchbrechen.
00:14:11: Ich muss Muster ändern, Perspektiven wechseln!
00:14:14: Als erstes mein Kleinen, mach' ich mir Sorgen, weil er ist krank.
00:14:16: Dann muss man Chef anrufen und sagen, ich komm jetzt für drei Tage nicht, weil ich muss mich um meinen kleinen kümmern.
00:14:21: Der Chef schon ... Na ja okay, der Kleiner hat natürlich Vorrang und man hört an der Stimme schon Scheiße.
00:14:26: findet der das.
00:14:27: Während ich merke dass er das scheiße findet, fällt mir ein.
00:14:30: Ich werd als nächstes krank werden.
00:14:32: Sag ich's ihm jetzt oder sag ich es ihm im nächsten Telefonat erst?
00:14:36: Es is furchtbar Perspektive wechseln und darum geht es jetzt.
00:14:40: Wir müssen lernen, unseren
00:14:43: Hirn
00:14:43: so flexibel zu halten damit wir mit das war ja jetzt eine ganz einfache neue Situation aber auch mit schweren Situationen besser umzugehen.
00:14:51: da sind wir bei Neurogener Plastizität bevor du reinkommst.
00:14:54: Das geht soweit!
00:14:58: Das geht Soweit dass man weil wir Unerwartetes hassen Ja Es gibt ein Studie Da ist Man So Zu Staaten Kerlen hingegangen Junge Kerle tierisch Gebaut Dann hat man die so verkabelt, dass man denen einen Stromschlag geben konnte.
00:15:12: Da haben wir den Folgen des Angebots gemacht.
00:15:14: Man hat gesagt, pass mal auf Jungs!
00:15:16: Folgendes Angebot.
00:15:17: Punkt drei Uhr kriegt ihr einen Strom- schlach der ist so hart da liegt ja alle hier hinter dem Kautstühlen oder irgendwann am Tag aber ihr wisst nicht wann kriecht er einen leichten Stromschlach Aber ihr wisste einfach nicht wann der kommt.
00:15:32: Wofür haben sich die Kerle entschieden?
00:15:35: Drei Uhr.
00:15:35: Ey,
00:15:36: Punkt drei laden die alle auf einem Haufen Weil wir es nicht mögen, aushalten können.
00:15:41: Wir sind bei dem Thema Neurogene Plastizität.
00:15:43: Du hast das Wort!
00:15:45: Also ich stelle mir gerade so vor ... Ich habe eben schon gesagt, ich komme aus dem Sport und da ist das natürlich mit dem Thema Krisen oder unvorhersehbare Ereignisse ja eine Sache.
00:15:57: Und das war auch meine Frage gewesen wie kannst du denn das planen?
00:16:02: Also an der Stelle.
00:16:04: Ich kann ja nicht die Krise planen, aber ich kann den Umgang damit planen und mich darauf vorbereiten.
00:16:08: Genau!
00:16:08: Und jetzt geht es um das Thema Neurogene Plastizität.
00:16:11: Es geht darum dass ich mein Hirn immer flexibel halten muss um sowas gut verarbeiten zu können, um sofort sobald ein Problem kommt eine unerwartete nicht erwünschte Aufgabe versuche diese Aufgabe aus verschiedenen Perspektiven anzugehen und das ist furchtbar schwierig.
00:16:26: Das können wir nicht gut, das habe ich schon erzählt.
00:16:28: Neurogene Plastzität bedeutet sich jeden Tag in unserem Hirn Millionen von Nerven neu bilden, zack die gehen so hoch.
00:16:36: Die suchen sich andere Nerven dann werden sie napsen eingegangen Verbindungen Autobahnen aufwarten abwarten Landstraßen.
00:16:42: das Problem ist Kinder und Jugendliche sind da drin Meister.
00:16:46: deswegen können diese gut lernen.
00:16:48: bilingual werden die erzogen Ja, die können komplexe Bewegungsabläufe sofort nachvollziehen.
00:16:54: Je älter wir werden, desto weniger können wir das weil die Neurogene Plastizität abnimmt.
00:17:00: und hier ist das Alter tatsächlich relativ.
00:17:02: Das fing nämlich ab dem achtundzwanzigsten Lebensjahr an.
00:17:06: Oh!
00:17:08: Ihr könnt euch darauf vorbereiten.
00:17:09: wie machen die meisten das um am Alter kognitiv fit zu sein?
00:17:12: Die einen rechnen so Doku, die anderen machen Kreuzverdreht sind völlig richtig.
00:17:20: Dazu kann man nur Folgendes sagen, wenn ihr euch für das Alter kognitiv fit zu bleiben mit Sudoku-Rechen und Kreuzwortretzel vorbereitet.
00:17:27: Dann werdet ihr am Alter sehr gut sein im Sudoku Rechen und Kreuzwortrettel lösen... ...und sonst ist da gar nichts mehr!
00:17:35: Das ist viel zu wenig!
00:17:36: Wir wollen unser Hirn da viel mehr trainieren.
00:17:39: Im Alter müssen wir es in kurzer Ausschauern.
00:17:41: Wir sind gleich wieder bei dir im Thema.
00:17:43: Wir müssen neugierig bleiben im Alter.
00:17:45: Wir müssen Sprachen lernen, wir müssen Instrumente lernen und das Wichtigste sozial immer noch mit interagieren!
00:17:52: Das was früher gang und gäbe war, Oma und Opa passen auf die Enkel auf... ...das war eigentlich sensationell während Mama und Vater arbeiten gehen weil sich einfach alle Generationen gegenseitig ein unfassbar viel gegeben haben.
00:18:05: Sozial ist miteinander, soziale Isolation.
00:18:07: Einsamkeit im Alter ist tödlich!
00:18:09: Damit ist die Neurogene Plastizität kaputt.
00:18:11: Aber ihr könnt auch jeden Tag was kümmern... Pass auf!
00:18:14: Äh vier Dinger, darf ich kurz für Dinger?
00:18:17: Habe ich vorbereitet, die Frage.
00:18:18: Danke!
00:18:19: Willst du mich das schnell fragen?
00:18:20: Komm
00:18:21: raus.
00:18:22: Also hast ja mehrere Themen angesprochen auch in deinem Buch ... Du hast nur Bewegungen gesprochen.
00:18:27: zu einem Punkt, soziale Bindung, da wolltest du ja grad mit loslegen... Nein
00:18:30: nein nein, ich will mit vier kleinen Tipps loslegen.
00:18:32: Okay dann los.
00:18:33: Das war doch keine Frage.
00:18:36: Okay, pass auf.
00:18:36: Ähm, Zähne putzen heute Abend.
00:18:39: Wer putzt von euch Zähnern oder alles so?
00:18:45: Okay, heute Abend zähne Putzen Nicht mit der führenden Hand, sondern mit der schwachen Hand auf einem Bein.
00:18:50: Ziel muss es sein, Zähne müssen sauber werden und der Pachtner pachte und darf nicht verletzt werden.
00:18:56: Ab heute!
00:18:57: Dann Nummer zwei.
00:19:00: Morgenfühl.
00:19:02: Da hab ich das ... Muss ich sitzen bleiben?
00:19:04: Darf ich das vormachen?
00:19:05: Ist das okay?
00:19:07: Ich mach kurz ja... Also morgenfühl!
00:19:09: Ähm, ihr habt Angestellte.
00:19:12: Einige haben Angestelte ne?
00:19:14: Zeig mal wer hat angestellt hier?
00:19:16: Top so pass auf Die letzten hundert Meter morgen früh, wenn euch die Angestellten aufsehen.
00:19:22: bitte so zur Arbeit.
00:19:26: Ihr könnt dabei winken!
00:19:30: Das ist extrem wichtig für eure neurologische Plastikität und ich schwöre euch, die Arbeitnehmer werden es mögen.
00:19:35: Dann Nummer drei Wenn ihr einkaufen geht in eurem Einkaufsladen große Einkauf ist geplant Bitte nicht mehr vom Eingang.
00:19:47: Ihr geht von der Kasse aus los.
00:19:49: Ja
00:19:50: das ist für die meisten nicht möglich.
00:19:53: Und wenn ihr dann nicht in der Abteilung für Kleintierfutter verendet seid.
00:20:00: Dann nehmt ihr fünf Nahrungsmittel, die ihr noch nie gekauft habt und tut sie in den
00:20:03: Wagen!
00:20:04: In Euren Wagen... ...und jetzt kommt vier.
00:20:08: Das ist aber schon echt.
00:20:09: da sind wir jetzt aber schon high-end.
00:20:10: Also
00:20:11: bei drei würde ich mitmachen.
00:20:12: Pass
00:20:12: auf, jetzt kommen vier.
00:20:13: Drei
00:20:13: mache ich regelmäßig.
00:20:15: Ah ja?
00:20:15: Geil!
00:20:16: Man hat immer wieder neue Dinge gefangen, sonst war das gleiche gekauft.
00:20:19: Mach' ich ganz oft.
00:20:20: Ich lande immer beim Bier, aber egal.
00:20:22: Wichtig ist dass man's auch findet.
00:20:25: Fürcht es, alle Mädels hier heute Abend?
00:20:27: Wenn ihr nach Hause kommt und ihr lasst diesen Abend Revue passieren.
00:20:31: Ihr sitzt da mit eurem Kerl vielleicht noch so ein Glas Wein ... Ihr fangt von jetzt auf gleich Streit an!
00:20:37: Vollemöre Streit!
00:20:38: Ihr schreitet ihn runter!
00:20:39: Der weiß immer hoffentlich über wie ihm passiert!
00:20:41: Volle Möhre auf den Kerl drauf!
00:20:43: Und irgendwann wenn er in so im Brunnalhaltung unter dem Waschbecken liegt dann sagt dir vielleicht hast du doch recht Das werdet ihr nicht schaffen.
00:21:00: Das ist Streitkultur, zwei Punkt Null.
00:21:03: Weil ... Pass auf und da bin ich auch schon wieder fertig!
00:21:05: Es ist so wichtig diese Perspektive zu wechseln.
00:21:07: Ihr kennt doch alle der Filme der Weiße Hai, oder?
