Folge #25: GKV-Reform: Wie ist der Stand und was braucht es jetzt von der Politik?

Shownotes

Wie sollte die gesetzliche Krankenversicherung reformiert werden? Moderator Kay Holm spricht mit Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic und Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, über die Rolle der Bundesregierung bei erforderlichen Reformen sowie ihre Auswirkungen auf die GKV und das Handwerk. Dabei wird schnell klar: Die Ausgaben pro Versichertem steigen deutlich stärker als die Einnahmen der Krankenkassen – ohne entschlossenes Handeln droht die Finanzierungslücke weiter zu wachsen, mit schwerwiegenden Folgen.

Mehr Infos zum Podcast gibt es hier: www.ikk-classic.de/allesgeregelt

Das passiert in der Folge:

00:01:51 Kabinett Merz – ein Jahr des Aufbruchs oder des Vertagens? 00:04:11 Wo liegt der aktuelle Fokus möglicher Reformen? 00:09:10 Finanzielle Lage der GKV und politisch verursachte Ausgabentreiber 00:13:07 Sind Beitragsstabilisierungen und Erwartungen des Handwerks realisierbar? 00:18:16 Fehlende Steuerfinanzierung der Bürgergeldversicherung durch den Staat 00:24:20 Notwendige Strukturveränderungen für bessere Qualität und Finanzierbarkeit 00:27:40 Welche Hindernisse gibt es derzeit für eine erfolgreiche Reform der GKV? 00:33:07 Schafft der Reformdruck neue Perspektiven für die Gesundheitsreform? 00:38:50 Mythen-Check: Anzahl der Krankenkassen, Digitalisierung, Kosteneinsparungen

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00:00:00: Wenn man mal zehn Jahre zurückgeht, hat die gesetzliche Krankenversicherung im Leistungsausgaben pro Versicherten zwei tausend neunhundert Euro ausgegeben.

00:00:08: Pro Jahr mittlerweile in diesem Jahr gehen wir davon aus dass die Kosten pro versichern bei viertausend acht hundert liegen.

00:00:14: das ist in zehn Jahren einen kostenzuwachs von sechsen sechstig Prozent.

00:00:17: Wir haben aber beim gleichen Zeitraum nur eine Einnahmensteigerung der Versicherheit an knapp fünfzig Prozent.

00:00:23: also daran sieht man ja erstmal dieses genau dieses Thema der Einnahmen und Ausgabeentwicklung auseinanderläuft.

00:00:28: Wir müssen wieder dazu kommen, dass wir eine sogenannte einnahmorientierte Ausgabenpolitik betreiben.

00:00:34: Ich bin Dachdeckermeister und selbst wenn ich da mehr als die Hälfte des Daches gedeckt habe solange es reinregnet bekomme ich keinen Lob von meiner Kundschaft und es regnet noch rein bei uns.

00:00:53: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Geregelt.

00:00:56: der Arbeitgeber Podcast der IKK Classic.

00:00:59: In unserem Podcast befassen wir uns mit Themen und Fragestellungen, die für alle interessant und wichtig sind.

00:01:05: Die Führungsverantwortung oder unternehmerische Verantwortung haben.

00:01:10: Und heute geht es um das Thema Ein-Jahr Kabinett März Kurwadis gesetzliche Krankenversicherung.

00:01:18: Ich bin Kai Holm Trainer bei der IKK Klassik und meine Gäste Heute sind Frank Hibbler aus R-Vorzugeschaltet, Vorstandsvorsitzende der IKK Klassik.

00:01:27: Hallo Herr Hebler, guten Abend!

00:01:29: Hallo Herr Holm, grüße Sie!

00:01:31: Und als zweiten Gast haben wir dabei aus Frankfurt zugeschaltet Jörg Dietrich, der ist der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und Mitglied im Verwaltungsrat der IKK Klassiker.

00:01:42: Präsidenter Handwerkkammer Dresden, Vorsitzender das Unternehmerverband des Deutsches Handwerk.

00:01:46: – hallo Herr Dietrich.

00:01:47: schön dass Sie hier dabei sind!

00:01:51: Ja, Sie haben den Titel des heutigen Podcasts gehört.

00:01:56: Ein Jahr, Kabinett Merzkuh war die gesetzliche Krankenversicherung.

00:02:00: Meine Herren was ist aus Ihrer Sicht Ihr Gefühl?

00:02:03: Was ein Jahr das Aufbruchs oder ist es ein Jahr des Vertagens Herr Hepler?

00:02:09: Leider komme ich zu Antwort B. also der Eindruck ist da ist man das leider im ersten Jahres mal in Sachen Gesundheitspolitik sehr wenig wirklich neu angeschoben wurde.

00:02:19: Im Gegenteil, so Dinge die in der vorgelegten Regierung beschlossen wurden wie zum Beispiel das Thema Krankenhausreform wurde noch mal neu aufgeschnürt.

00:02:27: Das heißt wir sind immer noch nicht in einer Umsetzungsphase gekommen obwohl es dringend notwendig wäre.

00:02:34: Wir haben gesehen wie schwierig es war zum Jahresende ist man noch ein kleines Schwabpaket zusammenzuschnüren.

00:02:41: Die Krankenkassen mussten am vier Tage vor Weihnachten noch ob das Sparpaket kommt oder nicht.

00:02:47: Das ist für eine Haushaltsplanung natürlich eine geradezu wahnwitzige Angelegenheit, von daher muss man leider sagen sehr viel vertagt und auch viele Themen die jetzt erstmal wieder in Arbeitsgruppen in Kommission gegeben worden sind obwohl eigentlich hier Erkenntnisse wo Handlungsbedarf besteht es mal da wären.

00:03:06: also insofern Da muss ich leider sagen, das erste Jahr war in Sachen Gesundheitspolitik immer eher ein verlorenes und weit davon entfernt Aufholstimmung zu erzeugen.

00:03:16: Herr Dietrich aus Ihrer Sicht wie sieht es bei Ihnen aus?

00:03:19: Die Erwartungshaltung ist sehr groß gewesen Und die Politik wir sprechen mit ihr natürlich als Zentralverband nicht nur über den Gesundheitsthemen über alle Themen hat schon viele Dinge angesetzt Sonderschulden, viele Dinge von der Verteidigung auf den Weg gebracht.

00:03:41: Aber das was wir erwarten an Themen ist noch nicht so entschlossen angegangen und deswegen ist es mit dem Lob Richtung Bundesregierung recht schwierig.

00:03:52: Ich bin Dachdeckermeister und selbst wenn ich da mehr als die Hälfte des Daches gedeckt habe solange es reinregnet bekomme ich keinen Lob meiner Kundschaft.

00:04:01: und es regnet noch ein bei uns

00:04:04: Und das scheint ja dann auch nicht nur ein Nieselregen zu sein, wenn Sie sagen halbis Dach ist noch ungedeckt.

00:04:10: Ich will da nochmal ein bisschen nachfragen.

00:04:13: Welchen Eindruck haben Sie?

00:04:15: Standen die strukturellen Probleme der Gesundheitsversorgung wirklich im Fokus, wenn sie dem Blick auf die potenzielle Reform richten?

00:04:23: Herr Hepler!

00:04:25: Nein also wir kennen ja die Themen, sind man die strukturell, ist man definitiv bewegt werden müssen und es ist vorne weg ich habe es eben schon mal gesagt die Krankenhausreform.

00:04:34: Hier haben wir erlebt, dass man sozusagen das Paket wieder aufgeschnürt hat und jetzt am Ende die Gefahr groß ist.

00:04:39: Das war viel Geld über den Transformationsfonds in die Krankenhäuser investiert wird, dass sich aber im Ende keine Strukturen verändern.

