Folge #24: Employer Branding: Was macht einen Arbeitgeber attraktiv?

Shownotes

Wie wird man ein attraktiver Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels? Moderator Kay Holm spricht mit Daniel Hotz, selbstständiger Malermeister, dem Coach und systemischen Organisationsberater Armin Hering sowie Maria Winter, zuständig für das Arbeitgeberimage der IKK classic, über die Anforderungen an eine moderne und überzeugende Arbeitgebermarke. Dabei wird schnell klar: Employer Branding geht weit über den berühmten Obstkorb hinaus. Es braucht echte Beteiligung der Mitarbeitenden, gelebte Werte und Selbstreflexion auf Führungsebene.

Mehr zum Podcast gibt es hier: www.ikk-classic.de/allesgeregelt

Das passiert in der Folge:

02:38 Was steckt wirklich hinter Employer Branding – jenseits des Obstkorbs? 05:08 Was macht einen kleinen Handwerksbetrieb konkret attraktiv? 08:49 Wie positioniert sich die IKK classic als Arbeitgeber? 10:06 Auch vermeintlich unattraktive Branchen bieten interessante Perspektiven 12:11 Was überzeugt Bewerberinnen und Bewerber wirklich bei ihrer Wahl? 17:00 Auszubildende gewinnen und gezielt fördern – wie gelingt das? 23:57 Betriebsklima und Teamdynamik im Fokus der Arbeitgeberattraktivität 30:20 Der Mehrwert von Mundpropaganda, Netzwerk und gezieltem Pre- & Onboarding 36:00 Stärken authentisch nach außen tragen – ohne leere Versprechen 40:24 Mythen-Check: Fachkräftemangel, Krisenzeiten, digitale Präsenz

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00:00:00: Viele denken ja dann immer an den berühmten Obstkorb und sagen, wenn ich meine Mitarbeiter gut behandle.

00:00:05: Dann bin ich schon mal ein toller Arbeitgeber und dazu gehört eine adäquate Bezahlung unter berühmtem Obstkorp.

00:00:11: Dann sag' ich mach das bitte weiter mit dem Obstcorp aber überschätzt den Wert dieser Maßnahme nicht weil gutes Employer Branding also Arbeitgebern Marke aufbauen heißt ja Ich möchte Fachkräfte gewinnen Aber ich muss am ersten Schritt dafür sorgen dass es innerhalb meines Betriebes auch gut funktioniert dass die Menschen gerne arbeiten dass sie motiviert Arbeiten, dass sie eigenverantwortlich arbeiten.

00:00:32: Und das allein verrät ja schon, dass es um mehr geht, um einen Kopf mit Bananen und Äpfeln.

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Geregelt der Arbeitgeber-Podcast der IKK Klassik.

00:00:49: In unserem Podcast befassen wir uns mit Themen und Fragestellungen die für alle interessant sind, die Personalverantwortung oder Unternehmer gestätigt sind.

00:00:59: Ja heute geht's um das Thema Employer Branding Anforderung an einen modernen und attraktiven Arbeitgeber.

00:01:07: Ich bin Kai Holm, Mitarbeiter bei der IKK-Klassik Und ich habe Gäste Einen hier bei mir im Studio.

00:01:12: das ist Daniel Hotz Malermeister Der Daniel Hots GmbH.

00:01:16: Hallo Daniel schön dass du da bist.

00:01:18: Hallo

00:01:18: fragt mich hier zu sein.

00:01:20: Du hast Im Vorgespräch hab ich das gehört und wahrgenommen Du formst den Menschen mit Employer Branding oder mit deinem Arbeitgebern da sein Grundeinstellung.

00:01:33: Ich versuche es zumindest, ja!

00:01:35: Das wollen wir gleich ein bisschen näher beleuchten?

00:01:38: Dann haben wir als Gast online dabei Armin Hering Coach Unternehmer systemischer Organisationsberater also auch Arbeitgeber an der Stelle oder potenziell attraktiver Arbeitgebers und berät aber auch andere.

00:01:53: Gerichtig, ganz genau

00:01:55: Du machst Entwicklungsarbeit habe ich im Vorgespräch gehört.

00:01:59: Ja, aber ich baue jetzt keine Brunnen in Afrika.

00:02:02: Sondern Entwicklungsarbeit dahingehend, dass sich Unternehmern wie Daniel helfe – wobei Daniel meines Eindrucks schon sehr weit ist – Unternehmen dabei darauf zu achten, wie man eine Arbeitgebermarke aufbaut nach innen und auch nach außen?

00:02:15: Und das wollen wir natürlich mehr beleuchten!

00:02:18: Dann haben wir noch eine Dame dabei.

00:02:20: Das ist meine Kollegin Maria Winter, die arbeitet im Staat Personal und ist für das Thema Arbeitgeba-Image Im weitesten Sinne auch der IKK-Klassik, unter diesem Gesichtspunkt verantwortlich.

00:02:32: Hallo Maria!

00:02:35: Wenn wir uns das Thema Employer Branding etwas genauer anschauen?

00:02:39: Wie werde ich denn ein attraktiver Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels?

00:02:45: Amin!

00:02:46: Viele denken ja dann immer an den berühmten Obstkorb und sagen wenn ich meine Mitarbeiter gut behandle, bin ich schon mal ein toller Arbeitgeba adäquate Bezahlung und der berühmte OBS-Corp.

00:02:57: Dann sage ich, mach das bitte weiter mit dem OBS Corp aber überschätzt den Wert dieser Maßnahme nicht weil gutes Employer Branding also Arbeitgeber Marke aufbauen heißt ja Ich möchte Fachkräfte gewinnen Aber ich muss am ersten Schritt dafür sorgen dass es innerhalb meines Betriebes auch gut funktioniert dass die Menschen gerne arbeiten dass sie motiviert Arbeiten dass sie eigenverantwortlich arbeiten.

00:03:19: Das allein verrät ja schon, dass es um mehr geht.

00:03:21: Um einen Korb mit Bananen und Äpfeln.

00:03:23: das heißt da muss man schon mal ein bisschen tiefer hinschauen wie gut ist ein Unternehmen da aufgestellt?

00:03:28: Und wo sind die Schwachpunkte, wo ich dann nochmal den Finger in die Wunde lege?

00:03:33: Das gefällt den Geschäftsführer nicht immer weil sie dann merken Sie müssen ja mal selbst was tun statt ein bisschen Kosmetik zu betreiben.

00:03:40: aber damit spannend weil das bringt ja nicht nur etwas im Bereich Arbeitnehmer Suche sondern es bringt ja auch viel an Produktivität Zuwachs geringerer Fluktuation, mehr Gesundheit usw.

00:03:50: Also ganz große positive Kettenreaktion die das auslösen kann.

00:03:53: was bedeutet dass denn welcher direkt anschließen darf?

00:03:57: bedeutet das dann ganz konkret für kleine oder mittlere Betriebe?

00:04:02: Also für kleine Betriebe wie Daniels Handwerksbetrieb?

00:04:06: bedeutet das exakt, dass gleiche für eine größere Organisation wie die IKK-Klassik.

00:04:10: Das ist egal ob du sieben Tausend oder sieben Mitarbeiter hast weil es geht darum die Mitarbeiter mit einzubeziehen und sie zu beteiligen also im Sinne von Sie wissen, was in einem Unternehmen geschieht.

00:04:20: Was ein Unternehmer eine Unternehmerin vorhaben.

00:04:23: Sie kennen Zusammenhänge, sie dürfen mit Entscheidungen treffen und ich finde ganz kurz das kleines Beispiel aus dem gestrigen Gespräch mit einem Unternehmerberichten.

00:04:31: da ging es darum dass eine Mitarbeiterin zwei neue Filzstifte brauchten und sie dann zum Niederlassungsleiter hochgehen musste, um sich diese Entscheidung zu holen.

00:04:40: Ja wie sinnlos ist das denn?

00:04:41: Und da geht es eben schon los Mitarbeiter zu befähigen selbst Entscheidungen zutreffen.

00:04:45: wir sprechen ja ich glaube mal über einen Euronneuenundachtzig plus Mehrwertsteuer.

00:04:49: also Mitarbeiter mit zu beteiligen heißt er nicht Sie ich sage man den Aussichtsrat zu holt sondern in Prozesse deutlich zu machen sie mitmachen zu lassen.

00:04:55: und damit steigt nicht nur Eigenverantwortung damit steigte auch enorm.

00:04:58: zur Friedenheit wenn's da noch den Obstkopf gibt Dann ist doch schon Mal der erste Rotes Schritt getan.

00:05:03: Dann fragen wir doch mal direkt unseren kleinen Arbeitgeber an der Stelle.

00:05:07: Bis zu zehn Mitarbeiter haben wir im Vorgespräch gehört, was ist denn aus deiner Sicht?

00:05:12: Was macht deinen Betrieb attraktiv?

00:05:15: Mein Betrieb macht attraktif würde ich sagen dass ich ein Chef bin, der als sehr sozial ist.