00:21:10: Schaut den mal von hinten an!
00:21:12: Rückwärts!
00:21:13: Da ist das ein ganz lieber Fisch... Der bedürftigen Arm-und Beine schenkt.
00:21:19: Es ist einfach nur ein Perspektivwechsel.
00:21:24: So!
00:21:28: Jetzt
00:21:28: zurück zum Fall.
00:21:30: Ja.
00:21:32: Was hat es mit Mut
00:21:33: zu tun?
00:21:35: Dadurch, wenn du das immer wieder trainierst hast du eine Flexibilität die dich dazu bringt dass du wenn du ein Problem bekommst dieses problem sofort anfängst von verschiedenen Perspektiven aus zu beleuchten.
00:21:48: Noch mal unser Problem ist der Alltag.
00:21:50: sobald wir aus dem alltag rausgerissen werden das ist unsere Konfortzone Dann sind wir hilflos, weil es anstrengend ist und wir das nicht regelmäßig trainieren.
00:21:58: Mit diesen vier wirklich kleinen Dingern, die klingen lustig!
00:22:01: Aber wer das regelmäßig macht, der wird feststellen dass er einfach schneller auf unarbeitete Situationen besser reagieren kann.
00:22:08: Also meiner Frau mal rechtzugeben, das habe ich schon mehrfach probiert... also ich sagte mal oh hier ein Kreuzchen im Kalender, komm hoffensichtlich.
00:22:15: Pass auf, das ist jetzt natürlich, hab das lustig erzählt.
00:22:18: aber in einer Streitkultur wenn zwei Erwachsene sich streiten tatsächlich zu versuchen Die Meinung des anderen während des Streites anzunehmen und einfach mal für sich so objektiv wie möglich zu überprüfen, ob die vielleicht auch richtig sein könnte bringt jeden Streit auf ein anderes Niveau.
00:22:37: Du findest viel schneller eine Lösung weil einfach nur solche Moves, Lösungsansätze bilden.
00:22:43: Wenn du immer wieder sagst aber ich habe recht, würdest du niemals eine Lösung finden?
00:22:46: Aber nochmal das sind wirklich... Ich hab jetzt mit Kleinigkeiten angefangen.
00:22:49: wir haben mir gleich die Möglichkeit vielleicht noch mal zu den großen Skill zu kommen womit wir aber schon ganz viel jeden Tag tun können um die neurologene Plastizität zu trainieren und die wiederum ist Grundvoraussetzung für ein flexibeleres Gehirn und das flexibere Gehirne ist wiederum Grundvaraussetzung um mit unerwarteten Situationen mutiger umzugehen.
00:23:08: Das schließt sich tatsächlich meine Folgefrage an, wenn ich jetzt mal an das Unternehmen denke.
00:23:14: Wir haben ja den einen oder anderen Unternehmer hier, wir haben zwei auf den Sofas und auf den Sisseln sitzen.
00:23:21: aber sind noch weitere vielleicht im Raum ... Die brauchen ja Mut zur Entscheidung, unternehmerische Entscheidungen, Mitarbeiterentscheidung, Investitionen usw.
00:23:33: Wo sehen Sie oder siehst du da besonders viel Mut dann im Unternehmertum in der Rolle als Unternehmer?
00:23:41: Oder wie siehst Du das?
00:23:42: Also
00:23:44: wenn mich jetzt so fragst, ist ja zum einen Unternehnertum oft auch eine wirtschaftliche Entscheidung fertig.
00:23:50: Muss ich selber machen, ich bin mittlerweile auch Unternehmer geworden.
00:23:54: Ich war bis vor kurzem, deswegen darf ich euch kurz korrigieren.
00:23:57: Doch am Sanatlinikum Oberarzt mittlerweile bin ich auch im niedergelassenen Bereich.
00:24:02: Das heißt, ich habe jetzt Verantwortung gegen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin.
00:24:06: Ich versuche natürlich ... Ich nenne das mal positiv beleuchtet Ideologie des Gesundheitswesens so zu verteidigen in den Praxen wie ich das für möglich und notwendig halte.
00:24:21: Nicht, dass so trotz ist hier auch wieder und da sind wir wieder bei dem Thema Flexibilität.
00:24:26: mein Hören gefragt.
00:24:27: Das heißt ich versuche natürlich alle Anforderungen die ich habe und meine Angestellten haben viele Anforderung in an mich nicht sofort abzubügeln sondern erst mal zu hinterfragen.
00:24:39: könnte dann nicht eine gewisse Sinnhaftigkeit hinter sein und was würde sich daraus langfristig gegebenenfalls auch für die Praxen an positiven ergeben?
00:24:47: Weißt du was ich meine?
00:24:49: Ja also das heißt So absurd auch manche Forderungen kommen nicht, sondern die kommen ja tatsächlich mit Bitten oder Verbesserungsvorschlägen.
00:24:57: Die hinterfrage ich tatsächlich.
00:24:59: wir setzen uns auch regelmäßig zusammen und das kann ich eben auch nur im Handwerk empfehlen dass er sich mit seinen Arbeitnehmern zusammensetzt weil dadurch einfach extrem gute Impulse kommen und ich stelle einfach fest dass wir dadurch zum einen sehr gut zusammenarbeiten und es... Ich habe zwei Praxen gerade aktuell den Praxon im Wachstum extrem gut getan hat.
00:25:20: Du hast eben auch über mentale Stärke gesprochen.
00:25:24: Was kannst du an der Stelle so ein Tipp geben für Handwerksbetriebe oder Handwerker generell mental stark zu sein, um auch Krisen bewältigen zu können?
00:25:38: Handwerke haben ja erst mal Folgendes ... Haben ja einen was ganz Tolles.
00:25:43: Die haben ja einen Werkstolz!
00:25:45: Das heißt wenn die Arms nach Hause gehen dann sehen sie was die gemacht haben und das finde ich toll.
00:25:51: Das habe ich jetzt zum Beispiel nicht immer.
00:25:54: Zu mir kommt ein Patient krank und der geht dann auch krank, das ist schade!
00:25:59: Ich kann hoffen dass im Verlauf das Ganze besser wird.
00:26:01: aber ich sehe nie akut was ich da gerade gemacht habe.
00:26:05: Das ist ein bisschen anders mit meinen Obdachlosen, da erzähle ich nachher noch mal etwas drüber, da hab' ich tatsächlich einen Werkstolz ... ohne dass ich jetzt tatsächlich desrespektierlich gegenüber diesen Menschen sein möchte.
00:26:14: Aber ich sehe sofort, was ich getan habe... ... weil ich ganz aber anders da tätig bin.
00:26:19: Das heißt die werden versorgt von mir,... ...die kriegen Wunder gereinigt und so weiter und so fort!
00:26:23: Das finde ich sehr positive am Handwerk,... ...dass ich wirklich abends nach Hause gehen kann... ...und sofort sehe das hab' ich heute geleistet.
00:26:31: Und alleine sowas gibt er ja auch wieder das Gefühl der Dankbarkeit.
00:26:36: Und Dankbarkeit ist ein ganz mächtiges Tool.... für emotionale Stabilität, meine Lieben.
00:26:43: Das große Problem ist aber wir haben ja total verlernt dankbar zu sein!
00:26:48: Wir sind hier nun noch am Jammern.
00:26:49: in Köln wird man sagen, am Kümen Ja?
00:26:53: Wir wachen morgens auf, es ist so heiß und zu kalt Es ist zu nass und trocken.
00:26:57: Was weiß ich der Partner lebt noch irgendwas.
00:26:59: Wir sind ja immer
00:27:00: nur am Mäckern.
00:27:01: Bald ist schon Weihnachten
00:27:02: Bald is schon Weihnachtin.
00:27:04: Ich hab übrigens schon genascht Lassen wir's mal sein Furchtbar Und das ist schade weil die Dankbarkeit dafür sorgt, dass wir ein geringeres Risiko haben für beispielsweise psychische Erkrankungen.
00:27:18: Dankbarigkeit ist nicht vereinbar mit einer depressiven Verstimmung und es gibt eine sehr tolle Studie.
00:27:25: Da hat man hingegangen, das waren Patienten, die schwerste Herzkranken waren austherapiert und da gab's keine medikamentöse Eskalation mehr, da gab es keine operative Eskalationsmärkte.
00:27:37: Dann hat man gesagt, okay wir messen jetzt die Herzkraft.
00:27:40: Das hat man getan, echokardiografisch und da mussten sie ab da einen Dankbarkeits-Tagebuch schreiben.
00:27:46: Einfach kurz aufschreiben für was bin ich dankbar?
00:27:49: Und dann hat man nach acht Wochen wieder gemessen!
00:27:52: Die Herzkraft war signifikant gestärkt ohne dass man an der ansonsten die Therapie was geändert hat.
00:27:58: Nichts körperliches gemacht
00:27:59: nichts.
00:28:00: Sie haben nur dieses.
00:28:01: aber das zeigt noch mal Gesundheit fängt im Kopf eigentlich fängt es in der Seele an.
00:28:06: Ja also, die Gesundheit fängt eben dann an wenn du emotional stabil bist.
00:28:11: Und ich kann da nur sagen das ist... Ich habe das vor zwei Jahren hier schon mal erzählt Es ist kindlich.
00:28:16: aber probiert es einfach mal aus.
00:28:18: Wenn ihr merkt oder ihr wacht morgens auf und ihr habt das Gefühl boah heute wird echt ein übler Tag Dann einfach mal acht Bonbons in die rechte Rosentasche!
00:28:27: Und immer dann wenn euch eine gute Situation an diesem Scheiß-Tach wiederfährt für die ihr dankbar seid wandert ein Bongbong in die linke Hosentasche.
00:28:36: Die dürfen nicht zu lecker sein, das war für uns das Ergebnis!
00:28:41: Aber schaut doch bitte abends mal nach wie viel Bongbongs tatsächlich in der linken Hosentrasche gelandet sind.
00:28:47: denn wir gefühlt an so einem miesen Tag haben oft so viele schöne Situation und alleine dass wir jetzt hier heute in dieser Runde sitzen dürfen ja mein tolles Publikum etat.