00:04:47: Anderes Beispiel was auch dringend in den Strukturn reformiert werden muss, ist der Notfallbereich.

00:04:55: Da hatte schon Herr Spahn versucht eine Notallreform in Kraft zu setzen.

00:05:00: dem Regierungswechsel zum Opfer gefallen.

00:05:02: Das Gleiche ging bei Herrn Lauterbach weiter, also das heißt man hat eigentlich als Regierung, als neue Regierung eine Notfallreform hätte man übernehmen können weil die beiden Entwürfe vorneweg unterscheiden sich in nichts durch den jetzigen Entwurf der jetzt gerade auf den Weg gebracht wird aber dann liegen lassen anstatt ihnen direktes mal anzugehen.

00:05:22: Und der weitere Bereich, da ist man jetzt langsam dabei in die Spur zu kommen, ist im ambulanten Bereich endlich auch das Primärversorgungssystem in Kraft zu setzen oder so ein Gesetz dazu zu formulieren.

00:05:35: Das darf man sicherstellen, dass die Menschen durch das Gesundheitssystem wirklich gut gesteuert werden weil wir sind eines der wenigen Länder, das völlig ungesteuert den Zugang zu den Ärzten ermöglicht und also in allen anderen Ländern läuft das mittlerweile mit einer guten Steuerung und auch mit besseren Ergebnissen.

00:05:55: Also von daher, die Strukturprobleme sind aus meiner Sicht bislang noch gar nicht angegangen.

00:06:00: man hat eher versucht sicherlich ist mal auf der Kostenseite ein bisschen was zu bewegen mit dem kleinen Sparpaket Und auch jetzt aktuell aber da werden wir sicherlich nochmal drauf zu sprechen kommen Versucht man eher erstmal die Finanzthemen zu lösen.

00:06:14: Nur es wird auf Dauer nicht gehen ohne wirklich auch die Strukturen zu verändern Weil ansonsten werden wir immer wieder nur Geld nachschießen und das kann ja nicht die Lösung sein.

00:06:23: Wir gucken auf die Lonebenkostenentwicklung der letzten zwei, drei Jahre.

00:06:27: Wir kucken auf die Poglosen was in den nächsten zwei, dreiein Jahren passiert wenn eben nichts passiert und von daher ist dringend Strukturveränderungen immer notwendig.

00:06:36: aber bisher zeichnet sich es noch nicht so richtig ab wie und wann es mal losgeht.

00:06:40: um die Frage auch weiterzugeben an Herrn Dietrich Wie sehen Sie das aus Sicht des Handwerks?

00:06:46: Ich sehe es natürlich globaler, als dass Herr Hepler gerade betrachtet hat.

00:06:50: Weil so eine Reform erst mal die Frage ist aus welchem Blickwinkel wollen wir das machen?

00:06:55: Für die Patienten für die Firmen für die Ärzte also die Leistungsabbringer für die Krankenkasse für den Staat für die Finanzierung.

00:07:04: und es ist schon ein besonderes Talent, dass wir in einer Situation sind, dass ich niemanden kenne der zur Friednis mit der momentanen Situation und dass Maßnahmen trotzdem nötig sind.

00:07:15: Und ich würde deswegen gern vor allem den Blick der Finanzierung hineintragen, weil der uns alle egal ob Leistungsabbringer oder Krankenkasse, Patienten oder Firmen alle gemeinschaftlich betrifft als Gesellschaft wenn wir unsere sozialen Sicherungssysteme und da ist die gesetzliche Krankenversicherung eben ein ganz besonders wichtiger Aspekt.

00:07:38: Wenn wir die nicht in den Griff bekommen dann sind wir an vielen Stellen im Nachteil.

00:07:44: Wir haben so hohe Kosten, dass wir Wettbewerbsfähigkeit verloren hatten als Deutschland.

00:07:50: Trotzdem haben wir nicht das Ergebnis was wir brauchen und deswegen brauchen wir dort ambitionierte, strukturelle Reform.

00:07:57: Das hat Herr Heimler gerade ausgeführt und das ist die klare Erwartung.

00:08:03: Und deswegen letzter Punkt!

00:08:05: Die Prämissen müssten zuerst festgelegt werden und schon da setze ich Kritik an.

00:08:10: Zuerst müsste man sagen, wo wollen wir eigentlich hin?

00:08:14: Und als Handwerk ist klar dass die sozialen Sicherungssysteme am Faktor Arbeit ganz stark hängen.

00:08:22: Und wenn dann die prozentuale Anteil inzwischen bei knapp dreiundvierzig Prozent liegt, helftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu zahlen.

00:08:33: Dann ist das ein großer Staubsauger auch am Netto-Lohn der Menschen.

00:08:38: Wir müssen uns was Qualität angeht, der Versorgung aber eben auch Finanzierung diese Dinge ansehen müssen dort an vielen Schrauben drehen, aber zuerst das Ziel setzen.

00:08:51: Wo soll es hingehen?

00:08:52: Und unsere klare Forderung ist muss wieder Richtung vierzig Prozent wandern damit die Leistungen des Handwerks bezahlbar bleiben.

00:09:00: und jetzt rede ich nicht vom Export sondern dass die Leistung in die wir erbringen als Handwerk nicht durch Sozialleistungen so teuer werden, dass sie gar nicht mehr stattfinden.

00:09:09: Sie geben ja das Stichwort an der Stelle, Finanzen.

00:09:12: Und Herr Hebler hat es eben auch schon als Stichworte gegeben und sie haben jetzt mit Zahlen gefüttert.

00:09:18: Wenn wir jetzt auf das Thema Gesundheitsreform oder gesetzliche Krankenversicherung schauen wie ernst ist denn die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherungen wirklich?

00:09:28: Wir reden ja – und das ist ja auch mehrfach gekommen – nicht über ein temporäres Problem sondern dass es ja ein Thema was auch nicht wirklich neu ist!

00:09:38: Wir reden eben vor allen Dingen über ein strukturelles Problem.

00:09:42: Auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen, Beitragsatzerhöhungen sind ja kein Naturgesetz und sie sind aber Folgen nicht unbedingt nur eine Folge des demografischen Wandels oder ähnlichen oder einer deutlich verbesserten medizinischen Versorgung sondern Sie sind vor allem aus meiner Sicht in den letzten Jahren Politik gemacht.

00:09:59: ich möchte mal zwei drei Beispiele nennen.

00:10:02: wir haben vor Jahren war die Ambition da das Gesetz sich versichert ist schneller kommen sollen beim Hausarzt, bei Facharzt etc.

00:10:11: Man hat das Terminservice-Gesetz kreiert.

00:10:14: die Krankenkassen haben damals schon davor gewarnt dass man das teuer wird aber nicht unter Automatischversorgung verbessert.

00:10:20: mittlerweile zahlen wir dafür jedes Jahr drei Milliarden mehr an die Ärzte ohne dass die Terminlage besser geworden wäre.

00:10:28: anderes Beispiel ist immer das Thema der sogenannten Pflegebüschis.

00:10:33: Man hat vor Jahren die Finanzierung den Krankenhäusern dahingehend verändert, dass die Krankenkassen jede Pflegekraft, ob sie nötig ist oder nicht zu hundert Prozent refinanziert und auch jede Tarifsteigerung zu hundert Prozent mal durchreichen muss.

00:10:47: Auch da haben die Krankenkasen gewarnt.

00:10:49: wir haben in den letzten zwei drei Jahren die Ergebnisse die Kosten für die Krankenhäuser in den vergangenen zwei Jahren jeweils um zehn Milliarden angestiegen bei gleichzeitig weniger Krankenhausfällen bei weniger auslastende Krankenhäuser.