00:05:22: also ich finde auch was du angesprochen hast die Selbstreflektion es hat eigentlich das wichtigste.

00:05:28: Die meisten Leute wollen immer erwarten Dinge von ihren Angestellten, die sie aber eigentlich selber überhaupt nicht umsetzen.

00:05:36: So fängt damit an man beschwert sich darüber der Mitarbeiter ist zu spät selber bist aber auch immer umpünktlich oder sowas sind so Kleinigkeiten die sich da einfach immer mehr dann sage ich mal vielleicht heraus kristallisieren und du musst als Arbeitgeber Du musst ein Freund sein meiner Meinung nach ein guter Zuhörer.

00:05:56: Jeder Mensch hat ja auch, sag ich mal seine Problemchen.

00:05:58: Ob es jetzt privater Natur ist und natürlich trägt so sowas mit in die Arbeit.

00:06:03: Und da musst du halt einfach schauen, du brauchst einen guten Kontakt zu deinen Leuten.

00:06:06: das kannst du natürlich wenn du kein sieben tausend Mann betrieb bist eher machen mit zehn Leuten.

00:06:12: Bist du dich dran?

00:06:13: In jedem Fall?

00:06:14: Ja,

00:06:14: das ist halt familiärer.

00:06:16: und auch was du gesagt hast bezüglich dem Einbinden finde ich auch extrem wichtig weil Wenn der Mensch dahinter nicht das Große und Ganze versteht, oder sagen wir mal es geht jetzt um die und die Baustelle zu wissen was daran hängt.

00:06:30: Dass man sagt du wenn das und das gut läuft, dass ist ein Bauträger an dem müssen wir uns warm halten.

00:06:35: Das muss top werden.

00:06:37: selbstverständlich muss jeder Arbeit top werden aber manche Dinge muss man halt vielleicht herausheben oder sagen nächste Woche steht das und des an da brauche ich dich weil natürlich auch nicht jeder die gleichen Fähigkeiten besitzt.

00:06:50: Und das sind halt Dinge.

00:06:52: diese ganzen Facetten von den sozialen, die Führung und der soziale Aspekt hätte ich selber nicht gedacht.

00:06:59: Und was das für ein Raum einnimmt?

00:07:02: Das heißt dass aus deiner Perspektive bis ja schon seit einigen Jahren selbstständig und Unternehmer unterschätzt möglicherweise?

00:07:11: Ja du musst halt reinwachsen!

00:07:13: Es ist natürlich... Ich habe das komplett und ich hab die ganze Selbständigkeit unterschetzt.

00:07:16: also es ist eine extrem gute Charakterschule was das auch mit einem macht Wenn du mal wirklich weißt, auch im Vorgespräch soziales Netz gibt es keins.

00:07:27: Alles beruht auf deiner eigenen Leistung und auf deine eigene Qualität.

00:07:31: Grundsätzlich fände ich das eigentlich gut wenn viel mehr Leute diesen Schritt wagen würden.

00:07:37: und es ist aber nicht schlimm zu scheitern sondern du hast ja was dadurch gelernt.

00:07:41: also aus meiner jetzigen Sicht ich wäre mittlerweile ein hervorragender Angestellter weil ich ganz genau weiß was die andere Seite da eigentlich macht.

00:07:49: Klar habe ich auch.

00:07:51: Mein Bild von meinen Exchefs gehabt und dann musst du aber auch selbst Reflektion mal darüber dir Gedanken machen oder die immer mehr eingestehen, dass du auch teilweise vielleicht unfair warst.

00:08:04: Du hast zehn Jahre lang das selbe Bild gehabt, dass das und es unkorrekt war oder sonst was?

00:08:10: Und dann wird ihr halt mal ein Spiegel vorgehalten, sei es durch den ersten Auszubildenden.

00:08:15: Dass du dann halt mal denkst, ich hab so eine Wut auf denen!

00:08:18: Warum

00:08:18: eigentlich?!

00:08:19: Ja, weil er so ist wie ich.

00:08:21: So und das sich dann einzugestehen, dass er dir eigentlich nur ein Spiegel vorhält mit dem was du da eigentlich halt auch so fabriziert hast.

00:08:28: Das bringt dich natürlich weiter.

00:08:30: es ist aber oft hat auch eine schmerzliche Erkenntnis ja, dass man selber halt an seinem eigenen Selbstbild arbeiten

00:08:37: muss.

00:08:37: Und jetzt so ne Form Transparenz die tatsächlich sichtbar wird?

00:08:45: Maria, wie ist es denn?

00:08:46: Wir haben jetzt über ein kleines Unternehmen gesprochen.

00:08:48: Vergleichsweise dann eben mal zu den über sieben Tausend Mitarbeitern.

00:08:53: Was macht die IKK attraktiv als Arbeitgeber?

00:08:58: Das ist natürlich ganz individuell, wie das jeder wahrnimmt.

00:09:02: aber Als Körperschaft des öffentlichen Rechts haben wir natürlich den Vorteil dass wir auf jeden Fall ein sicheres Arbeitsverhältnis bieten gerade in Zeiten wie es aktuell ist, in Krisenzeiten.

00:09:13: Ist das ein Aspekt des Schätzens ganz viele Mitarbeitende?

00:09:17: Dass die Zukunft sorgen einfach weniger stark ausgeprägt sind als es vielleicht im Mittelstand oder in kleineren Betrieben der Fall ist und dann bieten wir natürlich auch eine Handvoll Benefits, die zu uns passen müssen zu dem was wir machen und gleichzeitig haben unsere Mitarbeiterinnen eine sehr sinnstiftende Tätigkeit, finde ich.

00:09:37: Also wir gestalten tagtäglich das Gesundheitswesen und die Gesundheit von Millionen Menschen in Deutschland.

00:09:44: Und ja, das kann glaube ich so auch nicht jeder von sich sagen dass er da so viel Gestaltungskraft hat.

00:09:53: Nun ist das ja ein Punkt.

00:09:54: Gesundheit.

00:09:55: letztendlich betrifft das ja jeden, also die Gesamtgesellschaft so will ich das mal sagen?

00:10:00: Du hast eben Sinnstiften gesagt.

00:10:02: und jetzt mal die Frage wenn nicht attraktiver Arbeitgeber grundsätzlich sondern die Frage gilt wieder an alle was macht denn mich dann tatsächlich interessant auf der Bewerbungsschiene?

00:10:15: Amin!

00:10:15: Wenn ich jetzt Marias Aussage höre und dass man mit meinen Kundenabgleichen stelle ich fest Ich habe Kunden aus ganz verschiedenen Branchen.

00:10:22: Ich hab euch als Kunden, aber ich hab auch Kunden aus Bereichen wo man erst mal denkt, oh würde ich mich da bewerben wollen?

00:10:28: Abfallwirtschaft!

00:10:29: So würde ich meiner Tochter sagen, ich sag's jetzt mal zu Profan, arbeite doch auf einer Mülldeponie.

00:10:35: wahrscheinlich im ersten Augenblick nicht... Aber ich kenne das Unternehmen und wollte sie jetzt mit heutigen Stand sagen bewirblich bitte da weil die haben also eine so gute Kultur für Führung und Zusammenarbeit, die Mitarbeitenden dürfen mitbestimmen.

00:10:50: vor ein oder zwei jahren geleitet zum thema arbeitskleidung.

00:10:54: also da durften mitarbeiter die in der schlosserei arbeiten die in den deponie arbeiten die lkw fahren mitentscheiden und die durften entscheiden welche berufskleidung welchen welcher form eingesetzt wird.

00:11:08: dann das wirst du ja kennen wenn mitarbeiter gute kleidung bekommen Wertschätzen sie diese hoffentlich, wenn Sie irgendetwas anziehen müssen von dem Sie nicht überzeugt sind und rummäckeln damit die Kleidung schlecht bewertet.

00:11:21: Also zum einen hat das Unternehmen etwas davon weil A die Kleiddung schoner getragen wird und zum zweiten weil die Mitarbeiter mitentscheiden durften.

00:11:28: Und wenn du dann ich jetzt fährt mir ein in dieser Ausbildung dieser kleinen Projektgruppe war auch einer auszubildende im ersten oder zweiten Lehrjahr.

00:11:35: die dürfte gleich mit entscheiden wie viele hundert Arbeitshosen von welcher Marke in Zukunft angeschafft werden?

00:11:40: Das ist doch cool!

00:11:42: auch gar nicht so erheblich, ob das jetzt Abfallwirtschaft ist oder ob das eine Krankenversicherung ist.

00:11:48: Ob es ein Verlag ist... Also das hängt gar nicht mal nur von der Branche ab sondern eher davon wie wird dort gearbeitet?

00:11:56: Und wenn man dann Mitarbeitern pro Betag anbietet, wenn sie in einer Einarbeitungsphase merken, wow!

00:12:01: Das war nicht nur Hoheluft des Personalentwicklers, sondern Tatsache Dann wird ein Schuh draus.