00:28:55: dafür kann man doch mal dankbar sein oder?
00:28:58: Also das würde ich den Handwerker mitgeben.
00:29:05: Wenn du jetzt schon die Runde ansprichst, dann geh ich mal kurz ...
00:29:09: Sehr gerne.
00:29:09: Und da hast du eine kurze Luftpause und komm wieder!
00:29:15: Keine Sorge.
00:29:17: Zu meiner Linken sitzt die Katja.
00:29:20: Katja ist nicht Handwerkerin aber sie ist Unternehmerin aus einem besonderen Grund, aus einer besonderen Geschichte.
00:29:31: Erst mal vielen Dank, dass du heute zur Verfügung stehst und auch mit mir sprichst in dem Fall oder mit dem Publikum sprichste.
00:29:38: Was ist deine Geschichte?
00:29:40: Ja herzlich willkommen.
00:29:41: genau also schön, dass ihr alle da seid.
00:29:44: und erstmal bevor ich anfange möchte ich mich erst einmal bei den Leuten bedanken die mich dafür vorgeschlagen haben meine Geschichte zu erzählen.
00:29:51: das war nämlich nicht meine Idee sondern einige Menschen aus meinem Umfeld fand es besonders mutig was ich da gemacht habe.
00:29:59: Ich selber habe das gar nicht so empfunden, ich hab es nämlich irgendwie einfach nur gemacht.
00:30:03: Ja also bei mir ist es so dass mein Ehemann einen Dachdeckerbetrieb hat und der ist vor sieben Jahren ganz plötzlich an einer Lungenambulie Sonntagsmittag im Büro verstorben.
00:30:18: Wir hatten damals oder wir haben zwei wundervolle Kinder.
00:30:21: die waren damals noch sehr sehr klein.
00:30:23: Mein Sohn war vierzehn Monate da konnte nicht mal laufen und meine Tochter war sieben Jahre alt.
00:30:28: Ja, also das war so die Grundsituation.
00:30:30: So und dann haben wir damals gesagt Mir war es halt wichtig so viel wie möglich diesen wundervollen Mann zu erhalten.
00:30:38: Und da diese Firma sein Lebenswerk war Also er hat die Firma selber gegründet mit einem mann angefangen Mit zwei weiter mit drei weiter.
00:30:46: also dass war wirklich seine lebensaufgabe Dachdeckermeister zu werden.
00:30:50: und Dann habe ich gesagt Wie kann Ich Das Für Die Geld die Kinder am besten schaffen, wenn ich diesen Betrieb von Papa einfach weiterführe.
00:30:57: Und so bleibt er immer in aller Munde.
00:30:59: Ich kann jeden Tag mit den Kunden über meinen Mann sprechen.
00:31:03: Immer noch nach sieben Jahren ist das so!
00:31:05: Also das ist richtig toll und das ist auch eine Sache, die mich glaube ich glücklich gemacht hat.
00:31:08: Ich habe mich also nicht zu Hause hingesetzt und hab einfach nur geheult.
00:31:11: Das konnte ich erst mal nicht bringen wegen den Kindern.
00:31:14: Die hätten ja dann auch einen Knacks weggekriegt.
00:31:16: Wir haben einfach gesagt kommen wir machen weiter.
00:31:18: und als er im Krankenhaus lag da... gesehen lebend, also es war ich war nicht zu Hause und das ist zuhause passiert.
00:31:27: Und dann bin ich zu ihm hin und habe ihn geküsst und hab ihm einfach nur komischerweise versprochen dass alles so bleiben wird wie wir uns das gewünscht haben zusammen oder aufgebaut haben.
00:31:35: Da habe ich natürlich nicht an die Firma gedacht.
00:31:37: da habe ich daran gedacht ich bleibe mit den Kindern in unserem Haus es bleibt alles so wie's ist und genau.
00:31:43: und dann bin Ich irgendwie Zu hause angekommen.
00:31:46: Und dann war ein Monat später schon die Weihnachtsfeier.
00:31:49: und dann habe ich gedacht, naja, die Jungs haben ja das ganze Jahr irgendwie auch fleißig gearbeitet.
00:31:53: Natürlich machen wir trotzdem die Weihnachtsfeier!
00:31:55: So...
00:31:57: Und dann hab' ich mit den Jungs gesessen Wir haben viel geweint, wir haben gekegelt, wir ham gegessen und dann hab ich am Anfang der Weihnachts feiern eine Rede gehalten und hab gefragt, Jungs könnt ihr euch das irgendwie vorstellen?
00:32:07: Mit mir weiterzumachen?
00:32:09: Ich sag', ich hab überhaupt kein Plan von dem was wie ich dort schon tue Aber vielleicht schaffen wir das.
00:32:13: Ihr seid hier alle super, ich kenne euch jahrelang Ja, und dann haben wir getrunken gegessen.
00:32:17: Und nach vier Stunden oder so habe ich gefragt.
00:32:19: Ich so ja Jungs, ich hab euch eben was in die Frage gestellt?
00:32:23: Und dann sagte der jenige langjährigste Mitarbeiter, der jetzt übrigens auch der neue Meister der Firma ist.
00:32:28: Der hat also seine Meisterschule noch angetreten.
00:32:31: ohne meister hätten wir nicht weitermachen können.
00:32:34: Er hat gesagt Katja Wir haben nicht eine Sekunde darüber nachgedacht das Nicht zu tun.
00:32:38: Ist alles klar!
00:32:39: Wir sehen uns Montag und ja Dann hat es irgendwie angefangen und dann bin ich da so reingeraten.
00:32:44: So ist das passiert.
00:32:55: Nun, erzählst du das jetzt ja so einfach und offen?
00:33:00: Und was waren deine ersten Gedanken dann überhaupt als es damals passierte?
00:33:07: Also du wirst ja nicht erst bei der Weihnachtsfeier darüber nachgedacht haben wie es weitergehen
00:33:12: könnte.
00:33:12: Nein!
00:33:13: Genau.
00:33:13: also das war natürlich erstmal wie ein Film.
00:33:16: Also ich habe erst mal auch nur funktioniert, ich würde sogar behaupten die ersten zwei Jahre.
00:33:21: Ich hatte zwei Kinder, die hier ihren Vater gerade verloren hatten.
00:33:25: es war übrigens auch zwei Monate bevor Corona das erste Mal im Radio kam also dieser Begriff Corona der war damals noch gar nicht da als was passiert ist.
00:33:33: Es waren so ganz viele Steine die einem da in den Weg gelegt wurden und Ja, ich weiß gar nicht so genau.
00:33:40: Ich habe wirklich einfach nur gedacht, komm, wieso soll ich das nicht schaffen?
00:33:45: Das haben doch andere irgendwie auch schon geschafft.
00:33:47: also... ...ich bin zwar keine Dachdeckerin und ich hab keinen Plan aber ich habe wirklich super Jungs.
00:33:51: die konnte man immer los schicken!
00:33:53: Also auf Deutsch gesagt sie machen aus scheiße Gold.
00:33:55: wenn die wiederkommen ist jeder Kunde zufrieden.
00:33:57: ja echt hier mein Flachdach kaputt dann oh toll geworden.
00:34:00: jeder kunde war irgendwie zufriedene.
00:34:02: Kann ich das auch, ein bisschen organisieren?
00:34:06: Das kann ich ja.
00:34:06: Das habe ich vorher beruflich gemacht.
00:34:08: Ich war Assistenz der Geschäftsleitung das erste Jahr.
00:34:11: Also ich hab das erste Ja tatsächlich meinen Beruf noch weitergemacht weil ich ja noch nicht wusste klappt das mit der Firma.
00:34:17: darf ich das überhaupt alles?
00:34:18: die Handwerkskammerung super geholfen.
00:34:20: also ich habe jetzt eine Karte.
00:34:21: da steht drauf Dachdeckermeisterin Katja Meier zu Hücker stimmt ja gar nicht
00:34:25: nur
00:34:25: damit ich es auch darf.
00:34:27: Also die haben mir wirklich, und die Innung auch.
00:34:29: Die hat mich wirklich krass unterstützt.
00:34:31: also das hatte ich gar nicht erwartet und ich habe am Anfang auch wirklich gedacht woher die anderen Dachdecker sind?
00:34:35: ja viele Dachdäcker in Detmold.
00:34:37: Ich dachte erst boah die denken doch all die Alter hat doch den Schuss nicht gehört.
00:34:40: aber die haben wirklich...ich hab nach und nach gefragt dem alle gesagt gerade geil dass du das machst Und ich konnte jeden anrufen ich konnte jedem meine Frage stellen jeder hat mich unterstützt.
00:34:51: Die wollten irgendwie, dass wir auch weitermachen und das ist halt unsere besondere Geschichte.
00:34:54: Wir sind vielleicht nicht so das Wirtschaftsunternehmen wie manche andere aber wir freuen uns wenn der Kunde nachher glücklich ist und dann gesagt ja... Und ich habe das für meinen Mann ein bisschen ... Der war auch so!
00:35:04: Deswegen habe ich gesagt...
00:35:05: Aber eigentlich bist du ein Paradebeispiel.
00:35:08: Du bist genau das Parade-Beispiel, was ich ja gerade erzählt hab.
00:35:10: Du glaubst an dich?
00:35:11: Das ist diese Selbstwirksamkeit.
00:35:13: Genau!
00:35:14: Du bist relativ lebensgelassen.
00:35:16: So habe ich das zumindest jetzt gerade empfunden.
00:35:18: Aber du warst mindestens die Neurogene Plastizität.
00:35:21: Es bei dir wurde extrem ausgeprägt und dass du nämlich sofort in der Lage warst quasi einen Lösungsansatz zu finden.
00:35:27: Und vielleicht auch ein Glaube, dass es schon irgendwie gut werden wird.
00:35:30: Ja, also ich liebe mein Leben tatsächlich.
00:35:33: Mir scheint manchmal morgens die Sonne aus dem Arsch ... Ich springe meine Kinder genau wie du in die Kita und in die Schule.