00:11:01: Also daran sieht man ja, dass es mal viele der heutigen Probleme, der Ausgangprobleme die wir haben jetzt irgendwie nicht gottgegeben sind sondern sie sind immer politisch verursacht und ich könnte die Liste so noch weiter fortsetzen will das aber an dieser Stelle gar nicht tun.

00:11:17: und ich möchte eine Zahl oder zwei Zahlen sind nennen wie sich auch die Kosten den letzten Jahren entwickelt haben.

00:11:24: wenn man mal zehn Jahre zurück geht hat die gesetzliche Krankenversicherung im Leistungsausgaben pro Versicherten zwei tausend neunhundert Euro ausgegeben, pro Jahr.

00:11:34: Mittlerweile in diesem Jahr gehen wir davon aus dass die Kosten pro versichern bei viertausend achthundert liegen.

00:11:40: das ist in zehn Jahren einen Kostenzuwachs von sechsensechzig Prozent.

00:11:44: Wir haben aber beim gleichen Zeitraum nur eine Einnahmensteigerung der Versicherungen knapp fünffünfzig Prozent.

00:11:50: also daran sieht man ja erstmal dieses genau dieses Thema der Einnahmen und Ausgabeentwicklung auseinanderläuft.

00:11:55: Wir müssen wieder dazu kommen, dass wir eine sogenannte einnahmorientierte Ausgabenpolitik betreiben.

00:12:01: Also das heißt, dass die Vergütungen für Leistungsabbringer nicht stärker steigen dürfen als umgekehrt.

00:12:08: auch mal letzten Institutionen Löhne immer steigen.

00:12:11: Früher nannte man das Grundlohnanbindung ist im Gesetz im Übrigen auch verankert.

00:12:15: Es gibt ein paar Grafen dafür aber es gab in den letzten Jahren viele Ausnahmebewegelung dazu und das ist glaube ich immer sehr elementar.

00:12:23: Eine Reform muss dort ansetzen, dass wir nicht höhere Ausgangsscheigerungen erleben als wir umgekehrt auch Einnahmen einnehmen.

00:12:30: Das ist ja im Prinzip was eigentlich im Privaten auch ganz gut ist sozusagen ich gebe nicht mehr aus als sich einnehme.

00:12:36: also es ist eigentlich ein relativ einfaches Prinzip und dazu müssen wir kommen.

00:12:40: dann würden wir die Beiträge stabilisieren wobei Ich bin zu hundert Prozent bei Herrn Dietrich Wir müssen ja nicht nur stabilisier'n Wir müssen hier der Versorgung tragen das die Kurve auch wieder in die andere Richtung läuft Weil es ist nur noch dreinvierzig Prozent.

00:12:55: Ist eine Belastung, die sowohl für die Arbeit nehmend als auch für die Arbeitergeber schlicht und angreifend zu hoch ist?

00:13:00: Wie ist denn aus Ihrer Sicht zu schaffen erstmal eine Stabilität hinzubekommen?

00:13:06: auf der einen Seite das ist ja politisch gewollt.

00:13:10: wie realistisch ist es dann aus Ihrer sich genau dass auch langfristig auch hinzubekommen?

00:13:16: Ja

00:13:17: Also ich hatte ja vorhin gesagt, man hat auch zu Arbeitsgruppen, zur Kommission gegriffen.

00:13:22: Das haben wir ja auch durchaus skeptisch, ist mal beurteilt.

00:13:25: auf der anderen Seite Sie haben es ja vor einigen Tagen oder Wochen mitbekommen die Finanzkommission Gesundheit.

00:13:32: Man hat ja nun so einen Maßnahmenpaket vorgeschlagen, sixty-sechzig Maßnahmen wurden dort vorgeschlagt und die umgesetzt werden könnten und sollten, um letzten Endes die Finanzen zu stabilisieren.

00:13:44: Insgesamt gesehen, umfasst in diese sixty-sechzig Vorschläge den Volumen für zwanzig siebenundzwanzig von dreienvierzig Milliarden.

00:13:52: Wenn dieses Paket eins zu eins ist immer in die Umsetzung käme würde sich also die Finanzsituation verbessern.

00:13:57: wir wissen das im nächsten Jahr die GKV voraussichtigen Defizit von fünfzehn Milliarden erzielen wird.

00:14:03: Ergo würden unter dem Strich sogar noch sieben und zwanzige Milliarden übrig bleiben.

00:14:07: Diese sieben zwanziger Milliarden Wenn man sie in der Beitragserzänkung umrechnet, die Chancen bieten, die Zusatzbeiträge bei einem Punkt abzusenken.

00:14:17: Also wenn man den Mut hätte, die Maßnahmen umzusetzen wäre auch Senkungspotenzial da.

00:14:26: Wir wissen natürlich mittlerweile aus dem was die Kommission ermittelt hat ist ja nun auch ein Gesetzedwurf geworden das Beitrag Stabilisierungsgesetz.

00:14:35: Man hat Maßnahmen daraus ausgewählt.

00:14:37: also insofern ich glaube wenn die Politik den Mut hat, diese Schritte zu gehen.

00:14:43: Dass man ein ausgewogenes Paket auf dem Weg springen wäre, Inter-Tatpotenzial Dalilo Nähenkosten signifikant zu sein?

00:14:49: Herr Dietrich!

00:14:50: Ich nehme Sie noch mal damit zu gerade jetzt in dieser Fragestellung, wenn Sie die Entwicklung der Finanzen und der gesetzlichen Krankenversicherung beobachten... Was sind denn aus Ihrer Sicht Sorgen aber auch Hoffnungen mit dem Blick potenziell der Gesetzentwurf dann auch mit sich bringt, aus Sicht des Handwerks?

00:15:12: Ich setze genau dort an wo ich vorhin schon begonnen habe.

00:15:17: Herr Hepler hat vor allem Quavertrag den Blick der Krankenkasse zu wahren.

00:15:23: das ist sein Auftrag und es macht er sehr gut.

00:15:26: mein Auftrag ist ein Tick vielschichtiger weil ich auf der einen Seite für das Handwerk für eine Wirtschaftszweig spreche Und zum anderen ist in dem Handwerk ja auch wieder ein Teil der Leistungserbringung sogar dabei.

00:15:39: Darauf möchte ich hinaus, dass Herr Hepler deutlich gemacht hat wie viel Geld ausgegeben wird und wie es gestiegen ist.

00:15:48: Dem zufolge ist die Lage als dramatisch einzuschätzen.

00:15:53: Jetzt muss man ja fragen selbst wenn Geld falsch ausgegeben.

00:16:00: Wir müssten dann sagen, wo ist es eigentlich und ist es an der richtigen Stelle?

00:16:04: Die Gesundheitshandwerke werden ganz bestimmt nicht im Verdacht sein, dass sie zu hohe Erträge haben.

00:16:13: Das muss ja trotzdem in irgendwo bezahlt werden.

00:16:15: die Pflegefachkraft, die Krankenhäuser, die trotzdem defizitär sind liegt das vielleicht ein Landeshaus halten.

00:16:21: ich will das gar nicht in die Tiefe hineingehen aber diese Ausgabenkritik Die muss natürlich vorangesetzt werden, bevor wir dort hineingreifen.

00:16:31: Aber der andere Punkt und ich komme wieder zurück auf die Gesamtwirtschaft und auch das Handwerk für das Handwerk ist es dramatisch dass die sozialen Sicherungssysteme in Gänse drohen, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gänzlich zu vernichten.

00:16:49: soziale Sicherungssysteme sind ein Standortvorteil und wenn sie aber die Wirtschaft abwirken, dann geht das auch nicht.