00:12:07: Ich nehme die Hohle Luft nochmal ich nehm das direkt auf.

00:12:10: Daniel Was ist denn bei deinen Bewerberinnen und Bewerbern, wenn du Leute eingestellt hast in der Vergangenheit für dich oder für deine Leute interessant geworden, dass sie dich gewählt haben als Arbeitgeber?

00:12:24: Ich glaube das eine große Rolle natürlich so wie jeder Firma oder jedem Unternehmen.

00:12:29: Das Arbeitsklima ganz entscheidend ist.

00:12:33: ich sehe es meistens Man lebt ja so ein bisschen in seiner eigenen Blase natürlich, man kennt ja so gesehen eigentlich nur seine Firma.

00:12:39: Aber wenn man dann zum Beispiel auf Zeitarbeiter zurückgreift und man die halt fragt nach einem Tag oder zwei.

00:12:48: irgendwie findest du es hier bei uns?

00:12:50: Es gab noch nie einen der gesagt hat, hier will ich nicht mehr arbeiten sondern ihr könnt dich vielleicht bei dir anfangen.

00:12:57: Und das ist schön zu sehen.

00:13:00: auch das Thema Arbeitskleidung.

00:13:03: Leute auch wenn sie jetzt von extern dann vielleicht kommen, mich leg halt viel Wert auf ein einheitliches Gesamtbild.

00:13:09: Auch Kunden oder auch das macht einfach was her, wenn die Leute eine Arbeitskleidung an haben.

00:13:17: Die sind dazu gehörig und identifizieren sich mit deiner Firma.

00:13:22: Und umso schöner ist es sag ich mal auch wenn halt externe Mitarbeiter sagen könnte ich vielleicht ein paar Arbeits-T-Shirts oder ein paar Pullis von dir haben.

00:13:31: So, das sind so Kleinigkeiten die halt irgendwo... Ey!

00:13:34: Ich möchte hier dazugehören und es ist halt eine schöne Wertschätzung.

00:13:37: natürlich Das sind eigentlich Dinge, die sind nötig aber irgendwo sind's auch sagen wir mal was spitzt unnötige Ausgaben.

00:13:46: Ich habe jetzt erst zwei Kartons von diesen Pullis und einen T-Shirt darunter neu gekauft.

00:13:51: Das waren jetzt wieder zweitausend Euro.

00:13:53: Das sind so Kleinigkeiten, die halt dann einfach mal nebenher laufen

00:13:56: Und trotzdem machen sie offensichtlich eine Attraktivität von deinem Unternehmen

00:14:02: aus.

00:14:02: Genau, es geht ja auch um den Wiedererkennungswert, dass das Logo quasi sich auch wiederfindet an der Fahrzeugbeschriftung, dass es halt einfach ... Auch für den Kunden sage ich mal alles mehr Hand und Fuß hat.

00:14:12: Darf

00:14:12: ich kurz was anknüpfen Daniel?

00:14:14: Ich kann natürlich verstehen, dass Sie dann diese zweitausend Euro dann auch manchmal schmerzen!

00:14:17: Ich kenne das ja auch selbst wenn man dann sagt, was für Ausgammate ich denn diesen Monat?

00:14:21: Nur auf der anderen Seite, ich denke wieder an eine Situation diese Woche bei einem Kunden.

00:14:26: Sagt er dann eine Schichtleitung?

00:14:28: Ja, dann brauchen wir halt einen neuen Mitarbeiter.

00:14:32: Sagte wiederum der Personaler, der mit anwesend war, wisst ihr eigentlich was es uns kostet ein neuen Mitarbeiter nur im Bereich der Helfer einzustellen?

00:14:38: also das ist ein Bereich wo Mitarbeiter ohne Qualifikation auch angelern werden können.

00:14:43: allein in dem Segment kostet die Neueinstellung eines Mitarbeiters also Rekrutierung die Kosten, die entstehen weil jemand natürlich der kündigt weniger leist umbringt und so weiter.

00:14:53: Allein da schon vier bis fünf tausend Euro.

00:14:57: also ich sag dann oft zu meinen Kunden rechnet bitte mal dagegen was kosten euch die Obstkorbe?

00:15:03: Weil da höre ich auch auf das kostet uns dann irgendwie tausende Euro im Jahr die ganzen Bananen.

00:15:07: Ich sage aber was kostet es euch die vier fünf Mitarbeiter zu ersetzen die ihr verloren habt?

00:15:12: Das ist immer so man muss mal die Gesamtrechnung machen das vergessen viele.

00:15:15: Das passt ja dann noch etwas ergänzend dazu, diese Mitarbeiter die da nicht mehr da sind.

00:15:20: Letztendlich haben sie auch ein Know-how, ein Fachwissen eine Erfahrung in dem Unternehmen, die ich ja erst mal wieder aufbauen muss.

00:15:27: also das ist ja was zwar nicht in Euro dasteht aber zumindest mitzuberechnen ist.

00:15:36: Wenn wir aus IKK Sicht über das Thema Bewerberinnen und Bewerbersprechen An der Stelle interessant für diese Gruppe, wenn sie neu bei uns anfangen wollen oder sich für die IKK-Klassik interessieren.

00:15:53: Auch das würde ich sagen ist ganz individuell je nachdem was wir betrachten.

00:15:58: also wir bilden ja auch aus und die Zielgruppe hat natürlich nochmal ganz andere Ansprüche oder Erwartungen und Wünsche als dass jetzt vielleicht Fach- und Führungskräfte haben die schon jahrelang im Beruf stehen Ja, dann einfach neue Herausforderungen suchen.

00:16:18: Genau deswegen, ich glaube so pauschal lässt sich das für uns nicht beantworten weil auch unsere Berufsbilder einfach ziemlich divers sind.

00:16:28: Du sprich gerade die Auszubildenden oder die jungen Leute an und dann ja du hast ja rückblickend über deine Ausbildung, oder zumindest über dich gesprochen als junger Mensch sozusagen.

00:16:37: Und über deine Chefs möglicherweise auch gesprochen.

00:16:41: wenn jetzt hast du keinen auszubildende gerade aktuell aber in der Pipeline.

00:16:48: Was ist für dich unter diesem Gesichtspunkt, dann mit Blick auch die Einstellung eines Auszubildenden oder jungen Menschen interessant?

00:16:56: Und was macht dich denn ... Oder die jungen Leute dann interessant.

00:16:59: Man merkt ziemlich schnell die Prägung aus dem Elternhaus und wenn die negativ ist oder nicht vorhanden so drastisch wie es klingt aber hast du selber wirklich extrem schwer in deinem weiteren Leben.

00:17:14: Praktikanten quasi gerade und ich sage immer dasselbe, ja im Praktikum kannst du schon machen.

00:17:19: Aber eigentlich wollte ich eine Pause einlegen vom Ausbilden.

00:17:25: Ja aber dann kommt da halt so ein junger Bursch daher der ist höflich der ist immer pünktlich Der bringt mal wieder aus dem sozialen Aspekt so viel mit dem sagst du was der macht es halt dann ja und auch ich sage immer dasselbe.

00:17:41: Du musst mich hier nicht beeindrucken weil so meinst du erledigste schnell, du hast mit Sicherheit im ersten Lehrjahr alle Zeit der Welt wo ich sauer werde ist wenn du jede zeit hast uns trotzdem falsch machst oder nicht richtig so das man halt langsam aufbaut auch sowas.

00:17:57: also tatsächlich Entwicklung von Mitarbeitern in diesem Fall auszubilden

00:18:01: genau Auch das Thema wieder vermitteln, also dem jetzigen Praktikanten habe ich es eben auch gesagt.

00:18:09: Ich hab mir das mal zusammengerechnet von drei Jahren Lehrzeit.

00:18:14: Hast du jedes Jahr ein Monat Urlaubsanspruch?

00:18:17: Sind schonmal drei Monate in drei Jahren weg!

00:18:19: Du hast Berufsschule, du hast Innung... Also die überbetriebliche, was gibt's bei unserem Mahlerhandwerk, sag ich dann bist du vielleicht mal krank.

00:18:27: Wenn wir es runterbrechen, ich habe von dreijahren eineinhalb Jahre Zeit ... dir Wissen zu vermitteln, dass du fit für den Arbeitsmarkt bist.

00:18:34: Und das funktioniert nicht.

00:18:35: wenn du nicht mitmachst und... ...wenn du hier das nicht schaffst umzusetzen dann ist es schön,... ...dass du einen Gesellenbrief hast.

00:18:42: Du kannst auch woanders hingehen aber allen Leuten wird hat sie mich schnell auffallen,... ...das du halt nichts kannst.

00:18:47: Wenn das der Fall ist, dann hat die auch diese Ausbildung halt nichts gebracht.

00:18:51: So bin ich bisher eigentlich mit jedem Azubi umgegangen und... Ich sag mal der große Aspekt ist eigentlich der,... Wenn jetzt ein Geselle, sagen wir mal der ist dreißig Jahre alt oder vierzig oder fünfzig und kommt zu mir.