00:35:39: Was machst du denn in dir aus?
00:35:40: Nee das geht nicht!
00:35:42: Das klingelt zu oft leider am Tag.
00:35:44: Also das ist durch diesen Betrieb halt so.
00:35:46: mich rufen jeden Tag ... ... zwanzig bis fünfzig Menschen an den Dachschaden haben.
00:35:50: Da muss sich
00:35:52: mich erst mal... Was ist mit ihren
00:35:53: Häusern?!
00:36:00: Da musste ich mich als Erstes dran gewöhnen.
00:36:03: Jetzlich
00:36:03: hartisch bist du auch noch unterwegs?
00:36:05: Ja, manchmal ... Aber das ist irgendwie toll!
00:36:07: Ich liebe das gerade wenn ältere Kunden anrufen und können sie jederzeit machen.
00:36:11: Mittlerweile bin ich erst hingezogen nach Deadmold, mittlerweile kriege ich in jedem Haus einen Kaffee, wenn ich die Zeit hätte.
00:36:18: Toll, Respekt.
00:36:19: Danke schön.
00:36:26: Katja hattest du zu irgendeinem Zeitpunkt auch Zweifel?
00:36:32: Ja.
00:36:33: Nicht nur zu einem Zeitpunkt, also obwohl.
00:36:37: Also ja ich habe manchmal darüber nachgedacht was mache ich da jetzt gerade eigentlich für den Scheiß?
00:36:43: Das habe ich wirklich zwischendurch.
00:36:47: Die Firma ist jetzt doppelt so groß muss man sagen.
00:36:49: wir waren am Anfang sechs Personen mittlerweile sind wir zwölf.
00:36:52: Ich hab vor zwei Jahren einen Dach der KW-Kran gekauft die nicht mal fahren darf.
00:36:58: Als alleine jetzt in der Mutter kaufen wir so Dinge, wo ich gar nicht weiß was mache ich da eigentlich mit.
00:37:02: Aber die Jungs haben sich den gewünscht.
00:37:04: So
00:37:05: kauf' ich?
00:37:06: Kein
00:37:07: Problem!
00:37:07: Und ein Ölchel muss man erfüllen, ne?
00:37:12: Genau.
00:37:13: Den haben wir natürlich auch schönstmöglich beklebt.
00:37:14: Da steht drauf Wir halten nicht nur dich sondern wir lassen sie auch nicht hängen Kommt immer ganz gut an.
00:37:20: Ja, und dann habe ich natürlich teure Maschinen gekauft die ich überhaupt selber gar nicht bedienen kann und ja so mehrere Sachen die mich da am Tag manchmal aus der Ruhe bringen.
00:37:31: aber trotzdem weiß ich die Jungs sind toll und die wissen genau was zu tun ist und warum sollen sie das dann nicht kriegen?
00:37:37: um ein gutes Handwerk zu auszuüben braucht man auch gutes Werkzeug.
00:37:42: Ich kann mich auf die tausendprozentig verlassen.
00:37:44: Also es gibt so ein ganz schönes Beispiel, da war ich selber im Urlaub.
00:37:47: also ich fahre übrigens sehr gerne in den Urlaub.
00:37:50: Ich brauche immer kleine Momente, die ich mir schaffe, die mich glücklich machen.
00:37:54: Das ist mein Rezept und wenn was eine Kleinigkeit ist aber ich freue mich dann vier Tage drauf und dann mache ich das.
00:38:01: Und das war natürlich am Anfang nicht so oft, wenn die Kinder noch so klein waren wie gesagt Corona ständig in Quarantäne.
00:38:06: Es war ne Vollkatastrophe am Anfang Aber jetzt lebe ich halt auch wieder.
00:38:12: Ja, was wollte ich denn jetzt überhaupt erzählen?
00:38:14: Du wolltest erzählen, was die Handwerker gemacht haben als du im Urlaub warst.
00:38:16: Genau das war richtig toll!
00:38:17: Das war wirklich so ein Schlüsserlebnis, das war relativ am Anfang.
00:38:21: Da hatte mein Meister einen Hausentaschen-Anruf und dann habe ich die eine halbe Stunde belauscht und da war ich also ganz weit weg... Ich weiß gar nicht wo ich war irgendwo im Ausland.
00:38:31: Und dann haben die eine halbe Stunde, konnte ich dir hören wie die nach Feierabend eigentlich.
00:38:35: Eine halbe stunde alle intensiv gesprochen haben.
00:38:38: wer fährt morgen wohin?
00:38:40: Was brauchen wir für ein Material?
00:38:42: Wie können wir dieses Problem lösen?
00:38:43: und das hat mir jetzt echt krass.
00:38:45: Die machen es einfach in die haben schon feierabende reden die ganze zeit noch von der arbeit.
00:38:49: was habe ich für ein team?
00:38:51: also?
00:38:51: und da hab ich gesagt alles klar Das machen wir so.
00:38:54: Ich musste nicht einmal Misstrauen haben oder ... Ja, also es ist wirklich ... Und ich sage übrigens jeden Tag ... Danke!
00:39:03: Also das hat man eben, ne?
00:39:06: Jeden
00:39:06: Abend bin ich da.
00:39:08: Genau.
00:39:09: Weil das ganz wichtig ist diese Wertschätzung und weil ich auch wirklich ohne die einfach das alles gar nicht machen könnte.
00:39:16: Ohne die wäre ich nichts.
00:39:18: Du hast ja eben gesagt, dass war unum bei Corona.
00:39:23: So, in dem Zeitraum.
00:39:25: Ist das ja gleich noch mal eine andere Krise gewesen?
00:39:27: Also nicht nur die persönliche Krise unter
00:39:31: Familiengesicht
00:39:32: und Trauer, sondern natürlich auch unternehmerischen Gesichtspunkten
00:39:36: nochmal.
00:39:36: Ja genau!
00:39:38: Das war eigentlich alles so schief gelaufen was schief laufen konnte an der Einzung im gleichen Zeitpunkt.
00:39:43: Und wir hatten jetzt dieses große Glück dass wir außerhalb des Hauses arbeiten und tatsächlich mit den meisten Kunden ausmachen konnten.
00:39:52: Wir gehen von außen aufs Dach, wir bauen dann Gerüstin oder was auch immer und dadurch konnten wir trotzdem unseren Job Gott sei Dank weiteraushüben.
00:40:00: also uns hat Corona nicht gestört bis auf das ich ständig mit den Kindern zu Hause gegangen habe und gar nicht das Haus verlassen durfte und ich aber Gott sei dank da alles telefonisch regeln konnte.
00:40:10: Also, und die Jungs haben dann weitergekämpft.
00:40:12: Ich glaub ich war neun Wochen in Karatine.
00:40:15: Das war fürchterlich!
00:40:16: Und dann mit der Trauer und diese kleinen Kinder noch ... Oma Oper durften uns nicht mal besuchen nebenan und wir wohnen auf einem schönen großen Bauernhof.
00:40:22: also meine Schwiegereltern.
00:40:24: Die durften nicht mal zu uns rüberkommen.
00:40:26: das war schon eine große Belastung dass man da so ganz alleine war.
00:40:28: Dann war ich auch in meinen Gedanken natürlich verloren.
00:40:30: aber da hab' ich auch Pläne geschmiedet.
00:40:32: Ich habe die Zeit genutzt.
00:40:33: Sicherheit hast du eben gesagt?
00:40:35: Auch das war im Vorgespräch ein Thema In Sicherheit finanziell, wir haben eben gehört.
00:40:47: Unternehmer müssen auf wirtschaftliche Situationen achten und haben höchstmögliche Verantwortung.
00:40:52: Du hast zwölf Mitarbeiter in Anführungsstrichen in Verantwortung.
00:40:59: Das Thema Sicherheit ist ein ganz wichtiger Aspekt wo auch Mut zugehört?
00:41:07: Ja also das war natürlich gut mit meinem Job Bankaufrau gelernt und da kann man so ein bisschen mit Geld umgehen.
00:41:13: Mathe habe ich noch studiert.
00:41:14: danach,
00:41:15: also
00:41:16: so mit Zahlen kann ich... Also ich hatte letztens auch schon eine Prüfung vom Finanzamt.
00:41:19: der hat mir das wiedergegeben und hat gesagt oh er hätte noch nie einen Handwerksbetrieb gesehen mit so einer sauberen Buchführung.
00:41:27: Das kann ich ja!
00:41:28: Und diese Sicherheit, also ich hab halt das Glück dass mein Mann mir wirklich ein ganz gesundes Unternehmen also übergeben hat.
00:41:34: Es gibt es ja auch anders, gerade in den Anfängen aber die Firma war schon so alt eingesessen dass er wirklich sehr vernünftig war und nicht eben einen Bulli nach dem anderen gekauft hat.
00:41:43: Also ja und alle Anschaffungen die ich jetzt mache das mache ich wirklich aus dem was wir auch erst gewirtschaftet haben.
00:41:49: Ich versuche immer ein bisschen keine Schulen zu machen und obwohl mein Steuerberater immer sagt ich muss das weil man dann Steuern spart aber andererseits wenn man viele Steuere bezahlt dann hat man auch viel verdient sagt der auch Also, ja das ist so ein Sicherheit.
00:42:02: Als alleinerziehende Mutter kannst du dich halt nicht soweit aus dem Fenster lehnen und da noch große Sprünge immer machen.
00:42:07: Ich versuche es auf die sichere Variante und das ist auch ganz gut.
00:42:11: Kann ich gut schlafen?
00:42:12: Ja!
00:42:18: Vielen Dank.
00:42:21: Dorgessche eine Frage direkt dazu.
00:42:23: Das Thema Verantwortung zu übernehmen für andere.
00:42:29: Hast du das auch in deinem
00:42:30: Buch
00:42:31: ... Ja, klar.
00:42:33: Aber etwas anderes natürlich.
00:42:34: Na klar!
00:42:35: Also das ist ja jetzt ein Beispiel... Das ist wirklich Schapon, ne?
00:42:37: Muss man sagen.
00:42:38: also ganz wundervoll was du da erzählt hast.