00:16:57: Das muss auch der Leistungsobbringer der Arzt die Pflegefachkraft einsehen und deswegen ist es wichtig dass wir möglich sein in richtigen Schrauben drehen, dass wir schauen wo gibt es auch massive Effizienz verlustet?

00:17:10: Das hat Herr Hüpler gerade glaube ich zum Ausdruck bringen wollen.

00:17:17: Themen geht dort habe ich gar nicht genügend Ahnung.

00:17:19: Aber die Dringlichkeit, die hier liegt ist sehr groß und es wird viel Aufregung geben um eine solche Reform.

00:17:30: aber es hängt sehr viel davon ab.

00:17:32: Es ist der erste Aufschlag wo überhaupt Reformen kommen sollen.

00:17:35: wir wissen dass das bei der Rente in der Einkommenssteuer eine Bürokratie alles noch bevor steht Und es ist die Belastungsprobe, schafft die Bundesregierung solche Reformen überhaupt anzuschieben und schaffen wir es miteinander an der richtigen Stelle diese Reformen auszuführen.

00:17:54: Wenn am Ende dann alle unzufrieden sind und bleiben, dann ist das auch keine kluge Reform.

00:18:00: Wir müssen mit den verhandenen Mitteln effizienter und besser agieren.

00:18:04: Das ist der Auftrag!

00:18:06: Sie prognositieren ein bisschen einen heißen Herbst, so will ich das mal sagen.

00:18:11: Oder die nächsten Monate werden sicherlich sehr schwierig werden.

00:18:14: wenn sie haben ja eben angesprochen ist auch noch weitere Themen anstehen.

00:18:18: Herr Heblerich möchte nochmal zu Ihnen zurückkommen.

00:18:21: wir haben mir das Thema Finanzen auf der Tagesordnung gehabt und immer wieder kommen ja die Diskussion auch auf das Thema versicherungsfremde Leistungen zu sprechen.

00:18:32: was es damit erstens konkret gemeint Und aus welchem Grund wurde dieses Problem politisch bisher so ignoriert oder beiseitegeschoben?

00:18:40: Also es gibt ja eine ganze Reihe von Aufgaben, die dem Grunde nach gar keine klassischen Versicherungsleistungen sind.

00:18:45: Sondern dass man der Staat eben in der Durchführung auf die Krankenkassen sogar übertragen hat und dafür bekommen die Krankenklassen grundsätzlich eigentlich auch immer einen entsprechenden Ersatz.

00:18:57: Dieser Ersatz ist allerdings vor vielen Jahren mal fixiert worden.

00:19:00: Das ist immer auf jetzend, fünf Milliarden pro Jahr.

00:19:03: Wenn man heute die Versicherungsfremde-Leistungen mal alle zusammenrechnet, ist man endiert sich das auf Beträge.

00:19:08: Die liegen weit über dreißig Megaden also.

00:19:10: von daher wäre es natürlich dringend notwendig dass der Staat bzw.

00:19:15: dieser Betrag auch regelmäßig sozusagen dynamisiert wird damit er mit der Kostenentwicklung auch standhält.

00:19:21: ganz großer Bereich wo das natürlich auch immer sehr deutlich zu Tage tritt ist sie Versicherung.

00:19:27: so war die Krankenversicherung der Bürgergeldempfänger.

00:19:30: wir bekommen als gesetzliche Krankenversicherung Dort beitragen monatlich von um die hundertzwanzig ist ein Euro.

00:19:39: Wir haben aber durchschnittliche Ausgaben pro Kopf, von ungefähr vierhundert ist im Euro.

00:19:44: Das heißt, das ist eine Unterdeckung.

00:19:46: also der Beitrag deckt nur einen Bruchteil des Weiterkosten ab.

00:19:50: Das summiert sich Pro-Bürger-Geldempfänger ein Jahr auf über zweitausend Euro und wenn man das so mal auf die Gesamtheit aller hochrechnet reden wir hier von einer Unterdeckenung von elf bis zwölf Milliarden.

00:20:02: Das geht natürlich nicht um die Versicherung der Bürgergelempfänger, das ist natürlich völlig, es macht auch Ordnung.

00:20:07: Aber es geht um die Refinanzierung.

00:20:08: also insofern legt sich hier das Staat einig der Pflicht dafür aufzukommen und wir haben diese Situation schon seit Jahren.

00:20:17: schon im letzten Koalitionsvertrag war verankert, dass verändert werden soll.

00:20:24: Die Ampel hat es sein, dass er nicht hinbekommen.

00:20:27: Im neuen Koalisionsvertrag steht es ebenfalls drin aber auch hier gilt Staatshaushalt gibt es momentan nicht her, deswegen findet das nicht statt.

00:20:35: Das heißt die Beitragszahler zahlen im Prinzip immer diese zwölf Milliarden, die werden aus Beitragsmitteln aufgebracht würden aber natürlich aus Steuermittel zu finanzieren sein.

00:20:46: und das hat auch nichts mit rechter Tasche oder linker Tasche zu tun sondern die Zahlen für Steuern sind eben Zumindest in einem guten Teil andere als die Beitragszahl sind, ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

00:20:59: Die Krankenkassen klagen ja mittlerweile auch dagegen und wir sehen sehr gespannt wie das am Ende ausgeht.

00:21:06: aber es wäre jetzt ein leichtes gewesen für Entlastung zu sorgen beim Übrigen auch einen Vorschlag der Fachkommission, die getagt hat.

00:21:14: Das war aber auch der erste Vorschlag, der leider sozusagen abrasiert wurde und sich nicht im Beitragsentlastungsgesetz immer wiederfindet.

00:21:23: Vielen Dank Herr Hibbler, dass Sie das so sachlich vortragen.

00:21:28: Ich möchte für die Zuschauerinnen und Zuschauer nochmal deutlich machen, dass es nicht um das Solidarprinzip geht.

00:21:34: Soziale Sicherungssysteme sind dazu da solidarisch zu sein.

00:21:39: aber es ist nicht solidaris, dass der Staat etwas bestellt und andere es bezahlen lässt.

00:21:46: und um es noch mal klar zu sagen, dass hier Menschen versichert sind, von den gesetzlich Krankenversicherten, der Bäckereifachverkäuferin dem Metallbauer, dem Dachdecker bezahlt werden.

00:22:00: Warum werden die nicht von anderen bezahlt?

00:22:03: Von Steuerzahler vom Privat-Krankversichertnessen?

00:22:06: Wir können ja irgendjemand nehmen.

00:22:08: Warum wird es diesen gesetzlichen Krankenversicherer aufgelastet?

00:22:12: und das ist im Wahrheit empörend!

00:22:15: Und dass dann die gesetzliche Krankenversicherung gegen den Staat sogar klagen muss Das ist unglaublich, was wir hier erleben.

00:22:26: Und Herr Hepler sagt ja mal sehen was da rauskommt.

00:22:28: ich kann nur hoffen dass der Rechtsstaat deutlich macht dass das nicht rechtens ist, diese Sache abzuwälzen.

00:22:36: Wenn bei mir das nächste Mal Geld fehlt in der Kasse dann werde ich nach diesem Prinzip haben Pippler eine Rechnung schicken und sagen Mensch bezahlen sie es doch einfach?

00:22:46: Ich habe gerade nicht genug!

00:22:48: Das müssen Sie doch einfach einsehen.

00:22:50: Es ist unfassbar Das ist nicht in Ordnung, was hier passiert mit den versicherten Geldern.

00:22:57: Dass wir uns gegenseitig mit dem Finger aufeinander zeigen wie wir mit mehr Eigenverantwortung das wieder alles hinbekommen wie wir Arbeitsplätze sichern und der Staat macht sich einen schlanken Fuß.

00:23:10: Das würde man im Finanzamt wenn es um einen Handwerksbetrieb geht nie hinnehmen.