00:19:05: Der war ja schon in anderen Betrieben.

00:19:07: deswegen hat er den direkten Vergleich was es heißt wo anders zu sein?

00:19:12: Ein Auszubildender da bist du der erste Betrieb höchstwahrscheinlich.

00:19:15: Deswegen können ihm kann ich ihm das sagen Es können ihm die Gesellen sagen wie schön das hier doch nicht eigentlich hat um wie locker hier alles ist.

00:19:22: aber er hat ja keinen vergleich.

00:19:24: So und deswegen wird einem aus meiner Erfahrung nach das oft halt nicht geglaubt, sondern sie verstehen es erst wenn Sie woanders gewesen sind.

00:19:32: Und natürlich halte ich dann auch meine Ohren ein bisschen offen wie's denn so woanders ist.

00:19:37: oder kriegst du es ja auch mit?

00:19:39: Ja und dann bist Du aus der Firma geflogen und aus der wirst Du geflogene.

00:19:42: denkste.

00:19:42: okay habe Ich halt auch ein bisschen meine Bestätigung bekommen.

00:19:46: warum?

00:19:47: und so sind eben die

00:19:49: Mechanismen dann.

00:19:52: Armin, was sind deine Erfahrungen in dem Zusammenhang?

00:19:55: Ich könnte dir jetzt die Einleitung wiederholen.

00:19:59: Du hast ja mit mehreren Unternehmen zu tun!

00:20:02: Ja ich wollte gerade die Gegenfrage stellen meinst du als Ausbilder oder als Auszubildender weil ich war schon beides in meinem Leben Als auszubildener möchte mich nochmal nachgang bei allen Personen entschuldigen weil ich habe nicht mich immer so verhalten wie das der Daniel sich immer wünscht.

00:20:21: Was empfehle ich?

00:20:22: Ja, also Daniel hat eigentlich schon so viele gute Hinweise gegeben.

00:20:26: Fantastisch!

00:20:29: Du achtest auf das soziale.

00:20:31: Ich stelle eben fest wenn ich mit Führungskräften arbeite.

00:20:34: sie haben für das worüber du hier sprichst Daniel im Alltag oft überhaupt gar keine Zeit.

00:20:40: Viele Führungskräfte betreiben Mikromanagement kontrollieren kümmern sich um Kleinigkeiten statt sich mal hinzusetzen und zu überlegen.

00:20:48: hey Hier habe ich zwei aussehmelnden Betrieb, der eine läuft gut mit.

00:20:52: Den sollte ich aber nicht einfach nur laufen lassen sondern vielleicht nochmal fordern indem ich dem noch Chancengebe sich weiterzuentwickeln.

00:20:58: Sonst haut er mich irgendwann ab in die Industrie oder sonst wohin.

00:21:02: und denjenige der Schwierigkeiten hat, den sollte ich nicht jetzt sozusagen mit Verdruss einfach nur auslaufen lassen oder vielleicht sogar feuern, sondern damit möchte ich mich beschäftigen.

00:21:11: Klar Daniel?

00:21:12: Alles hat auch seine Grenzen.

00:21:14: Du kannst nicht die nicht erfolgte Erziehung der Eltern irgendwie kompensieren, bist ja kein Sozialarbeiter sondern Ausbilderchef-Inhaber.

00:21:24: aber ich stelle fest... Ich frag oft so bei Führungskräften im Handwerk oder auch so bei führungskräffenden Produktionen wie viel Zeit verwendet ihr denn für eure Mitarbeiter?

00:21:33: Dass du mit dem mal sprecht, die Entwicklungsgespräche führt, die kommen meistens auf den Wert von maximal so zehn Prozent mal zwanzig Prozent meistens pendeln geben die so eine Schätzung also zehn Prozent, sag ich das ist traurig.

00:21:44: Dann seid ihr eigentlich nur Edelsachbearbeiter.

00:21:46: Ihr macht das gleich wie alle anderen und habt aber einen anderen Titel und vielleicht ... ... hundertfünfzig Euro mehr in der Tasche.

00:21:53: Aber... Das ist nicht Führung ne?

00:21:55: Das heißt eben auch sich mit unterschiedlichen Persönlichkeiten beschäftigen auch mal mit ja... Auch mal Menschen, die nicht immer gut mitlaufen.

00:22:02: Das passiert doch bei Älteren!

00:22:03: Also das habe ich viel dass auch es heißt Mensch der Herr Muster oder die Frau Muster Die ist echt schwierig hier, aber ich sag was macht ihr denn?

00:22:12: da können wir nichts mehr machen.

00:22:13: die geht in drei Jahren Ruhestand.

00:22:15: Da wird das noch drei Jahre ertragen.

00:22:16: Nee finde ich da muss man reden.

00:22:20: Führungsarbeit sollte man sich vorher überlegen, ob man Führungspositionen annimmt.

00:22:24: Du hast eben gerade gesagt, dann wird es schwierig ... Was ist denn schwierig?

00:22:30: Oder wer macht die Situation schwierig?

00:22:32: Macht das der Arbeitnehmer oder macht das an der Stelle der Unternehmer oder die Führungenskraft?

00:22:38: Ich glaube diese Frage ist ja schon schwierig zu beantworten.

00:22:42: Genau, schwierig ist eine sehr subjektive Begrifflichkeit.

00:22:46: Also was eine Person als schwierig empfindet, empfindete andere positive Herausforderungen, der dritte sagt mach ich ganz locker nebenbei.

00:22:54: Ich glaube es liegt auch daran dass eben viele Führungskräfte sich zu wenig Gedanken machen.

00:22:58: was brauchen sie eigentlich an Reflexion?

00:23:02: Daniel hatte vorhin so offen Selbstreflektion gesprochen.

00:23:04: also das brauchen Sie auch an Kenntnis wie sie auch agieren, wie sie überhaupt sind und welche Tools gibt es in der Führungswelt.

00:23:13: Unheimlich tolle Tools wie man Mitarbeiter mal Betrachten einschätzen kann, wie man motivieren kann.

00:23:19: Ich erzähle von intrinsischer und extrinsischer Motivation.

00:23:22: Da muss ich erst mal erklären vielen was es ist viele Witzens aber andere auch wiederum nicht unterdenken sie stimmt man könnte ja auch mal Verantwortung abgeben und weniger kontrollieren.

00:23:30: das ist viel wirksam als der Pizza Abend Und da merke ich da fehlt dann teilweise ein Rüstzeug.

00:23:35: also meine Daniel du bist Auch Nicht Als Führungskraft zu Welt gekommen oder hast dafür Mal noch vier Semester in Harvard studiert.

00:23:42: Das wird man damit einmal.

00:23:44: So bin ich das auch mal geworden.

00:23:45: Und dann muss man eben gucken, wie man mit diesen Menschen umgeht und ... Das ist eigentlich nicht gut.

00:23:51: also Führungskräfte brauchen Rüstzeug.

00:23:53: Sie haben meine Erfahrung nach zu wenig auf dem Alltag.

00:23:56: Du hast jetzt ja eben das Thema Motivation ja angesprochen.

00:23:59: da will ich jetzt auch nochmal nachfragen.

00:24:01: Also so Wertvorstellungen Klangen vorhin schon mal an.

00:24:05: Oder das Thema Betriebsklima, Umgang im Team oder mit den Kolleginnen und Kollegen im weitesten Sinne?

00:24:11: Ob dass man in einem großen Unternehmen wie bei der IKK ist oder mit zehn Kolleginnen zu agieren lasse ich jetzt mal dahingestellt sondern einfach nur der Umgang miteinander.

00:24:21: Inwieweit hilft das attraktiv als Arbeitgeber zu sein?

00:24:28: Nicht jeder Mitarbeiter ist kombinierbar mit dem anderen.

00:24:31: Du hast tatsächlich mal deine Alpha-Männchen, die halt das Ganze vorantreiben und es ist nichts anderes wie im Tierreich auch wenn wir vielleicht Hosen tragen... Es ist genau dasselbe ja!

00:24:41: Und das auch zu dem Thema oder zu der Sache davor.

00:24:45: ich glaube langsamer Wachstum ist dabei halt so wichtig weil dann kannst du halt auch deine Fehler machen und nicht von heute auf morgen irgendwie zwanzig, dreißig Mann Betrieb sein.

00:24:55: Auch ich musste da ja reinwachsen und ich habe so viele Fehler gemacht.

00:24:58: Ich mache auch heute noch andauernd

00:24:59: Fehler.".

00:25:00: Die Sache ist halt nur die wie oft wiederholst du sie dann hinter der wahrsten Erfahrung oder... Oder du hast es einfach nicht umsetzen können?

00:25:09: Und da ist vielleicht wirklich das Entscheidende zu wissen welcher Mitarbeiter kommt mit dem zurecht.

00:25:14: Die können sich von mir aus auch privat super verstehen aber arbeitsmäßig ist es vielleicht nicht kompatibel.

00:25:21: Und auch ich hatte Phasen, gerade wo ich immer mehr Leute eingestellt hatte.