00:42:42: Verantwortung übernehmen findet zum Beispiel im Ehrenamt statt und ehrenamt das ist natürlich die etwas harmlosere Variante weil du ja jederzeit dem Ehrenamter für dir die Möglichkeit hast das Amt zurückzugeben.
00:42:53: ich weiß nicht macht ihr jemand den Ehrenammt?
00:42:56: Ja einige sind es toll und man stellt es glaube ich fest Man tut ja was für eine Sache, man tut etwas für einen Menschen.
00:43:03: Man tut vielleicht auch etwas für Tiere.
00:43:05: Aber dass das immer wieder sage und das erlebe ich ja selber in meinem Ehrenamt ... Ich mache mich seit Jahren stark wie Obdachlose und versuche die eben zu versorgen mit einem großen Team an Ärzten in Köln.
00:43:19: Mittlerweile haben wir Busse gekauft, die zu fahrenden Arztpraxen umgewandelt und können damit auch andere Gemeinden beliefern, eine gute Medizin zukommen zu lassen, weil die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für Obdachlose liegt bei forty-fünf Jahren.
00:43:37: Und das muss man sagen ist eigentlich etwas was nicht hinzunehmen ist.
00:43:41: Ich bin zuständig für so ein Brennpunktplatz.
00:43:44: Das ist der typische Platz in Köln.
00:43:46: Das ist normalerweise im Karneval so eine Hochburg wo Gefeiert wird und Studenten sind.
00:43:50: Da ist aber mittlerweile einer der Haupttreffpunkte Obdachlosen, Junkies.
00:43:57: Also ist auch viel Gewalt und so was das heißt.
00:43:59: da sollten auch die Frauen immer nur in Begleitung von Männern in den Bus tätig sein.
00:44:03: deswegen ist es so meint mit hier geworden.
00:44:05: ich weiß nicht.
00:44:06: wahrscheinlich habe gesagt bei dem Gesicht ist eh alles verloren Der kann dahin.
00:44:10: Ich bin also immer regelmäßig am Zülpie Und ich kann nur eins sagen und ich glaube so geht das glaub ich jedem der Verantwortung übernimmt für andere Menschen.
00:44:17: wenn ich da wieder weg fahre Dann hab' ich wahrscheinlich Für Zuschauer was für andere menschen getan.
00:44:25: Aber eigentlich habe ich was für mich getan.
00:44:26: Und mir geht es saugut danach, und das ist das Schöne am Ehrenamt oder wenn man Verantwortung übernimmt für andere Menschen, für Tiere oder auch Situationen?
00:44:35: Auch da gibt es wieder gute Studien!
00:44:38: Die gezeigt haben... Wenn man tätig ist, wenn man sich einsetzt, wenn Man Verantwortung über nimmt, wenn Mann gerade steht, dann sorgt das wiederum Für eine emotionale Stabilität und senkt Das Risiko für beispielsweise die Depression.
00:44:51: Also das ist etwas, dass lohnt sich und zwar für alle Seiten.
00:44:55: Also...
00:44:58: Ganz einfach!
00:45:01: Also ganz stark um gesundheitliche Aspekt.
00:45:04: Es ist ein gesundheitlicher Aspekt, du tust was für andere aber eigentlich tust du etwas für dich und das doch super besser geht es auch gar nicht.
00:45:11: Das ist win-win Situation?
00:45:13: Es ist eine so win-winssituation.
00:45:15: also morgen bin ich wieder am Zülpe.
00:45:16: ihr könnt gerne mal vorbeikommen gibt mir mal einen Kaffee.
00:45:18: Das ist immer schön.
00:45:21: Ich gehe immer pinkeln gegenüber in so einem schnellen Restaurant, der freut sich immer, wenn ich reinkomme.
00:45:26: Sie haben aber eine schwache Blase!
00:45:28: Vielen Dank für die Information.
00:45:32: Man macht sich das Leben da ja auch so schön und komfortlich, wie es einfach nur geht.
00:45:35: Aber nochmal verantwortlich nehmen und leider... übernehmen nur noch wenige Menschen Verantwortung.
00:45:40: Ich glaube deswegen ist Handwerk auch so toll, weil man ja dann automatisch Angestellte hat.
00:45:44: Man übernimmt einen Auftrag und übernimmt da auch wieder die Verantwortung.
00:45:48: ich glaube deshalb ist das auch etwas... Das bildet auch Charakter und darum ist es einfach ganz wichtig
00:45:55: und ich wünsche
00:45:55: mir zum Beispiel dass meine Kinder mein Leben auch so nachvollziehen können, dass sie sehen Papa über nimmt Verantwortung, über nimmt für uns Verantwortung, der steht gerade, der hält seinen Rücken in den Sturm ins Markt.
00:46:05: drauf herkommt, dass die genauso werden Ist mein Ziel, mal gucken.
00:46:09: Und letztendlich macht das Handwerk ja auch schöne Produkte!
00:46:13: Ja, sind wir wieder am Werkstolz.
00:46:15: Ganz im Ernst!
00:46:16: Also der Akademiker hat keinen Werkstols.
00:46:18: Das ist einfach vorbei.
00:46:19: Ich glaube das weiß jeder.
00:46:21: wenn man abends dreitausend E-Mails beantwortet hat und man hat noch fünftausend dann ist es kein Werkstölz.
00:46:26: Dann ist das scheiße.
00:46:28: So aber jemand ja... Wir haben eben darüber geredet Friseur ne?
00:46:32: Der Meister des Friseurenwerks.
00:46:34: Gut ich bin ein ganz schlechter Mensch dafür Aber ich war ja auch mal anders, ich hatte ja auch ganz lange Haare.
00:46:40: Wenn ihr das seht und der Kunde geht zufrieden oder die Kundin geht zu frieden nach Hause dann ist da was ganz ganz Tolles.
00:46:45: Da kann man sagen befriedigender geht's doch gar nicht mehr, oder?
00:46:49: Ja
00:46:49: mit dem Frisur kann ich mitsprechen.
00:46:51: Ich hab ganz viel wenig Haar.
00:46:53: Genau!
00:46:55: Ich habe noch einen zweiten Gast oder ein dritten Gast an dieser Stelle aber eine ganz andere Geschichte.
00:47:02: Wir haben Torsten Schröder hierzu Gast Und Torsten isst Unternehmer Geschäftsführer eines Unternehmens, er wird sich gleich selber vorstellen.
00:47:13: Und ich würde sagen ... Er hat die Energiewende schon in den neunziger Jahren vollzogen oder vorbereitet?
00:47:21: Ich beziehungsweise meine Generation vor.
00:47:22: Wie auch
00:47:23: immer!
00:47:23: Genau.
00:47:25: Torsten du hast das Wort.
00:47:26: Was ist deine Geschichte?
00:47:27: Ja also erst mal muss man sagen bei unseren Entscheidungen ging es nur um Geld oder nur um wirtschaftliche Entscheidungen.
00:47:35: Eine andere Liga, muss ich sagen.
00:47:36: Mein größter Respekt!
00:47:38: Und ja wir haben uns tatsächlich recht früh auf die erneuerbaren Energien konzentriert.
00:47:43: Wir sind klassischer Heizungsbaubetrieb, haben so siebzig Mitarbeiter und unsere Generation vorher also unser Vater hat schon in den achtzigeren sogar angefangen Solaranlagen zu verkaufen oder hat es zumindest versucht, hat sehr viel Herzblut da reingehängt und hat auch sehr viel das wie sauer Bier angeboten.
00:48:05: Ja, man hat aber damit auch den Grundstein gelegt.
00:48:09: Er hat uns das so ein bisschen in die Wiege gelegt und ich selber bin ins Unternehmen gekommen im Jahr zwei Tausend Fünf.
00:48:16: Und zu der Zeit war das Handwerk gerade bei uns in einer Branche nicht ganz so gesund, so sage ich es mal.
00:48:20: Es waren schwierige Zeiten.
00:48:22: Bauwirtschaft lief nicht so vernünftig und ich habe zu derzeit meiner anderen Firma gearbeitet als Projektleiter Und der ging es auch nicht so gut.
00:48:31: Also haben wir überlegt, Mensch könnte ich ins Unternehmen zu Hause einsteigen?
00:48:35: Haben aber auch gesehen okay dann ist ein zusätzlicher Wasserkopf da.
00:48:39: Dann brauchen wie irgendwie ein Thema was Zukunft hat und wo wir einen zusätzlichen Markt mitgenerieren können.
00:48:47: Das sich dann von alleine trägt
00:48:49: sozusagen?
00:48:50: So war der Plan, genau!
00:48:51: Und das war tatsächlich damals schon für uns die Wärmepumpe.
00:48:55: Wir haben uns ein bisschen damit beschäftigt.
00:48:56: Ich glaube, das Thema hat mein Vater ins Spiel gebracht.
00:48:59: Man hat gesagt, wenn wir dann nicht weitermachen wie bisher, sondern wir brauchen irgendwas, wo wir zusätzlich auch Aufträge reinholen können, womit wir wachsen können und was Zukunft hat.
00:49:07: Dann haben wir so ein bisschen mit den unterschiedlichen Techniken auseinandergesetzt.
00:49:11: Eine Grundregel Wirkungsgrad oder Effizienz setzt sich am Ende immer durch.
00:49:16: Das war damals schon unsere Überzeugung, aber natürlich war die Welt zwei Tausendfünf für Wärmepumpen noch nicht so richtig bereit.
00:49:23: Das heißt wir haben auch die ersten Jahre wirklich gestrampelt und haben uns auf Messen gestellt an den Wochenenden und haben das angeboten Und immer die Diskussion gehabt lohnt sich dass?
00:49:35: denn?
00:49:36: ist nicht eine Gasheizung für mich irgendwie besser?
00:49:38: Die ist ja auch viel günstiger etc.
00:49:40: Und naja, dann hat sich das aber so langsam entwickelt.
00:49:43: Wir haben erste Projekte gemacht, wir haben erste Fehler gemacht.
00:49:45: muss man aufhören mit Kinderkrankheiten was man immer so hat und es lief aber immer ein bisschen besser.