00:23:16: da gäbe es ganz sicher ganz schnell Trastische Maßnahmen.

00:23:20: Meine klare Erwartung, dass solche Fehler repariert werden in Zukunft von der Bundesregierung?

00:23:26: Es ist nicht in Ordnung!

00:23:28: Das heißt hier letztendlich, die eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist dann an die gesetzliche Krankenversicherung quasi geparkt oder übergegangen.

00:23:36: Herr

00:23:36: Holm!

00:23:37: An die gesetzliche Kranken- versicherung das klingt so nett?

00:23:40: An die Versicherten, an die Bäckereifachverkäuferin, an den Dachdecker – das sind Menschen, die das bezahlen.

00:23:47: und warum wird denen diese Google an den Fuß

00:23:50: geklemmt?!

00:23:50: Das hat nichts mit Solidarität zu tun.

00:23:53: Diese Menschen sind untereinander solidarisch und sie bezahlen auch ihre Steuern Aber sie bekommen zusätzlich eine Last aufgebürdet, die der Gemeinschaft zusteht.

00:24:04: Es ist nicht die gesetzliche Krankverticherung.

00:24:06: Es sind die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler, die dafür gerade stehen müssen.

00:24:11: Und das ist nicht in Ordnung.

00:24:13: mit voller Emotionen.

00:24:16: Sie haben vorhin beide schon das Thema Strukturentwicklung in den Mund genommen und angedeutet dass sich an dieser Stelle auch in einer Gesetzlichen Krankenversicherung etwas tun muss.

00:24:26: Was genau muss ich denn tun in den Strukturen der gesetzlichen Krankenversicherung im Aufbau von Reformen?

00:24:34: Was ist da Ihre Forderung bzw.

00:24:36: was wird dort diskutiert und möglicherweise auch im Gesetzentwurf schon

00:24:41: vorbereitet?".

00:24:42: Ja, also ich hatte ja vorhin schon einige Punkte genannt.

00:24:44: Also der ungesteuerte Zugang ist mal zum System, sprich immer auch das Primärversorgungssystem.

00:24:51: Man muss es mal kommen.

00:24:52: Wir brauchen immer Steuerung im System, das hilft dem Übrigen ja auch den Versicherten.

00:24:56: ist man nicht irgendwie zielos und natürlich das Gesundheitssystem zu irgendeinem damit aber auch Kanäle zu verstopfen Arztpraxen zu verstopfen etc.

00:25:06: Das ist der eine Punkt.

00:25:07: wir brauchen eine deutliche Veränderung in den Krankenhaus Strukturen.

00:25:11: Es kann ja nicht sein dass wir jedes Jahr in den ohnehin schon größten Ausgaben Block zehn Milliarden mehr reingeben dass wir aber nur noch siebzig Prozent Auslastung in den Krankenhäusern haben.

00:25:23: Und gleichzeitig alle Krankenhäuser, aber offensichtlich und das hört man ja Land auf, Land ab ist immer kurz vom Ruinen stehen.

00:25:30: also das passt ja nicht zusammen.

00:25:31: Das heißt, wir müssen die Krankenhausreformen echt umgesetzt werden.

00:25:36: Nur wir haben die Sorge und wir sehen das ja, dass die aktuelle Reform leider schon wieder sehr stark verwässert wurde.

00:25:43: Aber das sind strukturelle Veränderungen, die wir dringend brauchen.

00:25:47: Die brauchen wir A im Sinne einer qualitativ guten Versorgung, die wir in Deutschland noch haben aber auch weiterhin haben wollen.

00:25:56: Die aber auf der anderen Seite und dann ist das zweite ganz wichtige Thema, die ja auch finanzierbar sein muss und Qualität und Kosten dürfen an der Stelle und müssen auch kein Widerspruch sein.

00:26:08: also wir sehen dass in anderen Ländern die dort wesentlich konsequent war vorgegangen sind um die deutlich bessere Resultate erzielen.

00:26:15: Wir haben uns selbst unser Verwaltungsrat Wir uns innerhalb natürlich auch ist immer der hauptablichen Strukturen, um es ja auch damit auseinandergesetzt.

00:26:25: Wir haben in den letzten Wochen die sogenannte Versorgungsagenda zweizig-vierzig auf den Weg gebracht.

00:26:31: dort haben wir mal ein Bild gemalt wie aus unserer Sicht Versorgung im Jahr zwanzig vierzig aussehen muss.

00:26:38: Um einmal einen Zielbild zu haben wohin sich das Ganze entwickelt.

00:26:42: und dabei ist uns wichtig Nach wie vor ist man ein Solidarsystem geben, dafür ist man da steht.

00:26:50: Wir brauchen eine gute Qualität und eine Finanzierbarkeit weil nur wenn diese Dinge auch da sind werden wir in der Akzeptanz des Systems haben.

00:26:59: Ist ja auch noch mal enorm wichtig.

00:27:00: Man darf nicht vergessen die gesetzliche Krankenversicherung, eine stabile Krankenversicherung ist hier auch ein wichtiger Anker innerhalb des Staates was das Thema Demokratie angeht Weil wir kennen ja die Diskussionen, wenn irgendwo über Strukturen mit Angst gesprochen wird.

00:27:16: Wenn Reduzierung, wenn die Krankhausschließung sehr problematisch in manchen Regionen dargestellt wird dann sehen wir das.

00:27:23: am Ende ist man auch wenn Landtagswahlen stattfinden wie sich dort ein paar Ergebnisse verändern.

00:27:28: also das heißt es ist auch ein Stabilitätsfaktor für die Demokratie und deswegen braucht mir Diese Veränderungen.

00:27:35: Und wir wollen dazu beitragen, indem wir unsere Versorgungsagenda in der Zwanzigvierzig auch die politische Diskussion einbringen.

00:27:41: Warum ist es denn eigentlich in der Vergangenheit oder grundsätzlich so schwierig mit strukturellen Reformen umzugehen?

00:27:47: Oder diese überhaupt anzugehen?

00:27:49: Ein Grund ist natürlich mal dass das Gesundheitssystem ist ja so ein bisschen ... Herr Wollser hat bei der Vorstellung der Versorgungssagenda das Bild gemalt Das ist ja ein bisschen Haus, wenn man das in den letzten Jahren immer wieder mit anbaut und irgendwie erweitert wurde.

00:28:04: Aber die Grundstruktur stimmt irgendwann nicht mehr.

00:28:07: Und so ist auch das Gesundheitssystem heute seiner Struktur eher historisch bedingt.

00:28:11: Das ist nicht am heutigen Bedarf unbedingt orientiert, das mal jetzt aufgestellt worden.

00:28:16: Und natürlich wissen wir auch wie schwer es ist alte Strukturen aufzubrechen.

00:28:22: Wir sehen das alleine an den Grenzen zwischen dem ambulanten Sektor, sozusagen bei dem stationären Sektors.

00:28:28: Wir bezahlen teilweise für gleiche Leistung unterschiedliches Geld nur je nachdem in welchem Sektore es erbracht wird.

00:28:34: auch das muss natürlich aufhören.

00:28:36: wir müssen unter Bestrich dazu kommen dass die gleiche Leistungen am Ende auch gleich vergütet wird und nicht entscheidend ist in welchen Sektoren stattfindet.

00:28:45: also das heißt wir haben einfach sehr tradierte Strukturen und haben natürlich auch starke Lobbyarbeit in den Leistungsabbringer-Bereichen, die auch wenig Begeisterung für Veränderungen von Strukture aufbringen.

00:29:00: Veränderung ist ja dann immer ein Stichwort insbesondere wenn es um unseren Kontext in Reformen geht.