00:25:27: Da gab es viel Streit auf der Baustelle und da haben wir uns dann eben auch mal zusammengesetzt.

00:25:33: Ich habe den Mitarbeitern ganz klar gesagt dass ich nicht dazu da bin, dass sie jede Kleinigkeit an mich einfach herantragen.

00:25:41: Sei ich ihr habt's euch zu verstehen und wenn das Ganze hier nicht funktioniert, müssen wirs bleiben lassen weil ihr gebt mir damit ja nur das Gefühl ein schlechter Chef so sein Wenn ich andau' und nur hör', der hat das nicht gemacht, er hat es nicht gemacht.

00:25:53: Sei ich wenn's wirklich mal wichtige Dinge sind dann könnte sie an mich heranbringen aber lasse... Aber ladet nicht immer euer negativen Ballast quasi ab Und das hat geholfen.

00:26:06: Also

00:26:06: auch klare Ansprache an der Stelle oder Thematisierung.

00:26:10: ist das Problem auch immer

00:26:11: So?

00:26:12: wie geht's mir denn damit?

00:26:14: Aber es geht ehrlich gesagt auch nicht immer nur um euch, sondern halt auch mal um mich und um mein Wohlbefinden.

00:26:20: Und wenn wir hier eigentlich überall nur guten Zuspruch bekommen alle Kunden sind immer zufrieden wieso habt ihr euch dann in der Wolle?

00:26:29: Ich würde verstehen, wenn ich irgendwelche Mängel gebe aber das ist ja nicht der Fall.

00:26:34: Du musst bestimmt ein bis zweimal im Jahr eine Ansprache halten und vielleicht jetzt nicht komplett in der Gruppe, sondern einfach mal mit den Einzelnen.

00:26:42: Und wenn es halt dann mal passt so kannst du das halt umsetzen.

00:26:45: Da wo ich wirklich stolz darauf bin ist es bestimmt schon wieder zwei Jahre her.

00:26:51: da hatte ich einen Mitarbeiter, der war wirklich ein hervorragender Maler.

00:26:56: Der war top!

00:26:57: Aber Er hat bei mir auch schon angefangen, nach kurzer Zeit manche Mitarbeiter schlecht zu reden.

00:27:03: Das ist diese Pseudopsychologie mit einen Loben und einem Schlechtreden.

00:27:09: Wo ich auch gesagt habe du wenn du meinst meine Mitarbeiter schlechter reden müssen dann brauchst du hier nicht sein so.

00:27:16: Ich hab es ihm glaube ich ein oder zweimal gesagt Und das witzige war halt auch einfach.

00:27:20: er hat dass ja auch beide Mitarbeitern gemacht.

00:27:23: Also genau der Grund warum ich eigentlich selbstständig sein wollte oder meinen eigenen Betrieb führen eben um mich mit solchen Menschen nicht mehr abgeben zu müssen, wo du genau weißt wenn du heute nicht auf der Baustelle bist dann rede da schlecht über dich.

00:27:36: Und so einen Kandidaten hatten habe ich mich wieder zurückversetzt gefühlt irgendwie in meiner angestellten Phase und die Mitarbeiter rufen mich an und sagen du wir können mit dem nicht arbeiten weil er redet den schlecht, er redete den schlecht Den Mager usw.

00:27:52: Dann habe ich ihn angerufen gesagt du das war es hier Und natürlich war dann wieder alles ganz anders.

00:27:59: Dann habe ich gesagt, du, ich hab das als Chef gar nicht so entscheiden wie er hier an dieser Firma ist.

00:28:04: Sei ich das machen die Mitarbeiter?

00:28:06: Ich muss dich nicht ertragen!

00:28:08: So es geht nicht.

00:28:09: und da ist wirklich der Wehr aus als Arbeitskraft ein so großer Gewinn gewesen für diese Firma.

00:28:16: aber menschlich hat's halt nicht gepasst.

00:28:18: und ein fauler Apfel im Obstkorb Ich versuch dir halt alles.

00:28:25: Waren

00:28:25: wir vorhin schon mal beim Obstkorb?

00:28:27: Genau!

00:28:29: Maria, da frage ich doch mal direkt in die IKK-Klassik sozusagen.

00:28:34: Es ist ja auch eine Form von Unternehmenskultur an der Stelle und das macht ja Attraktivität eines Unternehmen aus oder im Fall dann der IKK Klassik aus.

00:28:45: Was tun wir an dieser Stelle?

00:28:48: Was macht möglicherweise Bewerberinnen, Bewerbern und Kolleginnen und Kollegen stolz auf die IKK?

00:28:58: Hinsichtlich der Unternehmenskultur.

00:29:00: Ich denke schon dass wir ein gutes Teamgefüge haben.

00:29:05: das würde ich jetzt ableiten aus den Betriebszugehörigkeitsjahren Die unsere Mitarbeitenden bei uns verbringen.

00:29:13: da erleben viele mindestens ihr fünfundzwanzigjähriges Dienstjubiläum, aber auch einige ihr vierzigjähriges Dienst jubilän.

00:29:22: Ich meine du bist dieses Jahr auch Jubiläums?

00:29:25: ich bin auch vierzig Jahre dabei ja das stimmt

00:29:28: und das ist ja quasi ein ganzes Arbeitsleben und dass heutzutage nicht selbstverständlich von der Ausbildung bis zum Eintritt in die Rente irgendwo bleibt.

00:29:41: Und deswegen laufen sicherlich auch Sachen bei uns manchmal ruckelig, aber Armin hat ja für uns auch noch mal das Brustzeug angesprochen.

00:29:50: also auch in Führungsentwicklung, Führungskräfteentwicklungen investieren wir viel Zeit.

00:29:57: Wir bieten den Führungenskräften viele Tools um ihre Aufgabe da nachzukommen und ich hoffe dass auch gesehen und gelebt wird.

00:30:10: Das kann ich bestätigen.

00:30:11: an der Stelle, da bin ich ja dann ganz weit vorne dran und sehr nah dran.

00:30:18: Ich möchte mal ein ganz anderes Thema ansprechen oder wechseln.

00:30:25: wenn wir Arbeitgeberwechsel haben oder Arbeitnehmer den Arbeitgebers sich neu suchen oder sich neu bewerben, oder eine neue Herausforderung kluchen an der einen oder anderen Stelle ist das vielleicht örtlich bedingt.

00:30:38: Manchmal ist es auch schlichtweg arbeitgeberbedingt.

00:30:43: Wie stark spricht sich das denn im Handwerk rum?

00:30:48: Wie attraktiv ein Arbeitgeber möglicherweise ist oder halt auch nicht ist?

00:30:53: Ich glaube beide sind ziemlich gleich.

00:30:55: Also ich glaube negative Schlagzeilen verbreiten sich eher wie positive.

00:31:00: aber Ich glaube, wenn ich so vom Bauchgefühl her entscheide würde ich schon auch sagen dass ich die Hälfte meiner Belegschaft eigentlich über Mundpropaganda habe.

00:31:08: Ob jetzt der eine mit dem anderen in der Berufsschule damals war oder der war im selben Betrieb.

00:31:15: das hat sich alles eigentlich immer sehr schön gefügt.

00:31:18: natürlich gab es auch Rückschläge eben wie das Beispiel davor oder andere Leute ja.

00:31:25: aber eigentlich den guten Ruf den du halt irgendwann aufbaust Der trägt halt dann auch irgendwann seine Flüchte.

00:31:34: Amin, du Nächst sehe ich an dem Bildschirm?

00:31:38: Genau ja.

00:31:39: also was Daniel Du beschreibst das erlebe ich auch sehr häufig von meinen Handwerkskunden.

00:31:44: klar wenn du ein Handwerker suchst dann suchst sie in deinem geografischen Radius und nicht in Flensburg oder Kiel.

00:31:51: somit hast du dann auch ein Netzwerk und wir sagen hier auch immer gerade Betrieben die so aufgebaut sind wie Deiner schafft euch so ein Bewerberpool an.

00:32:00: Du lernst jemanden kennen und sagst du, im Augenblick hab ich für dich keine Verwendung.

00:32:04: aber halte den Kontakt.

00:32:07: in so vielen Regionen geschieht das ja schon automatisch dadurch dass man sich vielleicht noch mal abends beim Fußball trifft oder in der Vereinskneipe oder wo auch immer.

00:32:15: also man baut sie sein Netzwerk auf und ich sage oft pflegt es auch aktiv haltet mal Kontakt zu Menschen die im Augenlicht nicht bei euch arbeiten wollen für die ihr noch keine Verwendung habt.

00:32:25: Aber wer weiß, was in ein, zwei Jahren ist?

00:32:27: Ein Großauftrag mit einmal brauchst du wieder zwei Leute.

00:32:30: Das ist schon wichtig.

00:32:31: Was noch ergänzend dazu kommt, Kai ... Ich sage immer ganz wichtig sind auch diese Phasen Onboarding und davor das Preboarding.