00:49:53: Dann kam die Finanzkrise im Jahr zwei tausend neun habe ich geheiratet.
00:50:00: Also
00:50:01: das war aber nicht Bedingung für die Finanzkrieg?
00:50:03: Nein, nein.
00:50:04: Ich glaube auch nicht die Ursache!
00:50:07: Man weiß es...
00:50:08: man weiß es nicht genau.
00:50:09: Ein Haus gebaut im Jahr und die Firma übernommen zusammen mit meinem Bruder.
00:50:14: und dann kamen die Finanzkreise und ich dachte oh, wenn das mal gut geht bei meiner Frau war ich mir sicher.
00:50:21: Bei den anderen waren natürlich erst einmal auf dem Pod gesetzt worden.
00:50:25: also man hat gerade eine Finanzierung abgeschlossen die irgendwie zwanzig dreißig Jahre laufen sollte Hat eine Firma übernommen damals mit mit fünfundzwanzig Leuten.
00:50:33: Und naja, aber dann hat es im Grunde die Erfahrung, die wir mit Wärmepumpen hatten da schon schon ne Rolle gespielt weil dann haben die Leute auf einmal angefangen in Betongold zu investieren.
00:50:44: also Es wurde gebaut ohne Ende und Da war die Wärmenpumpe an der Stelle genau richtig.
00:50:49: Also da musste man auch nicht so viel Überzeugungsarbeit lassen was ja noch keine alte Heizung da Man konnte die Rahmenbedingungen viel besser planen.
00:50:56: Dann haben wir so zehn Jahre gute Stückzahlen gemacht und sind gewachsen.
00:51:04: Die ganze Erfahrung hat sich da ausgezahlt, die Fehler, die wir gemacht
00:51:08: haben.
00:51:08: Und Geld konnte man auch günstig leihen?
00:51:11: Ja, genau.
00:51:12: Das ging ja auch mit der Finanzkrise dann los.
00:51:16: Weiß ich noch sehr genau.
00:51:17: weil wir hatten unser Haus gerade durchfinanziert war mir sehr wichtig dass wir bis zum Ende der Laufzeit die Zinsen fest haben.
00:51:22: ein Jahr später ihr Scheiße das hättest du mal besser anders gemacht.
00:51:28: und klar das Geld ist billig geworden und gebaut wurde ohne Ende.
00:51:35: Na ja, wir haben parallel aber immer noch auch Gas- und Ölheizung angeboten.
00:51:40: Wie das bei einem normalen Heizungsbauer eben so ist?
00:51:43: Ich habe die Diskussionen gehast um Wirtschaftlichkeit und um vorer Nachteile.
00:51:49: Es haben sich wenig Leute damals noch dafür interessiert was es denn eigentlich für den Klimaschutz besser.
00:51:53: also mit CO².
00:51:54: Diskussion musste man nicht so richtig anfangen.
00:51:58: da merkte man dann doch recht schnell es geht irgendwie über die Wirtschaftlichkeit.
00:52:04: Ja, dann kam tatsächlich Corona.
00:52:07: Das ist das gleiche Thema und spielte noch eine andere Rolle bei der Entwicklung.
00:52:14: Und ein zwei Jahre später dann die Ukraine-Krise, die Gaskrise.
00:52:19: Und zu dem Zeitpunkt wusste man ja nicht, kommt man jetzt über den nächsten Winter mit einer Gasheizung?
00:52:26: Ich konnte im Dorf nicht mehr zum Bäcker gehen ohne irgendwie darauf angequatscht zu werden ob wir nicht mal sprechen könnten wegen einer Wärmepumpe.
00:52:32: Also in dem Jahr haben wir unheimlich viel Wärmepumpen verkauft und so traurig der Anlass war.
00:52:38: Ja, für die Technik war es gut... ...und ich dachte dann so jetzt haben die Leute das aber auch verstanden.
00:52:44: Fürs Geschäft was auch?
00:52:45: In dem Jahr ja also zwanzig-zweiundzwanzig.
00:52:48: Und die Hersteller konnten alle nicht mehr liefern und auch die Produktpreise sind teurer geworden.
00:52:56: Und dann kam ein Jahr später die unsägliche Diskussion über das Heizungsgesetz.
00:53:00: Die medial übelst geführt wurde, wie ich finde.
00:53:06: Und wir hatten jetzt gerade diesen Winter überstanden von dem man nicht wusste, kommen wir da überhaupt durch?
00:53:11: und ein Jahr später haben auf einmal die ganzen Leute bei uns angerufen und wollten schnell noch eine Gasheizung haben.
00:53:17: So das ist so ein bisschen dieser Effekt glaube ich wie mit der hundertwatt Glühbirne.
00:53:21: Ich muss zugeben, ich habe auch noch zehn Stück im Regal liegen.
00:53:25: Ich hab sie aber nie eingebaut weil Sie verbrauchen ja so viele Strohme, merkst du selber?
00:53:31: Und das hat sich für uns dann einfach so falsch angefühlt.
00:53:34: Jeder wollte schnell noch eine Gasheizung haben und wir haben uns jetzt die Geschichte so ein bisschen erzählt, Jahre jahrzehntelang für die erneuerbaren Energien eingesetzt und dann haben wir an der Stelle gesagt okay wir machen es nicht mehr, wir bieten es nicht mal an und war
00:53:50: mutig!
00:53:58: Wir haben auch mit uns gerungen, wir haben unseren Senior noch mal mit ins Boot geholt.
00:54:01: Haben mit ihm gesprochen und haben es viel diskutiert weil man natürlich auch erstmal gerade in so einem Jahr Bärmepumpe wollte auch einmal keiner mehr haben.
00:54:10: also das war wirklich komplettes Gegenteil wie vom vorher.
00:54:13: die Hersteller haben alle Kurzarbeit gemacht.
00:54:15: also so schnell kann's gehen von halb auf null quasi ja oder nicht ganz null aber runter Und wir haben uns natürlich auch erst mal einen Marktanteil weggenommen.
00:54:24: Das wussten wir Neulich mal in einem Buch einen etwas kitschigen Vergleich dazu gelesen.
00:54:32: Eine Pflanze, wenn sie im nächsten Jahr wachsen soll, muss sich erst mal zurückschneiden.
00:54:36: Also da glaube ich das Motto wachsen durchschneiden so und ...
00:54:39: Das ist bei Haaren auch so, hab' ich mir
00:54:41: gesagt.
00:54:41: Ja genau.
00:54:43: Das
00:54:43: glaub ich nicht.
00:54:44: Wir zwei haben eben schon
00:54:48: über den Frisur
00:54:49: gebrochen.
00:54:51: Da könnt ihr nichts sehen!
00:54:52: Da
00:54:53: sind wir raus.
00:54:55: Tschuldigung!
00:55:01: Ja, das haben wir natürlich in dem Jahr dann auch gemerkt und das wussten wir auch.
00:55:05: Und naja, dass eine Thema ist eben so eine Entscheidung sich dazu durchzuringen, sondern Entscheidungen zu fällen Das andere ist aber natürlich sie auch im Tagesgeschäft dann durchzuziehen.
00:55:17: Konsequenz letztlich?
00:55:19: Sowohl unternehmerisch als auch in der Verantwortung mit den Mitarbeitern.
00:55:24: Ja, also jetzt ist ja oft so.
00:55:26: Jetzt ist das drei vier Jahre her und heute fühlt sich das gar nicht mehr so mutig an.
00:55:31: Also man sagt mal eher gemacht, wenn wir uns mit diesem Graskram gar nicht auseinandersetzen müssen.
00:55:35: Wie viele Vorteile das doch auch hat?
00:55:37: Man kann sich fokussieren.
00:55:38: Man hat natürlich auch einen Ruf.
00:55:40: die sind Experten.
00:55:42: Wir konnten das Lager verkleinern.
00:55:43: Wir müssen den Azubis diese alte Technik beibringen Und das hat auch einfach viel wirtschaftliche Vorteile dann gehabt, die sich ein bisschen später dann ausgezahlt haben.
00:55:55: Aber ja in dem Moment war es natürlich erst mal so okay, wir haben dann übrigens auch ein schönes Video gedreht und wir haben die Gasheizung beerdigt.
00:56:03: Also wir haben wirklich gemacht, lockgebudelt.
00:56:05: Wir haben einen Kunden der ist Bestatter, er hat uns den Sack geliehen... ...und haben das schön also insofern nochmal zelebriert.
00:56:15: Bei Priester anwesend?
00:56:17: Nein, aber vom örtlichen Posaunenkor hat jemand Trompete gespielt.
00:56:24: Tolle Erdigung!
00:56:28: Da wir ja in der Medienwelt unterwegs sind mussten wir dann sogar darauf achten dass das Stück was er spielt mehr als hundert Jahre alt ist weil dann die GEMA nicht mehr zugreifen.
00:56:39: Also so haben wir das Ganze auf jeden Fall dann auch würdig verabschiedet.
00:56:42: aber dann hat es natürlich nicht lange gedauert ... dass dann natürlich noch mal die Anfragen kamen.
00:56:47: Und man natürlich auch den einen oder anderen Kunden verstehen kann, für den es jetzt vielleicht gerade nicht passt.
00:56:52: Mit
00:56:53: einem Freund telefoniert ein paar Monate später und der sagte ja ich habe hier einen Betrieb... ...und den will ich erweitern und die Heizung muss dann aber auch irgendwie neu.
00:57:01: Und gerade wenn's um viel Fläche geht, dann ist so eine Wärmkumpel auch gleich recht teuer.
00:57:05: Und dann sage ich ja, aber das hast du ja mitgekriegt machen wir nicht mehr!
00:57:09: Wie?
00:57:09: ... gar nicht mehr.
00:57:12: Und das ist ein paar Mal gehabt, so dieses Gespräch und dann tut es natürlich auch ein Stück weit weh zu sagen irgendwie nein!
00:57:18: Das tun wir nicht gerne.
00:57:19: Genau, und diese Nein-Sagen und dass das Nein-sagen auch den ganzen Kollegen noch mal so zu vermitteln... ...das war nicht ganz so einfach.