00:29:08: Letztendlich brauchen wir am Ende Kompromisssituationen.

00:29:12: Herr Dietrich, wie ist es aus Ihrer Perspektive also nicht nur Ihrer persönlichen, sondern natürlich auch der Handwerks zu sehen?

00:29:22: Wie kann so eine Strukturreform tatsächlich angegangen werden.

00:29:27: Also ich oute mich mal als freiwillig gesetzlich versicherte oder in uns kranken Kasse.

00:29:34: Ich bin da versichert und betroffener Und mir ist ja vollkommen klar, dass wenn ich jetzt als Handwerksmeister, als Präsident des Zentralverbandes über Reformen im Gesundheitswesen spreche.

00:29:47: dass da der Blutdruck bei Ärzten und Leistungsabbringern erst mal hochgeht.

00:29:51: Wie würde ich reagieren, wenn die Ärzte über Struktureformen im Handwerk sprechen würden und nicht wir selbst dran teilhaben können?

00:30:01: Und deswegen möchte ich gar nicht zuerst einen Ärzter- und Leistungsobbringer in diesem Kontext appellieren, sondern ich möchte zuerst die Punkte aufführen die stressfrei zu betrachten wären.

00:30:16: Und das ist als erstes die Prozesse, ich habe mir neulich von einem Hörakustiker geben lassen nochmal die Antragsformulare für ein Hörhilfsmittel.

00:30:28: Acht neuen Seiten müssen da ausgefildet werden.

00:30:30: Jetzt kann Herr Halbler sagen liegt es an einer Krankenkasse, liegt dass an den Gesetzlichkeiten?

00:30:36: Fakt ist?

00:30:37: Das ist dort aus Mahnersicht massive Prozesskosteneinsparungspotenziale gibt, dass die Gesundheitshandwerke elektronisch abrechnen.

00:30:49: Aber alles noch einmal ausdruckend analog ablegen!

00:30:53: Wer erfindet solchen Quatschen seit der Digitalisierung?

00:30:56: Also ich behaupte das ist was Dokumentation und Sachen angeht gewaltige Potenzialien.

00:31:03: Zweiter Punkt den ich ansprechen möchte, den habe ich erlebt als Verwaltungsrat dass wir alles klatschmürgeln, dass wir gar nicht mehr bereit sind einen Wettbewerb zuzulassen.

00:31:14: Ich kann mich noch erinnern das die IKK-Klassik einen anderen Vertrag hatte mit der Zahnmedizin.

00:31:23: Das wurde per Gesetz dann verändert.

00:31:25: Es geht nicht um die Frage ob wir neunzig Krankenkassen haben zehn oder zweihundert sondern es geht um die frage welche Gestaltungsspielräume lassen wird diesen Krankenkasten?

00:31:35: Das ist mein zweiter Punkt den ich ansprechen möchte, damit der Patient auch oder der Gesetz sich versicherte.

00:31:41: Auch eine Wahlmöglichkeit hat zu sagen Ich möchte dieses und ich möchte jenes das liegt mir am Herzen.

00:31:48: dritter Punkt die Länder die sich aus der Finanzierung der Krankenhäuser zu stark herausgehalten haben und sie sind gesetzlich dazu versichert.

00:31:57: Die Landkreise, die sich nicht getrauen Anpassungen im Krankenhausbereich zu machen weil Sie Angst vor Ihren Wählern haben das können Sie nicht dem Krankenkassen anlasten.

00:32:07: dort muss es Bewegung geben.

00:32:09: und natürlich auch die Frage der Vorsorge die im Blick bleiben muss, dass wir vielleicht dadurch auch Behandlungen verhindern.

00:32:19: Aber eben auch uns wirklich Ziele setzen, die wir erreichen wollen.

00:32:23: und last but not least ja es gibt auch Härten.

00:32:27: Wir werden wieder ein Stück Richtung mehr Eigenverantwortung gehen müssen in Transparenz.

00:32:32: Ich höre nur den einen oder anderen Leistungsabbringer.

00:32:36: Ich bin auch Patient, der dann sagt ja dafür bekomme ich nur neunzehn Euro.

00:32:40: Keine Ahnung was er dafür bekommt!

00:32:42: Ich weiß das überhaupt nicht und kann es auch nicht beeinflussen.

00:32:45: vielleicht muss dort auch ein Stück Transparenz hinein um überhaupt Einfluss darauf nehmen zu können und vielleicht eben auch für den der es leisten kann ein Stück Eigenanteil um sichtbar zu machen dass diese Leistungen eben nicht einfach kostenlos sind.

00:33:02: wenn ich sie beide mit den entsprechenden Themen so höhere, ist ja auch eine Erwartungshaltung.

00:33:10: Und ich habe eben schon mal den heißen Herbst angesprochen für die Zukunft oder eine Perspektive für die zukünfte angesprochen.

00:33:17: Erwarten Sie nun tatsächlich einen richtigen Reformboost?

00:33:22: Englisch-Deutsch!

00:33:24: Oder meinen sie das geht so weiter mit dem Zerreden und Abflachen wieder von Themen Unklarheiten schaffen, verweichlichen wie auch immer.

00:33:38: Was meinen Sie?

00:33:39: Die Erfahrung in der Demokratie sagt solange der Druck nicht groß genug ist passiert nichts.

00:33:48: Das ist eigentlich eine negativer Aussage.

00:33:51: aber der Druck ist groß.

00:33:53: er ist eben nicht nur groß weil die gesetzliche Krankenversicherungen schon jetzt in schwersten Finanzierungsproblemen ist, obwohl die Babyboomer noch nicht mal ein Rente sind.

00:34:06: Schon jetzt sind wir über die Kante hinaus.

00:34:09: Es ist aber auch eine Trinklichkeit weil die Wirtschaft, weil die Arbeitsplätze das nicht mehr finanzieren können auf Dauer Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandards Deutschland ist nicht mehr gegeben und diese beiden Punkte so schlimm sie sind machen mich zuversichtlich, dass Dinge sich verändern müssen.

00:34:30: Weil wir sonst noch in sehr viel schwieriger Situationen kommen

00:34:34: werden.".

00:34:35: Die Frage ist natürlich immer, wann ist der Druck groß genug?

00:34:39: Wir haben auch in den letzten Jahren schon gesagt eigentlich ist der Trupp jetzt schon riesengroß.

00:34:43: Trotzdem hat sie Politik immer wieder geschafft das sind die Themen natürlich immer zu vertagen und zu verschieben oder auch mal zu verbessern.

00:34:50: ich teile aber zu hundert Prozent die Auffassung Wenn man sich die Entwicklung der letzten zwei Jahre anschaut, wie sich auch immer sozusagen die Belastung bei den Krankenkassen also dann im Ende.

00:35:01: Die Belastungen für die Arbeitgeber und für die Versicherten entwickelt hat ist ja der Zusatzbeitrag enorm stark angestiegen.

00:35:09: Und wenn man ein bisschen nach vorne schaut ich hatte vorhin schon das Defizit im nächsten Jahr erwartbar von fünfzehn Milliarden Wenn nicht korrigierend eingegriffen wird, werden die Krankenkassen im Januar des nächsten Jahres ihre Beiträge bis zum Null, sieben bis Null Kommen acht Beitragssatzpunkte anheben müssen.

00:35:31: Ein klares Eingreifen.

00:35:33: der Zusatzbeitrag ist insgesamt gesehen um zwei Prozentpunkte ansteigen, dann reden wir nicht mehr wie heute.

00:35:38: Um rund drei Prozent reden wir um fünf Prozent.

00:35:41: Dann reden wir bei Lohnnebenkosten nicht mehr um dreieinviertchen, sondern um fünfundvierzig Prozent.