00:32:40: Wir wissen

00:32:40: z.B.,

00:32:40: von Auszubildenden, Maria, das werdet ihr wahrscheinlich beobachten, dass man mit auszubildeten teilweise Verträge abschließt und davon ein gewisser Prozentsatz gar nicht erst die Ausbildung anfängt also vorher abricht.

00:32:53: Und es ist die Frage, hätte man das vermeiden können.

00:32:55: Also wenn zwischen Vertragsunterschrift und Ausbildungsbeginn noch zwei-drei Monate liegende Regelisommerfähigen oder ein längerer Zeitraum kann ich die Menschen nochmal zwischendurch abholen in denen sich mal zum Tag auf eine Tür einladet indem ich ihnen so einen Onboarding Package Schuhe schicke mit einer Trinkflasche oder was auch immer.

00:33:11: also da auch dran bleiben und dann im onboarding nicht vergessen.

00:33:15: onboarding heißt nicht setz dich mal dahin Fahr mal mit dem Daniel auf die Baustelle und halt den Mund.

00:33:21: Und guck einfach nur, was der so macht!

00:33:22: Sondern Onboarding heißt sich mit demjenigen auch zu beschäftigen.

00:33:25: Vielleicht auch ein Einarbeitungsplan zu haben wo der andere auch merkt... Der junge Mitarbeitende baue cool.

00:33:32: Die machen sich richtig Gedanken.

00:33:33: Ich bin ersten Tag da und hab hier schon meine Arbeitsschuhe weil ich vielleicht schon vor zur Anprobe mal da war.

00:33:38: und hier mein Hoodie ist schon fertig und mein T-Shirt ist da.

00:33:42: Daniel du nix?

00:33:43: Geh mal davon aus als bei dir Standart das Langweilte.

00:33:44: jetzt was hier sage.

00:33:45: Weil du das wahrscheinlich eh schon machst.

00:33:47: Nee, ich hab noch gerade dran gedacht.

00:33:48: Weil ich den Praktikanten ... Es gibt auch die Fahrversteller und so denken er mit du kannst mittlerweile komplette Rucksäcke kaufen in der Grundausstattung drin ist und so weiter.

00:33:58: Und ich hab bloß daran gedacht wie ich ihm quasi seinen Rucksack gegeben habe Mit Katamesser und was da nicht so ein bisschen Klebeband und tausendmal Danke gesagt Das ist mehr bloß grad

00:34:08: Genau!

00:34:08: Der freut sich doch für ein kleines Kind.

00:34:10: also Ich würde mich freuen.

00:34:12: Aber letztendlich hast Du halt etwas angesprochen.

00:34:14: So preboarding hast Du eben gesagt letztendlig Und die Marie hat ja eben auch genickt mit den Auszubildenden, machen wir sowas ja auch.

00:34:20: Also ein Auswahlverfahren für Auszubilde sind wir relativ frühzeitig dran wenn wir denn schon genügend auszubildende in den Regionen gewunden haben und dann ist natürlich ein Stück weit Zeit auch bis es denn tatsächlich losgeht.

00:34:33: also braucht es ich nenn's jetzt mal Kontaktpflege in welcher Form jetzt auch immer, ob das jetzt nur die Trinkflasche ist oder der Rucksack.

00:34:41: Das haben wir da hingestellt.

00:34:42: aber es gibt halt Möglichkeiten Kontakt zu pflegen den aufrecht zu erhalten damit beide Seiten wissen so Achtung Wir haben hier Zukunft ein Vertragsverhältnis einerseits Aber Jetzt Haben wir schon Verhältnis also an der Stelle An der Stelle ohne Vertrag vorher aber Es soll Zu einem ordentlichen zu Einer ordentlich Beziehung tatsächlich werden.

00:35:03: Also im positiven Sinne

00:35:06: Vielleicht eine kleine Ergänzung, was ich immer wieder erlebe.

00:35:08: Dass ich bei meinen Kunden Schulung durchführe und dann heißt es hier ist übrigens der Martin Mustermann, der fängt erst im April an aber wir haben ihn schon mal eingeladen, der darf schonmal hier an diesem Workshop teilnehmen.

00:35:21: Das ist super!

00:35:22: Der lernt auf die Weise das Team kennen empfindet das als Wertschätzung bekommt ganz viel schon mit und weiß er wird hier gebraucht.

00:35:31: weil wenn man ihn sogar schon mit zur Fortbildung schickt Und das vor dem offiziellen Arbeitseintritt muss man sagen, gutes Signal.

00:35:39: Genau, das haben wir bei uns im Haus auch in verschiedenen Teams.

00:35:42: die laden dann schon mal neue Kolleginnen oder Kollegen so Weihnachtsfeier mit ein, dass sie das Team schonmal in einem ja lockerer Rahmen kennenlernen bevor es dann wirklich losgeht und da sind unsere Führungskräfte schon auf Zack.

00:35:56: Das ist doch gut!

00:35:58: Dazu schließt sich für mich aber schon bewusste Frage an wie können Betriebe Ihre Stärken authentisch nach außen tragen, damit das nicht zu einer leeren Werbeversprechung wird.

00:36:14: Was macht ihr da?

00:36:17: Oder was empfehlt ihr?

00:36:18: Nichts versprechen, was man nicht halten kann.

00:36:20: Also es ist ja nur dann eine Worthülse wenn du halt eigentlich versuchst zu blenden.

00:36:25: Wenn ich jetzt hier erzähle wir uns alles super und die Leute gehen sich an der Gurgel auf der Baustelle oder ich erzähle hier sonst... Ich kann hier alle erzählen Kann ich ja komplett lügen, aber es fällt halt auf.

00:36:36: Wenn man dann vielleicht mal gebucht wird oder sonst irgendwas... Ich meine, das singt glaube ich.

00:36:43: Meine Mitarbeiter wissen halt auch, dass sich immer mein Wort halte wenn ich was sag' Dann ist das auch so.

00:36:48: Und das ist eigentlich eine Wertvorstellung die wir vorhin ja schonmal.

00:36:51: also das Thema Werte Die lebe ich als Unternehmer in dem Fall du Als Unternehmer und da stehe ich auch hinter.

00:36:57: Ja

00:36:59: Ich habe aber sehr schönes vor Jahren schon erlebt und das empfehle ich auch immer.

00:37:05: Eine gute Freundin von mir hat sich bei einem großen Unternehmen beworben und da sagte ihre künftige Chefin, die dann auch tatsächlich ihre Chefin geworden ist, sagt sie Hallo herzlich willkommen.

00:37:13: schön dass du da bist.

00:37:15: Ich möchte dich gerne erstmal dein möglicherweise künftig Team vorstellen.

00:37:19: unterhalte euch eine halbe Stunde oder wie viel Zeit ihr braucht wenn euch ausgetauscht habt dann kommst du zu mir und dann führen wir das eigentliche Bewerbungsgespräch Weil ich meine, das sind die Menschen mit denen du künftig arbeitest.

00:37:31: Die können sich auch im Bild natürlich machen aber die sprechen natürlich auf einer anderen Eber als wenn du dann dich irgendwo in der Hauptverwaltung bewirbst und dann einen großen Konferenzraum im fünften Stock am langen Tisch sitzt.

00:37:41: Das ist natürlich was ganz anderes als wenn es schon mal mit deinem Team in deren Arbeitsumfeld einfach mal ins quatschen kommt und jemand sagt hier Ich bin übrigens der Armin, ich bin übrigens die Maria Und man kommt ineinander schnackt und glaube dann meine Daniel bei dir glaube ich dass so ohnehin sehr authentisch deinen Bewerbern gegen Übertritt, so habe ich dich kennengelernt.

00:37:58: Aber es gibt ja auch Chefs die dann immer sich von der Schokoladenseite zeigen aber eigentlich so kleine Teufel sind und das kann man dadurch auch ein bisschen vermeiden ein Stück weit.

00:38:06: Ich hab halt auch die Erfahrung gemacht.

00:38:08: Ja, ich hatte schon so viele Bewerbungsgespräche und wo ich dann auch immer ein bissel das Interesse direkt verliere ist wenn niemand behauptet dass er alles kann weil niemand kann alles.

00:38:19: Ich bin selber überhaupt nicht gut im Verputzen oder im Tabizieren da einigermaßen.

00:38:25: Aber ich kann auch nicht alles.

00:38:26: Ich bin ja auch froh, dass manche Mitarbeiter es können.

00:38:28: Und wenn jemand schon mit so einer Einstellung reingeht... ...dann ist die Chance ziemlich hoch das er eigentlich lügt.

00:38:35: Dass er sich eigentlich von der besten Seite jetzt zeigen will.

00:38:39: Ich habe eigentlich angefangen damit zu fragen was kannst du nicht?

00:38:43: Also um das ein bisschen halt dann abzukürzen letzten Endes und was mir auch noch dazu eingefallen ist bezüglich Leute halt einbinden.