00:57:28: aber von Mal zu Mal wenn man die Geschichte dahinter erklärt hat also man hatte ja auch nicht stumpf gesagt er ging mir weg tue ich nie mehr sondern man hat es begründet und dann haben die allermeisten Leute es auch verstanden Ja, wir haben Aufträge verloren.
00:57:42: Aber wir haben mehr dazu gewonnen.
00:57:44: Gab ja immer eine Alternative.
00:57:47: Genau.
00:57:49: Nun hast du über mehrere Krisen Zeitpunkte gesprochen?
00:57:54: Ich gehe auch noch mal zur Corona zurück.
00:57:58: Wer hat sich für euch da die Arbeit verändert?
00:58:03: Im Gegensatz zu euch sind wir drin.
00:58:05: Haben wir das schon deutlich gemerkt und ... Wir waren immer stark in der Beratung, in der persönlichen Beratungen.
00:58:14: Haben eine schöne Ausstellung gebaut, haben dort Modelle wo wir eine Wärmepumpe erklären konnten und ja die war dann auf einmal zu.
00:58:21: und dann haben wir erst mal gedacht wie lange wird das nicht dauern?
00:58:24: Das geht jetzt schnell!
00:58:26: Und nach vier Wochen haben wir irgendwie gesagt es müssen wir jetzt irgendwie anders lösen und weiß gar nicht mehr wer die Idee hatte.
00:58:33: aber auf jeden Fall habe ich mit meiner Frau zusammen das erste Video gedreht.
00:58:37: also Der Ansatz war, wir drehen den Video, laden das auf YouTube hoch, schicken dem Kunden einen Link und machen danach mit ihm ein Zoom-Meeting.
00:58:47: So dann hat er sich das angeguckt und das was wir vorher in der Ausstellung erklärt haben, dass er sich dann so angucken können ohne dass er bei uns war.
00:58:55: Das war die Idee!
00:58:56: Und das erste Video da haben wir glaube ich einen Wärmepumpenmodell erklärt, was wir mal aus dem Kühlschrank gebaut haben.
00:59:02: also wie funktioniert diese ganze Technik überhaupt?
00:59:04: Einfach mit dem Handy drauf.
00:59:06: Kein Mikroton war total schlecht, haben es hochgeladen für den besagten Zweck und nach vier Wochen haben wir da drauf geguckt und haben gesehen ... Ups das haben sich hunderttausend Leute angeguckt!
00:59:16: Da waren wir erst mal so ein bisschen platt, haben aber gedacht okay dann gibt es offensichtlich einen Bedarf... Und wir haben auch diese Variante sehr zu schätzen gelernt weil naja wenn man im Verkauf ist und berät ich habe dieses Modell hundertfache erklärt Und wenn ich den zweiten oder dritten Kunden an einem Tag hatte, dann konnte ich mich selber auch nicht mehr hören.
00:59:38: Also weil natürlich das Gespräch über die Technik immer gleich war und da sind wir ein bisschen auf den Geschmack gekommen und haben vor diesen Videos immer mehr gemacht, haben uns auch Mikro gekauft damit man uns vernünftig verstehen konnte, ein bisschen Technik machen die aber immer noch selber.
00:59:53: also wir haben kein Kamerateam keine Agentur dabei sondern das kommt immer noch von uns selbst haben im Jahr jetzt über eine Million Aufrufe.
01:00:01: Das heißt, das geht richtig ab und hilft uns im Tagesgeschäft ungemein.
01:00:07: also wir haben die Videos zu verschiedenen Themen in den Angeboten platziert mit QR-Codes.
01:00:12: Das heisst wenn die Kunden... Erstmal ist es so dass die Kunden in der Regel über die Videos überhaupt zu uns finden und sagen ich kenne euch schon Ich habe alle Videos gesehen Geil!
01:00:20: Ich will ne Wärmepumpe von euch.
01:00:21: Das ist ja schon mal ein Geschenk.
01:00:23: tatsächlich Ja, schön zu hören.
01:00:27: Wir tauschen gleich mal aus!
01:00:29: Also tatsächlich auch das ist ein Effekt, dass wir aus ganz Deutschland Anfragen kriegen und dann müssen wir meistens dann sehr freundlich absagen.
01:00:36: Aber Köln ist eine hartes Pflaster?
01:00:38: Ja, das glaube ich, da habe ich ja einen guten Kollegen da.
01:00:40: Hast du es schon wieder gelohnt?
01:00:43: ne?
01:00:43: Genau.
01:00:44: Kunde
01:00:45: droht mit Auftrag.
01:00:47: Und naja dadurch, dass jetzt in den Angeboten so gespickt haben wenn die Leute zur Beratung reinkommen Die haben im Grunde schon zwei Stunden Beratung hinter sich, also die wissen das alles schon.
01:00:59: Die spiegeln mir das dann auch wieder wenn sie bei uns reinkommen.
01:01:03: Sie kenn ich schon von den Videos super!
01:01:05: Das ist mir ein bisschen gemein weil ich kenne die Kunden ja noch nicht.
01:01:08: Aber ich weiß dann genau in der Anfangszeit habe ich ganz normal immer das Angebot erklärt bis die Leute gesagt haben, sie weiss ich schon längst so ne?
01:01:16: Und man konnte sich im Verkauf auch auf einmal auf ganz andere Dinge fokussieren.
01:01:19: Also, man konnte auch mal fragen was ist denn überhaupt deine Motivation?
01:01:22: Warum willst du etwas anders machen?
01:01:24: Die Gespräche sind noch kürzer geworden früher zwei Stunden heute halbe Stunde.
01:01:28: das heißt es hat einen echten wirtschaftlichen Effekt für uns und wir sind in der Zeit nochmal deutlich gewachsen.
01:01:33: und wer hätte das gedacht?
01:01:34: an der Stelle wo wir zwar ja eine Ausstellung standen haben gedacht irgendwie scheiße wie solls weitergehen.
01:01:40: Tolle Geschichte!
01:01:41: ...
01:01:52: so einen Visionär, der in den Achtziger-Nunzigerjahren schon darüber nachgedacht hat wie er Energiewende betreiben möchte.
01:02:00: Was sagt das für uns
01:02:03: unter
01:02:04: Mutgesichtspunkten aus?
01:02:07: Für was Unternehmer tun und übers Handwerk aus?
01:02:10: Also ich glaube bei ihm vereint sich genau das, was ich eben relativ ausführlich erklärt habe.
01:02:14: Amiguität und Quarrenz!
01:02:16: Also eine gewisse Lebensgelassenheit, auch wenn es vielleicht diese schwierige Situation damals gab in der Ausstellung und gedacht hat verdammt noch mal was machen wir jetzt eigentlich.
01:02:25: Aber wir machen weiter!
01:02:27: Wir versuchen ein anderes Konzept zu entwickeln das eigene Video am selbst gebauten Kühlschrank Wärmepumpenteil was sich dann hunderttausendmal klickt plus eben, was ich früher geschafft habe, schaffe ich hier sowieso noch dreimal.
01:02:39: Und das habe ich bei dir viel rausgehört.
01:02:42: der Glaube!
01:02:43: Da war jetzt nicht der Glauber an etwas überirdischem, aber in diesem Falle war das glaube ich der Glaber an euch dass ihr das in irgendeiner Art und Weise packt weil es einfach schon so auf funktioniert hat.
01:02:53: und ich glaube so kann Handwerk auch generell beschrieben werden Dass man sich besinnt auf all die Aufträge, die vielleicht schon sehr schwierig waren Die vielleicht sogar unmöglich ... am Anfang Waren zu erledigen und die dann doch irgendwie klappen.
01:03:06: Oder für dich, du kaufst einen Kran, von dem du gar nicht weißt, wofür der ist?
01:03:09: Ja
01:03:10: das
01:03:10: so!
01:03:10: Aber vielleicht eine gewisse Sinnhaftigkeit... Du, so geht's mir jeden Tag da kommen Patienten rein, ihr habt mal krankungen, die hab ich schon nie gehört.
01:03:17: Und trotzdem behandelt sich sie.
01:03:20: Also von daher, ich glaube so kann man das relativ gut beschreiben.
01:03:23: Ja.
01:03:24: Da wird einer der wenigen Vorteile am älter werden, dass man gewisse Krisen schon erlebt hat.
01:03:28: Genau.
01:03:29: Weil es vielleicht auch was kann.
01:03:31: Das
01:03:31: ist diese Selbstwirksamkeit, sich besinnen auf die eigenen Ressourcen, weil das damals schon mal geklappt hat.
01:03:36: und wo man gedacht hat, da komm ich nicht durch?
01:03:38: Und ich glaub, das ist noch ein ganz wichtiger Punkt.
01:03:41: Wenn ich etwas tue, was schonmal geklappt hat ... oftmals machen Menschen ja was Widersinniges Dinge, die misslungen sind zu wiederholen und wundern sich darüber, dass das wieder nicht klappt und sind da ganz überrascht.
01:03:57: Das ist dann allerdings ein fehlender Lerneffekt.
01:03:59: Das ist nicht so optimal, das find ich sehr schade, wenn das der Handwerker bei mir machen würde?
01:04:04: Genau!
01:04:05: Ist
01:04:05: aber noch nicht vorgekommen.
01:04:08: Ich möchte das Thema Gesundheit auch nochmal ins Spiel bringen.
01:04:11: Wir haben ja eben schon über das Ein- und andere Geschmack.
01:04:13: Dafür haben wir auch nochmal eine Expertin dabei.
01:04:15: Ich verlasse euch mal ganz gut... Ich spring da mal eben rüber.
01:04:20: Jetzt habe ich hier die Kollegen der IKK Classic dabei, die Frau Meinert Wenn wir über Handwerker, Handwerksbetriebe sprechen.
01:04:35: Was hat die IKK-Klassik unter diesen Gesichtspunkten betriebliches Gesundheitsmanagement zum Beispiel anzuspieten?
01:04:42: Ja ich musste eben bei euren Erzählungen auch immer denken heuer das wird auch ins BGM passen was ihr so erzählt.