00:35:45: Das ist nur die Krankenversicherung.

00:35:47: was sich parallel in der Wente und was sie in der Pflege noch tut kommt ja gegebenenfalls noch obendrauf.

00:35:52: also ich glaube das macht sehr deutlich ein weiter so ist überhaupt keine Option.

00:36:00: Die Erwartungshaltung an die Politik ist jetzt natürlich, dass der erste Teil der Reform ist.

00:36:06: Ich tu mir schwer das Reform zu nennen, weil eigentlich ist es nur eine Art von Kostensteuerung, kostende Reduzierung oder auch so mal höhere Belastungen.

00:36:16: An dieser Stelle ist noch nicht wirklich ein echter Reform.

00:36:19: aber zumindest das muss kommen um erst einmal eine Stabilisierung des Beitrags zu erreichen Und dann muss bis zum Jahresende derzeit wird hier die Kommission Vorschläge machen, wie sich auch strukturell die Krankenversicherung und die Gesundheitsversorgung weiterentwickeln.

00:36:33: Vielleicht muss man ja noch mal weiter zurückdenken.

00:36:37: also es gab Anfang der neunziger Jahre gab's mal den sogenannten Lahnsteinkompromiss.

00:36:42: das war damals noch unter Minister Seehofer und Herr Dressler für die SPD.

00:36:46: Die haben einen gemeinsamen Vorstellung entwickelt, wie in mehreren Jahren das Gesundheitssystem aussehen soll und ob statt Einigkeit das eigentlich losgelöst davon mehr nach der nächsten Wahl.

00:36:56: In der Federführung ist dass das konsequent fortgesetzt wird.

00:37:00: Und strukturelle Veränderungen der Krankenversicherung sind nichts aber was nur in einer Legislaturperiode stattfindet weil ich glaube so lange eine Dekade wird es dauern bis man wirklich Strukturen im System auch verändert.

00:37:13: Ich bin auch optimistisch, dass dieses Jahr etwas passiert.

00:37:16: Ich sage aber auch, es muss dann aber bald passieren.

00:37:19: Weil nach der Sommerpause fahren die Krankenkassen an die Beiträge fürs nächste Jahr zu kalkulieren und dann brauchen sie belastbare Grundlagen.

00:37:26: also insofern der Plan das noch vor der Sommer Pause dass Finanzstabilisierungsgesetz auf den Weg gebracht wird begrüßen wir sehr.

00:37:35: ob gleich aus der Erfahrung auch so meine Bauchschmerzen habe ob das am Ende wirklich stattfindet aber ich bleibe optimistisch.

00:37:43: Da passt sozusagen meine handschriftlich zugefügte Frage ganz wunderbar dazu.

00:37:49: Wenn morgen der zweite, Januar zwanzig, siebenundzwanzig wäre dann Punktpunktpunkt.

00:37:56: Dann ist die klare Erwartung und nicht nur die Hoffnung dass viele Reformen auf den Weg gebracht wurden weil dann schon wieder alle Richtung Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern schauen

00:38:12: Häbler.

00:38:14: Ich hoffe, dass ich am zweiten Januar kein Kater mehr von Silvester habe.

00:38:18: Deswegen hab' ich die noch genommen?

00:38:20: Ja genau!

00:38:21: Da habe ich die Hoffnung über das sozusagen der erste Teil der Gesundheitsreform.

00:38:25: Sie war im ersten Ersten also einen Tag vorher in Kraft getreten ist.

00:38:28: Der erst mal dafür sorgt, dass die Beiträge stabilisiert werden und Finanzkommission ist mal Ihren Auftrag gerecht geworden, bis eine Dreißigstenszwölfende Blaupause vorzulegen.

00:38:38: Welche strukturellen Veränderungen wir dann mittelfristig brauchen und die dann wiederum von der Politik auch ist immer sozusagen aktiv aufgegriffen werden und schnell vorangetrieben werden?

00:38:50: Ja!

00:38:50: Wir haben in unserem Podcast immer zum Abschluss einen Mythen-Check und den würde ich gerne mit Ihnen auch durchgehen oder durchsprechen.

00:38:59: Ich gebe Ihnen einfach Aussagen.

00:39:02: Sie nehmen dazu Stellung, ob das aus Ihrer Sicht richtig ist oder möglicherweise falsch ist oder zumindest teilweise richtig ist.

00:39:10: Herr Hebler ich fange mit Ihnen einfach mal an weniger Krankenkassen senken die Verwaltungskosten deutlich?

00:39:17: Ja es ist ein sehr beliebtes Thema was medial ist man auch immer gerne genutzt wird.

00:39:23: wenn man sich anschaut die Finanzkommission hat sich auch mit dem Thema befasst Und kam ja zu einem Ergebnis ist immer das sozusagen die Anzahl der Kassen nicht wirklich signifikant, dass man sich auf die Finanzlage der Kasse letztendlich auswirkt an dieser Stelle.

00:39:37: Wir haben heute noch dreinneunzig Kassen.

00:39:40: also ich habe mal bei der Krankenkasse angefangen da gab es noch eintausend einhundertfünfzig Krankenkassen Das war Mitte der achtziger Jahre.

00:39:48: Also man sieht, da war schon durchaus Bewegung drin und man muss natürlich auch mal deutlich sagen Ja, drei neunzig Das heißt, wir haben eigentlich schon ein relativ immer starken Konzentrationsprozess.

00:40:04: Es gibt aber noch eine ganze Reihe traditionell aus der Vergangenheit von kleinen und kleinsten Betriebskrankenkassen.

00:40:11: Ich persönlich habe immer die Auffassung zu sagen wenn sich dort jemand wohl fühlt und glaubt dass es gut und richtig ist bei einer Krankenkasse mit Zehntausend Versicherten versichert zu sein dann soll er doch die Möglichkeit haben.

00:40:25: Wirtschaftlich gesehen macht das für das System kein Unterschied.

00:40:28: Ich glaube, kleine Krankenkassen sind nicht per se teurer in den Verwaltungsfüßen als große.

00:40:33: Das ist auch empirisch belegbar an der Stelle.

00:40:36: ich glaube nur dass kleinere Krankenkassens die Herausforderung der Zukunft in Sachen Digitalisierung im Dingen Automatisierung auch immer in Versorgungsgestaltung diesen Aufgaben auf Dauer nicht gerecht werden können und deswegen bin ich sehr sicher, dass es zu weiteren Konzentrationen kommt.

00:40:53: Dazu brauchen wir aber aus meiner Sicht keine gesetzliche Vorgabe.

00:40:58: Herr Dietrich, die Digitalisierung löst alle Probleme?

00:41:01: Lassen Sie mich nicht auch zu dem ersten Mythos was sagen.

00:41:04: Gerne!

00:41:07: Ich komme aus einem Wirtschaftsbereich mit über einer Million Handwerksbetrieben.

00:41:14: Die Frage ob man wie viele Krankenkassen man braucht lässt nicht natürlich in meine DDA-Vergangenheit zurückgehen.

00:41:21: Da gab es nur eine Krankenkasse.

00:41:23: Ich kann Ihnen sagen, das hat auch nicht besser funktioniert!

00:41:27: Deswegen kam ich vor mit dem Punkt der Gestaltungsmöglichkeiten.

00:41:31: Welche Gestaltungsmöglichkeiten lassen wir diesen Krankenkassen?

00:41:35: Was ist dort der gesellschaftliche Wunsch und Wille?

00:41:38: Wenn wir sagen, es darf keinen Wettbewerb geben dann ist es richtig.

00:41:42: wenn wir nur eine kranken Kasse haben.

00:41:43: Wir wollen Innovationen und Ideen einen Raum bieten dann ist die Diskussion, wie viele Krankenkassen wir haben vollkommen Fehl am Platz.