00:38:51: Wenn jetzt zum Beispiel jetzt jemand nicht aus einem ... bestehenden Arbeitsverhältnis zu mir wechseln möchte, sondern kommt eben vom Arbeitsamt oder ist arbeitslos aktuell und sage ja auch pass auf du bekommst.

00:39:05: Du arbeitest in der Woche Probe hier das kriegst du bezahlt wo sollste auch nicht umsonst zur Arbeit kommen?

00:39:11: letzten Endes daran merkst du hat dann auch schon ist es der Person jetzt wichtig oder nicht?

00:39:16: Und da sind wir eben dann auch bei dem Beispiel mit.

00:39:19: So kannst du halt auch dann die Leute mal zusammenführen auf einer Baustelle.

00:39:23: Und da bin ich halt mal wieder auf das Urteil von meinen Mitarbeitern angewiesen, passt der zu uns oder passt dir nicht?

00:39:29: Weil ihr seid an der Quelle!

00:39:31: Ich nicht... Von mir kann also tun es aber das leisigste wäre.

00:39:34: Und

00:39:34: an dieser Stelle hast Du dann aber auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

00:39:39: Du hast deine Kollegen oder deine Mitarbeiter auch mit eingeboten.

00:39:42: Also quasi in potentielle Personalentscheidung.

00:39:46: Genau, ich gebe Ihnen die Wertschätzung und das Vertrauen dass sie mir sagen, ob das was ist oder nicht.

00:39:51: Das sind Respekt im Leuten gegenüber

00:39:54: ja.

00:39:57: Eine Frage habe ich noch bevor ich gleich in den Mythen-Check überwechsle eine Frage und zwar Was sind aus eurer Sicht so die häufigsten Fehler?

00:40:07: Die ihr so erlebt unter dem Aspekt attraktiver Arbeitgeber und Präsentation als attraktive Arbeit Geber?

00:40:18: Was sollten Firmen nicht tun?

00:40:21: Amin.

00:40:24: Also wir haben jetzt ja schon viel auch über Mitverantwortung gesprochen, also der größte Fehler glaubten wir jetzt ja mehrfach angesprochen haben dass man Mitarbeitern zu wenig zutraut und sie nichts entscheiden lassen darf dann fühlen sich einfach nicht wertgeschätzt und weniger Wert heißt die können auch eher mal sagen ich fühle mich hier nicht wohl ich gebe woanders hin.

00:40:44: Ein anderer großer Fehler ist genau das andere Extrem, dass Führungskräfte oft Fehlverhalten durchgehen lassen.

00:40:55: Und das ist ein großer Fehler.

00:40:58: Gerade so im Zeiten von Fachkräftemangel glauben viele Inhaber oder Geschäftsführende – der ist zwar nicht fertig in anderen Gegenübungen aber den können wir nicht verlieren weil der fachlich gut ist dem brauchen wir.

00:41:10: Aber das hat eben auch eine Wirkung.

00:41:11: Daniel hat von dem faulen Apfel gesprochen, je mehr der sich nicht an Regeln hält, der nicht konform so den Werten des Unternehmens verhält, er macht sich umwillig bei anderen und im Zweifel kündigen dann gute Mitarbeiter statt dass der schlechte Mitarbeiter kündigt.

00:41:25: also gut oder schlecht.

00:41:25: jetzt sehr einfach ausgesprochen Also ganz klar auch Konsequenz sein.

00:41:29: dafür braucht man natürlich auch klare Absprachen.

00:41:31: Worauf legen wir wert?

00:41:32: Wenn wir natürlich nie darüber gesprochen haben gerade im Handwerk dass wir hier einen respektvollen Umgangston pflegen.

00:41:38: Das heißt Respekt bedeutet für uns, dass wir nicht permanent in Schimpfworten begegnen.

00:41:43: Dass wir nicht die jungen Ausstimmenden permanent zum Bäcker schicken.

00:41:46: Dass sie keinen schlecht machen.

00:41:48: Wenn man über so was nicht gesprochen hat kann man sich natürlich an solchen Regeln nicht festhalten.

00:41:52: das muss man einmal klären und dann darf man auch mal Konsequenz sagen herzu du kannst zwar super verputzt und tapizieren aber dein Sozialverhalten ist wirklich katastrophal.

00:42:01: ich erwarte von dir dass du deine Kollegen gerade die Jüngeren Respektvoll behandelt.

00:42:07: Ansonsten müssen wir sprechen, die Konsequenz wünschen mir manchmal mehr zu Gunsten derer, die eben die Regeln einhalten und ein gutes soziales Verhalten an den Tag

00:42:16: legen.".

00:42:17: Das spricht ja dann auch wieder für das Thema Wertevorstellung, dass sowohl dem Unternehmen klar ist welche Werte vertreten wir eigentlich?

00:42:24: Und das natürlich aber auch kommuniziert es gegenüber den Mitarbeitern.

00:42:28: Maria was machen wir denn an dieser Stelle?

00:42:30: Genau also wir haben natürlich Die Führungskräfte, die da als Multiplikatoren wirken und dann eine gewisse Vorbildfunktionen innehaben.

00:42:39: Das ist aber nicht nur bei uns so – das ist hoffentlich in jedem Unternehmen so -, dass die Führungskräfte als Vorbild fungieren.

00:42:46: Und ja, dann kommunizieren wir unsere Werte und wie wir unser Unternehmenskultur vorstellen an unserem Internet.

00:42:54: Da haben wir sehr viele ... Informationen gesammelt, gebündelt.

00:42:59: Die werden regelmäßig aktualisiert so dass quasi jeder Mitarbeiter eigentlich die Möglichkeit hat sich damit vertraut zu machen.

00:43:06: Genau.

00:43:07: aber es ist auch wie Armin das schon gesagt hat wir müssen den Mitarbeitenden auch was zutrauen um sich selber auch die die Information dann anzulesen.

00:43:17: also das erwarten wir schon auch dass die Mitarbeitende sich da selbstständig auch informieren weil die Informationen halt alle da sind.

00:43:28: Erwartungshaltung ist das eine, das auch zu kommunizieren und dementsprechend wie soll ich es auch so unterstützen den Kolleginnen und Kollegen dann auch den Raum dafür zu geben sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

00:43:39: Das muss ja die Möglichkeit bestehen.

00:43:42: Ich komme mal zum Mythen-Check Daniel!

00:43:46: Ich habe aus unserem Vorgespräch mir einen Zitat aufgeschrieben.

00:43:50: Ich heule rum, wenn ich zu wenig Leute habe... ...ich heule aber auch rum, weil ich zu viele Leute habe zu bestimmten Zeiten.

00:43:57: und jetzt mein Mythos Fachkräftemengemangel gibt es im Handwerk

00:44:01: nicht.".

00:44:03: Das ist ja immer die Auslegungssache wie du halt eine Firma versuchst zu gestalten.

00:44:07: also bei jedem Mitarbeiter den ich einstelle Will ich mir halt lieber zehnmal überlegen, brauche ich ihn wirklich oder nicht?

00:44:15: Nicht aus Kostengründen sondern weil ich teuer, teuer niemals in die Situation kommen möchte mal jemanden kündigen zu müssen.

00:44:22: Das würde das Herz brechen.

00:44:25: aber jeder Mensch der hier ist hat ja seine Daseinsberechtigung.

00:44:28: und ich mag ja jeden.

00:44:30: Und da ist es eben dieses Zitat, was habe ich zu viele Mitarbeiter?

00:44:38: Das heißt an dem Umkehrschluss gerade jetzt in der Zeit, der wir uns befinden im ersten Quartal.

00:44:44: Da kann die Auftragslage eigentlich nicht gut genug sein um alles bezahlen zu können – die ganzen Versicherungen, die jährlich abgebucht werden und und und.

00:44:53: immer einen Tropfen auf dem heißen Stein, egal wie viel du machst.

00:44:58: Weil eigentlich alle immer nur Geld von dir wollen.

00:45:02: und dann kommt halt die Phase wieder im Hochsommer wo du denkst wie viele Leute soll ich denn noch einstellen?

00:45:07: Und das ist immer dieses... Ist es als Arbeitgeber oder als Unternehmer finde ich, ist es eine ganz kleine Phase wo du sagst hey ist jetzt alles perfekt?

00:45:18: Amin, an dich habe ich eine Frage.

00:45:20: Ein Mythos in Krisenzeiten muss man kein attraktiver Arbeitgeber sein weil Arbeit neben der Froh sind einen Job zu haben?

00:45:28: Ja das ist in der Tat ein Mythos.

00:45:30: also letztendlich Der gute Mitarbeitende ist ja nicht derjenige der eine gute Arbeit macht sondern der uns auch lange erhalten bleibt.

00:45:38: und In Krisen Zeiten wo Menschen einen Job suchen ja Ich sag mal da suchen Aber auch nicht immer die besten ein Job, weil die haben bereits einen.