01:04:48: also ich unterstütze die Handwerkes Betriebe bei der Etablierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements Prozesses Und bei uns kann man eigentlich sagen, BGM bedeutet Veränderung durch Weg und Veränderungen haben wir ja heute gelernt.
01:05:03: Er fordert ganz viel Mut.
01:05:06: Ich würde sagen was ganz besonders viel Mut erfordert das erst mal von den Unternehmern auf der einen Seite mir die Plattform zu geben in eurem Betrieben mich mit den Mitarbeitern zusammenzusetzen und zu fragen Was läuft denn hier falsch?
01:05:21: Also was können wir hier gesundheitsförderlicher für euch gestalten, was ihr noch nicht angesprochen habt?
01:05:26: Ich bin quasi die neutrale Person, die in den Betrieb kommt und da eine Möglichkeit gibt mit dem Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
01:05:35: Die wiederum brauchen natürlich auch Mut mir gegenüber offen zu sagen wo der Schuh eigentlich drückt.
01:05:42: aber vielleicht ein bisschen weniger Mut bei mir als beim Chef oder bei der Chefin.
01:05:53: Welche Rolle haben denn dann die Mitarbeitende unter betrieblichen Gesundheitsmanagementaspekten.
01:06:00: Ganz schwieriges Wort, langes Wort!
01:06:02: Wir können einfach BGM sagen – jetzt wissen alle Bescheid dass es Betriebliches Gesundheitsmanagement heißt.
01:06:08: Das ist eigentlich die Schlüsselrolle in dem Projekt.
01:06:11: also mit denen steht und fällt das Projekt.
01:06:13: wenn sie da sehr verschlossend gegenüber Veränderungen sind dann scheitert jedes Projekt eigentlich bevor er so wirklich begonnen hat.
01:06:20: Wir schauen uns halt die Gewohnheiten an.
01:06:22: Das hattest du gerade auch schon angesprochen, wenn man eine Sache immer wieder macht und dann nicht eingesteht dass es vielleicht Fehler ist könnten wir das im Rahmen des BGM beheben weil wir gucken uns nicht nur die Probleme an.
01:06:34: also wir bleiben jetzt nicht nur negativ das und das und da läuft schlecht hier sondern ich entwickelt zusammen mit dem Mitarbeitenden die Lösungen.
01:06:42: Und das Tolle an diesem Vorgehen ist eigentlich Die Mitarbeitenden das eigentlich entwickeln, weil ich bin kein Dachdecker.
01:06:49: Ich bin kein Heizungs-Sanitäermonteur-Fahrerweiterin!
01:06:55: Ich hab davon keine Ahnung und die müssen mir das halt so erklären, dass ich es verstehe und auch für mich die Lösung plausibel
01:07:02: erscheint.".
01:07:04: Und Lösungsorientierung, das haben wir ganz am Anfang schon mal gehört?
01:07:07: Das glaube ich ist ein ganz wichtiger Punkt.
01:07:09: Vielen Dank.
01:07:10: Ja gerne.
01:07:21: Wenn du einen Fazit des heutigen Abends oder bisherigen Diskussionen ziehen solltest.
01:07:29: Was wäre das für dich in wenigen Sätzen?
01:07:36: Hab ich da Kritik gehört?
01:07:39: Ich glaube, und da bin ich gerade selber, finde ich ganz zufrieden auch mal mit mir, obwohl ich sehr kritisch bin ... Das, was ich hier eben an Theorie alles erzählt habe und Theorie ist ja immer das Schlechteste sondern es geht ja vor allen Dingen um die Praxis.
01:07:53: Ist glaube ich durch euch beide hier nochmal extrem bestätigt worden und deswegen bin ich froh dass ich hier nicht als Charlatan demaskiert wurde, sondern dass ihr einfach gezeigt habt, dass das Prinzip der Mutigen emotionale Stabilität, dem Mut haben die Perspektive zu wechseln.
01:08:11: Lebensgelassenheit!
01:08:12: Wir haben noch gar nicht über Optimismus gesprochen und darüber auch noch nicht gesprochen habe ist und das hab ich selber heute nochmal am eigenen Leib gespürt.
01:08:20: Ich hatte nämlich auch Handwerker heute morgen bei mir Zuhause gehabt.
01:08:23: Und wisst ihr was das Tolle an denen war?
01:08:26: Die haben mich angelacht und total freudig begrüßt.
01:08:29: Und da ist mir so das Herz aufgegangen, ich war so hin- und hergerissen dieses Wohlwollenssein einfach mal wieder freundlich Menschen zu begrüßen, dass das tatsächlich von euch beiden extrem gut umgesetzt worden ist.
01:08:39: Da kann ich einfach nur Danke sagen!
01:08:45: Das war ein Satz aber ein Lange.
01:08:49: Sehr gut Katja aus meiner Sicht.
01:08:52: das Fazit des heutigen Abends Will ich gerne daran erinnern, du wolltest noch was loswerden?
01:08:58: Ach so.
01:08:59: Ja genau!
01:09:01: Das war mein Wunsch.
01:09:01: Mein lieber Papa hat heute Geburtstag und ich möchte ihm ganz lieb zum Geburtstag gratulieren weil ich heute nicht bei ihm sein kann.
01:09:07: Ist der
01:09:08: hier?!
01:09:08: Nein leider nicht.
01:09:10: Wir feiern morgen nach.
01:09:12: Wir Feiern morgen Nachher.
01:09:14: Toll
01:09:14: wie alt ist der Herr geworden?
01:09:15: Äh, einundsevzig.
01:09:16: Das ist internistisch gesehen ein sehr junges Alter.
01:09:20: Er hat auch noch ein paar Jahre, genau... Ja, mein Fazit.
01:09:23: Also eben als ich hier saß habe ... ... hab' ich gedacht auch, wenn ich erzählt hätte ... ... er sah noch ein bisschen weiter.
01:09:28: Ich höre ihn sehr gerne zu und das fand ich richtig schön, dass sich eben so wirklich ... ... das Gefühl hatte, ich sitze im Wohnzimmer und gucke ... ... ihnen einfach nur zu und höre zu.
01:09:35: Das war sehr interessant!
01:09:35: Ihr macht gleich mit mir auf.
01:09:36: Ja genau.
01:09:37: Meine beste Freundin ist übrigens auch Oberärztin ... ... Kardiologin?
01:09:40: Okay.
01:09:40: Ja, ein bisschen was verstehe ich vielleicht schon.
01:09:42: Aber natürlich nicht gar nichts Wirkliches.
01:09:45: Und ich wollte nochmal mit auf den Weg geben.
01:09:47: Alle Menschen sagen immer nur... Komm, ach ... Man lebt nur einmal.
01:09:52: Macht das?
01:09:53: Man leb nur einmal!
01:09:54: Nein, das stimmt nicht.
01:09:56: Man stirbt nur mal und man lebt jeden Tag.
01:09:59: Und das möchte ich gerne sagen, dass es ganz wichtig ist.
01:10:01: Macht schöne Dinge, macht tolle Dinge.
01:10:04: Fühlt euch wohl.
01:10:05: Schafft euch Kleinigkeiten, die euch glücklich machen.
01:10:08: Dann ist alles und lächelt mehr
01:10:09: so.
01:10:10: Das ist
01:10:16: wichtig.
01:10:18: Ich glaub, das schaffst du auch sehr authentisch.
01:10:22: Tossen
01:10:24: Mein Fazit, ja erstmal habe ich auch noch mal viel aus der Theorie gehört was man vielleicht unbewusst schon so ein bisschen in den Alltag auch übernommen hat.
01:10:31: Weil ich glaube jeder Unternehmer, jede Unternehmerin hat mit diesen Themen zu kämpfen.
01:10:37: also wie geht man mit Stress um?
01:10:39: Wie geht man die schwierigen Situationen um?
01:10:42: Wie geht man mit dem Zeitmanagement?
01:10:44: Um was tut man für die eigene Gesundheit, wie passt die Familie da rein.
01:10:48: Und das ist etwas, was natürlich irgendwie einen täglich begleitet und wo man sich täglich miteinander setzen muss.
01:10:54: Ich glaube nicht dass ich es perfekt mache aber es ist schön wenn man das wissenschaftlich nochmal unter Strichen bekommt, dass viel miteinander zusammenhängt.
01:11:02: also von daher habe ich auch was mitgenommen aus dem Abend.
01:11:05: und ja das ist mein Fazit.
01:11:09: Was sind dein Fazit?
01:11:11: Jetzt hast du das Wort.
01:11:12: Ich hab das Wort, mein Fazit ist ... Erst mal bin ich sehr neugierig gewesen auf die Runde und Geschichten auch wenn wir vorher telefoniert haben.
01:11:20: Ich war sehr neujähriger auf dich.
01:11:22: Ich habe dich bisher nur am Fernsehen gesehen.
01:11:25: Was jetzt?
01:11:25: Also, ich hab dich im Fernsehen sehen.
01:11:27: Da
01:11:27: wird man immer etwas dicker!
01:11:29: Ja.
01:11:30: Genau.
01:11:30: Und ich bin froh, dass wir den gleichen Friseur haben.
01:11:37: Ja.
01:11:42: Nein, aber mein Fazit um auch beim Thema zu bleiben für mich so ein Thema Verantwortungsgefühl Machtmut braucht aber auch Mut.
01:11:52: Dinge durchzuziehen die man sich vorgenommen hat unter Umständen auch mal spontan durchzuziehen und spontan einzugreiben ist für mich das eine Und diese ich nenne mal Krisenbewältigung die auch mehrfach angesprochen worden ist.
01:12:05: Das hat dann ja nicht nur was mit persönlicher Krise zu tun, sondern es sind Dinge ... Du hast eben von Alltagskrisen gesprochen.
01:12:12: Das können ja manchmal so ganz kleine Dinge sein und das find ich schon bemerkenswert, dass wie man dem begegnen könnte oder damit umgehen könnte.
01:12:21: insofern auch für mich eine lernende Mission dieser Abend.
01:12:25: Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte, moderieren durfte und ihr meine Gäste wart.
01:12:30: Vielen dank an Sie, Liebes Publikum!
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