00:41:57: Und jetzt dürfen Sie mir Ihre Frage stellen in den neuen Mythos.

00:42:00: Genau!

00:42:00: Die Digitalisierung löst alle Probleme?

00:42:04: Die Digitalisierung wird uns wenn wir es richtig anpacken massiv unterstützen das eine oder andere Problem aus der Welt zu schaffen.

00:42:15: beginnen wir mit dem bürokratischen Teil, vielleicht ändern wird das ein oder andere Gesetz doch nicht weil wir keine Mehrheit haben.

00:42:24: Aber wir können die Bürokratie überlisten indem wir KI diese Dinge machen lassen weil wir lernen den richtigen Brompt zu erstellen.

00:42:33: Das wäre ja auch eine pfiffige Methode Bürokrate einzudämmen indem wir sie mit Rechenleistung beantworten.

00:42:41: und was Leistungsverbringung angeht, denke ich das alle sich wünschen.

00:42:46: Dass der Mensch ein Faktor ist.

00:42:48: aber wenn die humanoider Robotik helfen kann, die eine oder andere Tätigkeit noch zu erleichtern dann wäre es natürlich toll dass wir die Zeit auch für den Patienten haben, die er sich wünschte im Sozialen Miteinander.

00:43:06: Vielen Dank Herr Hebler.

00:43:07: wollen Sie noch ergänzen aus Ihrer Sicht?

00:43:10: Ja also ich glaube Definitiv.

00:43:13: Also ich glaube, dass die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz gerade in meinem Bereich die Versorgung riesige Fortschritte bringen wird.

00:43:21: Ich glaube, die Möglichkeiten, die wir bekommen werden können wir uns aus unserer heutiger Sicht wahrscheinlich noch gar nicht mal vorstellen.

00:43:30: auf der anderen Seite bleibt immer eins Entscheidungen im medizinischen Bereich muss am Ende immer ein Mensch sprich ein Arzt, ein Behandler.

00:43:40: Ich glaube, das sollten wir nicht der KI überlassen.

00:43:43: Aber die KI unterstützend hinzuzuziehen ist definitiv notwendig und wird auch so mal die Möglichkeiten schaffen effizienter zu agieren und auch teilweise treffsicher dazu agieren wenn man sich heute teilweise anschaut in der Diagnostik was KI dort bereits leistet.

00:44:02: Das kann der Mensch teilweise schlicht und ergreifend nicht leisten.

00:44:06: aber wie gesagt der Endentscheider Aus meiner Sicht muss ein Mensch, muss ein Arzt, muss sein Behandler bleiben oder eben der Patient.

00:44:12: Das würde ich ungerner sozusagen einer KI überlassen.

00:44:17: Komme ich zum letzten Mythos, Gesundheitsreformen bringen Kosteneinsparungen?

00:44:23: Dietrich hat es vorhin gesagt die Frage ist mal welches Ziel eine jeweilige Reform verfolgt.

00:44:30: also es gibt natürlich Gesundheitsreformingen diesmal das Thema der Kostendämpfung, der kostende Reduzierung ist.

00:44:36: mein Blick kam dann mag es sein, per se wenn ich mir den Formen der letzten Jahre anschaue haben wir allerdings immer eigentlich nie, ist mal Kosten gespart sondern wir hatten eher reformen die teuer waren nicht aber unbedingt hinterher für bessere Qualität und bessere Versorgung gesorgt habe.

00:44:54: Ich hatte vorhin ein paar Beispiele genannt.

00:44:56: von daher würde ich sagen Gesundheitsreform können wenn sie gut gemacht sind beides sie können die Qualität verbessern.

00:45:06: Die Realität sieht manchmal ein bisschen anders aus.

00:45:10: Die Frage ist das Ziel, wenn die Gesundheitsreform die Ausweitung der Leistungen im Blick hat, dann wird es nicht preiswerter werden?

00:45:20: Ich würde gerne ein anderes modales Hilfsverb einfügen.

00:45:24: Gesundheitsreformen müssen die Kostendämpfung in den Blick nehmen.

00:45:30: Ja, meine Herren wir kommen zum Abschluss unseres Podcasts.

00:45:34: Was ist aus Ihrer Sicht ein Fazit beziehungsweise einen Abschluss plädoyer?

00:45:38: Ein Schlusswort mit Blick auf die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung oder der nahen zukunft muss man ja sagen hebler

00:45:49: mein Fazit ist das zum Einen immer die gesetzliche Krankenversicherungen ist mal eine Errungenschaft ist nicht missen möchte, nicht weil ich in der gesetzlichen Krankenversicherung arbeite sondern weil ich von dem Grundmodell überzeugt bin.

00:46:02: Ich glaube aber wir haben ganz viele Baustellen die wir dringend angehen müssen damit auch die Akzeptanz der gesetzen Krankenversicherungen der Versicherten weiter erhalten bleibt.

00:46:13: Dazu gehört eine gute Qualität.

00:46:15: Es gehört eine solidarische Finanzierung dazu gehört aber auch vor allen Dingen eine Finanzierung somit die leistbar und tragbar ist für alle Beteiligten.

00:46:25: Und dann bin ich auch nicht bange, ist immer das System der gesetzlichen Krankenversicherung auch die nächste Jahrzehnte ist man dann auch gut bewältigen kann.

00:46:34: Herr Dietrich wie sehen Sie einen Abschlussfahrt sieht?

00:46:38: Unsere Vorfahren haben nicht umsonst solidarische Krankenkassen gegründet und diese Krankenkasse, diese gesetzliche Krankenversicherungen sind ein Standortvorteil unseres Landes und ein stabilisierender Faktor der Gesellschaft.

00:46:56: Wir sind aufgefordert diesen Schatz zu bewahren, weiterzuentwickeln damit nicht durch Fehler in der Finanzierung dieses System gänzlich infrage gerät.

00:47:10: das ist der Auftrag.

00:47:12: vieles erhalten Aber so anpassen, dass es für alle leistbar ist und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft nicht weiter eingeschränkt wird.

00:47:22: Vielen Dank meine Herren!

00:47:24: Vielen Dank für das Gespräch hier in unserem gemeinsamen Podcast einmal nach Erfurt vielen Dank Herr Hebler, nach Frankfurt vielen Dank Hedditrich.

00:47:33: Und liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauern

00:47:37: wir

00:47:38: sind demnächst wieder da wenn es wieder heißt alles geregelt unser Arbeitgeber-Podcast, aber wenn Sie noch etwas wissen möchten zu den Themen der politischen Diskussion die wir jetzt gerade eben angetiesert haben.

00:47:55: Die IKK Classic hat einen LinkedIn-Account.

00:47:59: dort sind interessante Beiträge zur politischen Meinungsbildung und dem Status der konkreten Umsetzung unserer Gesundheitsreform fast täglich zu finden.

00:48:09: insofern Schauen Sie rein und machen sie sich schlau gerade, wenn es um diese Themen

00:48:14: geht.

00:48:14: Das war's für heute!

00:48:15: Vielen Dank!

00:48:16: In kurzer Zeit erscheint denn die nächste Folge von Alles Geregelt.

00:48:20: Und wenn Sie bis dahin ein paar Minuten Zeit haben uns in Ihrer Podcast-App zu bewerten, dann freuen wir uns sehr.

00:48:26: Wenn Sie Fragen haben, Lob, Kritik oder Themenvorschläge schreiben Sie uns gerne an.

00:48:32: allesgeregelt at ikrkclassic.de Oder auf unseren bekannten Social Media.

00:48:37: Kanälen sind überall erreichbar.

00:48:40: Vielen Dank.

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