00:45:49: Also ich muss als Arbeitgeber immer attraktiv bleiben, weil der eine das wir es ja auch wahrscheinlich schon erlebt haben macht keinen Sinn einfach irgendjemand einzustellen, der zwei Beine und zwei Arme hat sondern du brauchst dir auch den, der eben mitdenkt, der Verantwortung übernimmt, den du auch mit deinen Kollegen zusammen auf die Baustelle schickst er Probleme lösen kann.

00:46:07: Und solche Menschen haben ob im Handwerk oder im kaufmännischen Bereich eigentlich immer ein Job außer jetzt in sehr Krisen geschüttelten Branchen, wo mit einmal tausende in der Automotivbranche dann freigestellt werden.

00:46:19: Das ist was anderes.

00:46:20: aber wenn wir von normalen Wirtschaftskrisen sprechen da denke ich ne gute Mitarbeiter musst du immer gut behandeln damit du sie auch hältst und die wachsen nicht immer auf Bäume.

00:46:32: Ist ja auch ein Bild muss sich schon bisschen schmunzelt Maria für dich ein Thema oder einen Mythos.

00:46:40: ein guter Arbeitgeber muss eine gute digitale Präsenz haben?

00:46:45: Ja muss eine gute digitale Präsenz haben, weil wir uns ja mittlerweile Informationen auch ganz anderes beschaffen.

00:46:53: Je besser ich aufgestellt bin, je besser mich Leute finden können, die sich vielleicht bei mir bewerben wollen, desto einfacher ist das natürlich auch für dich.

00:47:02: Vorab auch für sich schon mal zu überprüfen, pass' ich dazu?

00:47:06: Passen die zu mir?

00:47:07: Passend die zu meinen Werten?

00:47:10: Genau!

00:47:11: Da erspart man sich dann im Nachgang viel Zeit auf beiden Seiten, wenn man das vorher schon für sich ausschließen kann.

00:47:20: Welche... aber ich möchte das direkt nochmal einschreiten in Anführungsstrichen.

00:47:25: Digitale Präsenz im Malerhandwerke?

00:47:28: Ja zu diesem Schluss bin ich auch gekommen oder glaube letztes Jahr ist so im Oktober konnte ich mal ein bisschen das Jahr schon Revue passieren lassen Und ich finde du kannst halt als Handwerker oder als Betrieber solches auch nicht immer erwarten, dass alle immer nur dich anrufen.

00:47:46: Es ist ja keine Einbahnstraße und zum Beispiel das ganze Social Media.

00:47:52: mich nervt es.

00:47:52: Ja, es ist wichtig.

00:47:54: Ich find's auch schön was zu sehen aber ich hab' halt dazu lieber eine Person eingestellt die quasi das Ganze mit mir ein bisschen hand in hand macht, die ihre eigenen Ideen hat auch reinbringen kann.

00:48:05: Dann habe ich gesehen, okay das klappt gut mit ihr.

00:48:08: Jetzt hat sie zum Beispiel auch LinkedIn übernommen.

00:48:11: Klar hab' ich immer das letzte Wort oder wir Brainstorm halt ein bisschen was ein cooler Beitrag wär'.

00:48:17: Ja, wir hatten z.B.

00:48:18: auch in Anfang des Jahres wirklich tolles Projekt Das war ein Kindergarten im München zwei Taschen und Treppenhaus komplett zu machen.

00:48:26: Und ich hab letztes Jahr Marketing... Die haben mich auch ein bisschen an mich selber erinnert, weil die sind noch ziemlich jung und haben sich gerade früh selbstständig gemacht.

00:48:38: Und wollten halt im Handwerk eher so Fuß fassen was da quasi die Begleitung angeht vom Baustellen.

00:48:44: Da habe ich ja gesagt wenn es sich mal etwas ergibt dann melde ich mich.

00:48:47: das war an der Fall.

00:48:48: und die haben dann drei Tage lang mit gewissen Abständen dass man eben quasi auch den vorher nachher Effekt hat das Ganze begleitet.

00:48:57: Und da haben sie mit mir Interviews geführt, mit Mitarbeitern einfach das Ganze auf Video festgehalten wie was gemacht wird.

00:49:05: Da ist so viel Content entstanden und das ist glaube ich auch das Wichtige dass du dem Kunden nach außen hin hat auch mal etwas vermitteln kannst.

00:49:14: oder wie sieht es denn bei uns aus?

00:49:17: Ich selber kenne meinen Betrieb ja aber als Kunde macht das glaube ich noch mal was mit

00:49:22: einem.

00:49:25: technischen Möglichkeiten in der heutigen Zeit, Produkt nach außen zu zeigen.

00:49:30: Tatsächlich zu zeigen in Wort und Bild und Film möglicherweise umso besser macht ja was für den Beruf, für den Betrieb etwas her.

00:49:40: Und ich glaube wenn die Außenwelt das sieht ist das schon guter Eindruck.

00:49:43: Ja hören wir auch oft vom Kunden bei euch ihr seht wenigstens was ihr einen ganzen Tag getan habt so Ich nicht weil ich bin im Büro oder so das erste halt.

00:49:53: Welche negativen Schwingungen können denn da passieren?

00:49:57: Amin.

00:49:58: Also digitale Präsenz heißt natürlich, ich zeig mich der Welt so wie ich im besten Fall bin oder vielleicht auch etwas geschönt aber es darf eben auch nicht zu schön sein weil... Ich sag mal am Alltag zeigt sich ja sehr genau ob das was ich damit Hochglanzfotos gefoto-shop zeige auch der Realität entspricht.

00:50:15: von daher bitte seid ehrlich und seid realistisch.

00:50:19: zeigt den Arbeitsalltag.

00:50:21: Ich finde, gerade im Handwerk hat er schon genügend zu bieten.

00:50:24: da muss man nicht grade den Fulter drauflegen sondern einfach zeigen Menschen arbeiten gerne das reicht oft schon aus.

00:50:32: Ja wir sind am Ende unserer Runde.

00:50:36: ich möchte zum Abschluss einfach noch mal in die Runde fragen welches Fazit unter dem Aspekt moderner attraktiver Arbeitgeber in zwei Sätzen für jeden?

00:50:47: Armin, ich fang mit dir an.

00:50:49: Zieht ihr?

00:50:51: Also, ich fand das super spannend heute einmal vor allem Maria und Daniel so aus zwei Perspektiven zu erleben.

00:50:57: Großes Unternehmen, kleines Unternehmen Hut ab als große Organisation habt ihr natürlich nochmal ganz andere Möglichkeiten.

00:51:04: aber Daniel bei dir habe ich eben auch noch mal ganz speziell gemerkt es ist einfach auch Chefsache und Herzenssache ein attraktiver Arbeitgeber zu werden.

00:51:11: Und das kann nicht nur jedem empfehlen macht's eurer Kernaufgabe weil Ja, Mitarbeiter wachsen nicht auf Bäume.

00:51:17: Ich wiederhole jetzt immer das Zitart.

00:51:21: Maria!

00:51:21: Dein letztes Wort für heute in unserer Runde?

00:51:26: Da würde ich das gerne direkt aufgreifen von Armin.

00:51:28: Wir haben natürlich andere Möglichkeiten und aber auch ganz andere Herausforderungen.

00:51:36: Man muss trotzdem weiter unterscheiden.

00:51:40: für mich ein strategischer Ansatz, da wegen mir die Grundsteine und ja ... Die Umsetzung im Personalmarketing um die Leute anzuziehen.

00:51:48: Das steht für mich auf dem anderen Blatt.

00:51:51: Und es kann nur funktionieren wenn alle quasi mitmachen.

00:51:54: Führungskräfte, Mitarbeiter.

00:51:57: Sonst wird das nichts!

00:51:59: Daniel dann hast du das letzte Wort in unserer Runde hier?

00:52:03: Ja ich find's auch schön von dir Armin den Zuspruch zu erhalten dass man halt mitbekommt dass man schon viel richtig macht, das habe ich so ja auch.

00:52:14: Man denkt sich es immer aber gerade wenn es dein Beruf ist, ist es halt einfach schön zu hören und das kann ich von hier aus mitnehmen und wollte mich einfach nur bedanken für die Möglichkeit allgemein auf vom Team.

00:52:26: eine völlig neue Erfahrung für mich.

00:52:28: Vielen Dank dafür!

00:52:30: Ja vielen dank Daniel, dass du hier warst live im Studio und vielen Dank online zu euch beiden Maria und Armin.

00:52:41: Euren Gesprächsanteil heute Vormittag.

00:52:43: Das war's für heute.

00:52:44: in Kürze erscheint die nächste Folge von Alles Geregelt und vielleicht haben Sie bis dahin ein paar Minuten Zeit, uns in Ihrer Podcast-App zu bewerten!

00:52:52: Wenn sie Fragen, Lob, Kritik neue Themenvorschläge haben schreiben sie uns gerne an.

00:52:58: allesgeregelt at ikkclassic.de oder Social Media Kanäle sind auch bekannt und das auch sind wir Erreichbar.

00:53:08: Bis dahin, alles Gute!

00:53:09: Vielen Dank, dass ihr da wart.

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